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Anmeldungen laufen für die Ausbildung zum DNB-Berater!

Die Nachfrage nach unser Ausbildung zum/r „Naturheilkunde-Berater/in DNB“ ist nach wie vor sehr groß! Nun laufen auch die Anmeldungen für die nächsten Lehrgänge wieder auf Hochtouren.

Kursort 1, direkt beim Deutschen Naturheilbund in 75177 Pforzheim: Start mit Teil 1: 24./25.09.2016; Teil 2: 12./13.11.2016; Teil 3: 28./29.01.2017; Abschlussprüfung 04.03.2017 – Hier sind nur noch wenige Plätze frei! Unter „Leistungen -Ausbildung/Fortbildungen“ finden Sie alle Angaben mit Kursgebühr und können Informationen anfordern.

 

Kursort 2, beim Naturheilverein Bad Hersfeld, 36251 Bad Hersfeld: Start mit Teil 1: 08./09.10.2016; Teil 2: 19./20.11.2016; Teil 3: 21./22.01.2017; Abschlussprüfung 11.03.2017 – Informationen über das Kontaktformular oder direkt bei der Seminarleiterin und 1.Vorsitzenden Regina Schelberg : schelberg@nhv-hersfeld.de

 

Ausbildungs-Inhalt

Die Naturheilkunde ist ein umfassendes Heil-, Kur- und Präventionssystem, einzelne Bereiche werden heute an Universitäten, Akademien und in Ausbildungsstätten vieler Heilberufe gelehrt. Unser Ziel ist es, dem Laien Grundkenntnisse zu vermitteln und auch für Therapeuten und Mitarbeiter in Gesundheitsberufen eine Kenntniserweiterung zu bieten.

Dabei wird jedes Fachgebiet

    • im Gesamtzusammenhang der Naturheilkunde dargestellt,
    • es werden auch spezielle Therapieformen angesprochen und
    • aus praktischen Erfahrungen der Dozenten erklärt und geübt.
      Die Teilnehmer erhalten solide Kenntnisse der klassischen Naturheilkunde
      unter Einschluss neuer Erkenntnisse aus Forschung und Studien.

Übersicht aus dem Lernstoff:

Naturheilkunde im Überblick

Historische Entwicklung der Naturheilkunde, bedeutende Laien und Ärzte, Übersicht naturheilkundlicher Verfahren und Begriffe.

Bewegungstherapie

Vorstellung verschiedener Bewegungstherapien, darüber hinaus: Schmerztherapien, Dorn/Breuss, Akupressur, Stretching, Ausdauertraining, Fußreflexzonen.

Ernährungstherapie

Prinzipien der Vollwertkost, Vitalstoffe, Stoffwechselvorgänge, Diäten, Fasten, Eiweißmast, Säure-Basen-Haushalt, Vegetarier/Veganer, Ölkunde, Mühlenkunde.

Phytotherapie und ganzheitliche Therapieformen

Heilpflanzen (Wirkstoffe, Formen der Anwendung), Chin. Heilpilze, Homöopathie, Schüssler-Salze, Bachblüten.

Hydrotherapie

Die Heilkraft des Wassers, Kneipp-/Prießnitz: Innere und äußere Wasseranwendungen, Wickel und Auflagen in Theorie und Praxis.

Ordnungstherapie

„Leben in Balance“ – Ausgleich von Anspannung und Entspannung, das Burnout-Syndrom, Depression, Entspannungsverfahren, Kinesiologie, Meditation, Atemtherapie, Psychosomatik.

Ergänzung

Salutogenese: Paradigmenwechsel in der Gesundheitsbetrachtung.
Einfluss der Umwelt auf Leben und Gesundheit.
Notfälle: Richtiges Verhalten bei medizinischen Notfällen für Laien, praktische Übungen.

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Vortrag beim NHV Weserbergland: Gesundes Wasser – ein Lebenselixier

Thomas Feist, Arzt und Therapeut aus Hannover, hielt einen spannenden Vortrag zum Thema „Wasser- Element des Lebendigen“ beim Naturheilverein Weserbergland in Hameln. Wasser ist für uns in Deutschland ein selbstverständliches Gut – und steht scheinbar unendlich zur Verfügung. Trotzdem ahnen wir, dass Wasser gar nicht so unendlich, sauber und bezahlbar ist. So führte das Thema „Wasser“ zahlreiche Zuhörer in den Vortragsraum im Hefehof. Thomas Feist nahm die Zuhörer mit zu den schönen und geheimnisvollen Seiten des Wassers. Zu Händels Wassermusik und wunderschönen  Fotos ließ er ahnen, dass Menschen auch heute noch auf fast magische Weise mit dem Element Wasser verbunden sind.  Zwar ist die Beschaffung von Wasser für die modernen Menschen nicht mehr mit Mühe und Arbeit verbunden, und Wasser wird nicht mehr verehrt, sondern ist ein selbstverständliches Gebrauchsgut geworden. Heute haben die Menschen eher einen wissenschaftlichen Zugang zu Wasser.  Thomas Feist zeigte auf, dass Wasser auch aus biophysikalischer Sicht in vielerlei Hinsicht überrascht: Es entsteht aus der Verbindung zweier Gase, siedet erst bei 100 Grad Celsius, dehnt sich beim Einfrieren aus u.v.a.

Spannend erläuterte Feist, warum Wasser ein Gedächtnis hat: Wassermoleküle verbinden sich zu Clustern, die über Wasserstoffbrücken verbunden sind. Diese Brücken können sich jederzeit bilden, aber auch auflösen, und so entsteht im Wasser ein sehr labiles, dreidimensionales Netzwerk: das Gedächtnis des Wassers. Wasser wird aber wohl auch von seiner Umgebung geprägt, wie Feist an Forschungsbeispielen des Japaners Masaru Emoto und des Tirolers Johann Grander darlegte.

Im zweiten Teil seines Vortrags ging Thomas Feist auf Wasser als Heilmittel ein, das auf die energetisch-informativen Regulationsvorgänge des Körpers wirkt. Ausgehend vom Modell der anthroposophischen Medizin, das den Menschen als Einheit aus Geist, Seele, Vitalkörper (Äther) und Körper sieht, beschrieb er den Ansatzpunkt als Heilmittel auf der Äther-Ebene. Bei  zahlreichen Symptomen, die auf einer Schwäche der Ätherkräfte beruhen (Gedächtnisschwäche, Konzentrationsschwäche, geringe Vitalität, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Gelenkbeschwerden, Verdauungsprobleme, Immunschwäche) berichtete Feist von guten Behandlungserfolgen durch das Trinken von Wasser in hoher Qualität und ausreichender Menge. Am Schluss des Vortrags gab Thomas Feist den Zuhörern praktische Tipps zum Thema „Wie, was, wann und wieviel trinken?“ Als optimale Trinkmenge nannte er  30 ml/Tag/kg Körpergewicht, am besten gereinigtes und vitalisiertes Wasser, oder, wenn dies nicht zur Verfügung steht, Leitungswasser. Kräutertees, Säfte und  Mineralwasser sieht Feist eher als Ausnahmen an. Getrunken werden sollte  eine halbe Stunden vor den Mahlzeiten, dann erst wieder eine Stunde nach den Mahlzeiten. Beim Essen selbst sollte man eher wenig trinken, um die Verdauungssäfte nicht zu verdünnen. Getränke sollten zimmerwarm oder im Winter auch heiß sein und langsam getrunken werden. Der Vortrag von Thomas Feist überraschte mit einem unkonventionellen Ansatz und bot den Zuhörern einen ganzheitlichen Zugang zum Thema Wasser, gekoppelt mit praktischen und hilfreichen Informationen zum gesunden täglichen Umgang mit dem Element. So konnten alle viel Stoff zum Nachdenken und viele praktische Tipps  zum Umsetzen zu Hause mitnehmen.

Astrid Sebastian

Naturheilverein Weserbergland e.V.

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Jubiläumsfest 30 Jahre Naturheilverein Schorndorf und Umgebung e.V.

Am Mittwoch, 11.05.2016 hat der Naturheilverein Schorndorf und Umgebung e.V. in der Barbara-Künkelin-Halle sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert.

Bereits um 17.30 Uhr wurden die Tore geöffnet. Die Besucher konnten sich bei gespendeten vegetarischen  Häppchen und Apfelsaft aus der Region an den zahlreichen Ständen informieren. Der Naturheilverein informierte zusammen mit dem Deutschen Naturheilbund aus Pforzheim über Themen rund um die Naturheilkunde. Ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen fand großes Interesse. Daneben gab es Infostände zu den Themen Basenfasten nach Wacker, Antlitzdiagnose, Entspannungsmethoden, Naturkosmetik, Geistiges Heilen, Räuchern, Kräuterpädagogen, Effektive Mikroorganismen und Homöopathie.

Um 19 Uhr eröffnete ein Querflötentrio (Marie Wiedenmann, Meike Ebenslander und Janina Patzer) von der Jugendmusikschule den Festakt. Oberbürgermeister Matthias Klopfer verknüpfte in seinem Grußwort seine Gedanken und ganz neuen Erfahrungen seit seiner Knieoperation zur Naturheilkunde mit den Themen Ernährung und Bewegung. Sabine Neff, die Leiterin der Geschäftsstelle des Deutschen Naturheilbundes in Pforzheim, schloss sich den Glückwünschen an und berichte ein bisschen von der Geschichte und Gründung des DNB durch Vinzenz Prießnitz im Jahr 1889.

Dr. Wolfgang May, der erst am Montag von einem humantiären Einsatz in Äthiopien zurückkam, hielt den Festvortrag mit dem Thema „ Energiegewinnung aus der Nahrung“. Über 100 Zuhörer füllten den Reinhold-Maier-Saal und lauschten den Worten von Dr. May. Obwohl er noch einen Heimweg mit 2 ½ Stunden ins Allgäu vor sich hatte, nahm er sich auch anschließend noch Zeit und gab einzelnen Betroffenen bereitwillig Auskunft zu persönlichen Problemen. Dabei war besonders seine jahrelange Erfahrung in der Hufelandklinik in Bad Mergentheim gefragt.

Zusammen mit den zum Teil anwesenden Gründungsmitgliedern, die wie die anderen Jubilare, mit einer Urkunde, der goldenen Ehrennadel des DNB und einem Kräutertöpfchen geehrt wurden, gab es noch lange und intensive Gespräche. Zum Abschluss zog Sabine Neff die 5 glücklichen Gewinner aus der Trommel. Den ersten Preis, eine 18 monatige kostenlose Mitgliedschaft beim Naturheilverein Schorndorf, mit dem Bezug der Vereinszeitschrift „Naturarzt“, durfte sie an Matthias Klopfer überreichen. Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung, bei dem die Aussteller genauso wie die Besucher mit einem guten Gefühl nach Hause gingen.

Hans-Dieter Sturm

NHV Schorndorf und Umgebung e.V.

Dr. med. Petra Bracht Bad Nauheim_13.04.2016_Foto J. Pollmar

Vortrag beim NHV Bad Nauheim-Bad Vilbel: „Jeder Mensch hat das Recht auf Gesundheit!“

Dr. med. Petra Bracht, aus den Medien sehr bekannte Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren aus Bad Homburg, hielt am 13. April beim Naturheilverein Bad Nauheim-Bad Vilbel e. V.  einen Vortrag zum Thema  „Jeder Mensch hat das Recht auf Gesundheit.“ Einleitend malte sie ein düsteres Bild unserer Welt: Zerstörung der Naturräume, wie Vernichtung der Regenwälder, Überfischung und Vermüllen der Meere müssten katastrophale Folgen haben. Überwiegend sitzende Lebensweise und Ernährung mit denaturierten „Lebensmitteln“ und Vitamin-D-Mangel hätten zu einer dramatischen Zunahme der sogenannten Zivilisationskrankheiten geführt. Schon Hippokrates (460 – 370 vor Christus) hätte erkannt: „Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus täglichen kleinen Sünden wider die Natur. Wenn diese sich gehäuft haben, brechen sie scheinbar auf einmal hervor . . .“ – Der Mensch wäre ein „offenes biologisches System“. Er würde sich aus den Stoffen bilden, die er aufnimmt. Innerhalb eines Jahres wäre er bis  zu 95 % „runderneuert“, weil pro Sekunde 50 Millionen neue Zellen gebildet würden! Dr. Bracht: „Wir bestimmen die Qualität unserer Körperzellen selbst! Die Gesundheitsentwicklung wird nur zu 5 – 10 % von Erbfaktoren bestimmt. Die größte Rolle spielen also Ernährung, Bewegung, Umgebungsfaktoren und Psyche! Diese fünf Faktoren positiv genutzt, führen zu Gesundheit, negativ genutzt zu Krankheit!“  Viele Ärzte wären leider nur noch bessere Pharmareferenten, die  auf Grund eines schlechten Gesundheitssystems für jeden Patienten nur wenige Minuten Zeit hätten. In der natürlichen Gesundheitstherapie würde der Arzt die Sprache der Krankheiten kennen und den Krankheitsverlauf unter Anwendung eines Jahrtausende alten medizinischen Wissens positiv beeinflussen. – Bei der Ernährung mit biologisch kontrollierten Lebensmitteln ohne fremde Stoffe sollte ein hoher Anteil Frischkost sein. Insgesamt gehörten gesunde Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette dazu. Sehr viele Studien und Untersuchungen hätten gezeigt, dass Vegetarier und Veganer gesünder wären. Sie würden fast 10 Jahre länger leben. Frau Dr. Petra Bracht wörtlich: „Äußere Bewegung führt zu innerer Bewegung! Dem Muskelabbau  kann bis ins hohe Alter entgegengewirkt werden. Man muss nicht warten, bis Schmerzen als das  Alarmsystem des „Inneren Arztes“ auftreten, um Gelenke und Wirbelsäule zu schützen.“ Zum Faktor „Umgebung“ betonte sie die Notwendigkeit, gute Einflüsse zu nutzen und schädliche zu meiden: Positiv wären frische Luft und Sonne, ein guter Arbeitsplatz, ein optimaler Schlafplatz, weil vieles im Körper nachts sehr aktiv wäre. Negativ wären Elektrosmog, Lärm, Gifte aller Art in der Umgebung, Kleidung, in Kosmetika sowie Dauermedikamente. Was den Faktor „Psyche“ anginge, empfahl sie dringend, auf allen Ebenen zu entrümpeln, z. B. zu fasten, täglich 15 – 30 Minuten „Verabredung mit sich selbst“ sowie, wann immer möglich, heitere, entspannte Gelassenheit. Ziel wäre die Ordnung der Gesundheit im Gegensatz zum Chaos der Krankheit. Zum Schluss rief die Rednerin ihre sehr interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer auf: „2400 Jahre altes Wissen ist bis heute gültig! Die modernste Forschung beweist das auf der wissenschaftlichen Ebene. Unser Innerer Arzt ist ständig zugegen. Lernen Sie wieder, ihm zu vertrauen und auf ihn zu hören!“

Joachim Pollmar, NHV Bad Nauheim-Bad Vilbel

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DNB-Impulse Ausgabe Frühjahr 2016

Herzlich willkommen zur Frühjahrsausgabe von DNB-Impulse, der erweiterten Ausgabe unserer Mitgliedernachrichten.

Thema: So hilft uns die Natur im Frühling – Inhalt:

Ganzheitlich und natürlich gegen Heuschnupfen

Diese Wildkräuter haben jetzt Saison

Entgiften: Fastenkuren für den Frühling

Weg mit der Säure-Belastung

Heilende Berührungen: Wirkung von Massagen

Aromatherapie: Ätherische Öle heilen

Auf den Spuren Samuel Hahnemanns

Stoffwechselkur mit Frischpflanzensäften

Von der Naturheilkunde-Beraterin zur Buchautorin

Nachrichten aus dem Verband

Die gesamte Frühjahrsausgabe zum Lesen finden Sie hier

Claudia Lange, Bad Nauheim
Foto: J.Pollmar

Vortrag Bad Nauheim: Sind Sie hochsensibel?

Claudia Lange, lebensberatende  Kinesiologin und Hypnose-Coach  aus Bad Nauheim, hielt am 09. März 2016 beim Naturheilverein Bad Nauheim-Bad Vilbel e. V.  einen Vortrag zum Thema „Sind Sie hochsensibel?“ – Sie beruhigte die zahlreich erschienenen meist selbst betroffenen Zuhörerinnen und Zuhörer:  „HSP (= hochsensible Person) zu sein ist keine Krankheit!“ Diese Menschen hätten als Kind oft gehört: „Was bist du so sensibel! Sei nicht so empfindlich! Warum bist du so schüchtern? Kannst du meine Gedanken lesen? Du hast einen guten Riecher!“ Bei ihnen wäre die Reizschwelle stark herabgesetzt und sie benötigten länger, um Eindrücke zu verarbeiten und wieder zur Ruhe zu kommen. Geprägt wurde der Begriff „HSP = High Sensitive Person“ durch die amerikanische Psychotherapeutin Elaine N. Aron. Sie wäre durch ihre Arbeit mit Menschen auf solche mit feinerer und differenzierterer Wahrnehmung, die aber auch schneller gestresst wirkten, aufmerksam geworden. 1990 hätte sie ein Buch darüber veröffentlicht.  Sie ginge davon aus, dass extrem hohe Empfindlichkeit bei Menschen und Tieren vererbt würde. 15 – 20 % wären betroffen. Bei ihnen würden weniger Sinneseindrücke weggefiltert als bei normal Sensiblen. Durch die herabgesetzte  Reizschwelle käme es schneller zu einer Reizüberflutung und zu Stress. Nach einer aufregenden Situation würde sich die HSP langsamer beruhigen, der Cortisol-Spiegel würde sich langsamer abbauen. In ihrem Wohlbefinden und in ihrer Leistungsfähigkeit wäre sie eher abhängig von äußeren und inneren Bedingungen. Sie reagierte empfindlicher auf Lärm, Geräusche, Gerüche, Wärme, Kälte, Helligkeit, Kaffee, Alkohol, Medikamente und wäre schneller irritiert bzw. emotional verletzt oder erschrocken. Bei Reizüberflutung  geriete sie schnell in Stress, reagierte gereizt und aggressiv, neigte aber auch zu Rückzug  und Erschöpfung. Andererseits würden die betroffenen Personen sich selbst und ihre Umwelt sehr stark wahrnehmen. Sie fühlten sehr feinsinnig und wären durch Musik oder  andere Kunst schnell zu Tränen gerührt. Sie strebten nach einem sinnerfüllten Leben und Arbeiten und neigten zum Idealismus, allerdings mit der Gefahr der Radikalität. Small-Talk wäre nicht ihr Ding, sie könnten mit anderen Personen empathisch mitfühlen und würden gerne Streit vermeiden. – Claudia Lange fasste den ersten Teil ihres Vortrags zusammen: „HSP haben eine kleinere Wohlfühlzone, sind schneller überreizt und bei ihnen wirkt vieles länger nach.“

Anschließend sprach sie über hilfreiche Maßnahmen für die Betroffenen und stellte praktische Übungen vor: Wichtig wäre es, sich Wissen über HSP anzueignen und sich selbst zu akzeptieren, für Rückzugsmöglichkeiten (Wohlfühlorte!) zu sorgen, eigene Stressmuster zu verstehen, auf Atem und Körperempfindungen zu achten, Stressbewältigungs-Methoden zu lernen (z. B. Yoga, Meditation, Sauna, Massage, Feldenkrais, Tai Chi, Qi Gong, Singen, Tanzen, Osteopathie.) Außerdem auf ausgewogene Ernährung mit häufigen Mahlzeiten  achten und viel Wasser trinken. Claudia lange wörtlich: „Hochsensible haben besondere Gaben, viel Potential, sich weiter zu entwickeln. Die Gesellschaft braucht sie! Sie müssen ihr Verhalten nur in den Bereichen ändern, wo es sie selbst stört oder belastet.“

Joachim Pollmar, NHV Bad Nauheim-Bad Vilbel

Göppingen

NHV Göppingen zum achten Mal auf der Vital-Well-Messe in Göppingen

„Kann denn die Naturheilkunde auch wirklich heilen?“ fragten die Besucher am Stand des NHV Göppingen. Mit einigen kleinen Beispielen gelang es, die Besucher darauf hinzuweisen, wie es früher war, zum Beispiel „ Was hat die Oma oder die Mutter gemacht bei Ohrenschmerzen?“ „Zwiebelsäckchen“ Oder was bei Zahnschmerzen geholfen hat:  „Gewürznelke“. Und das alles ohne Nebenwirkungen.

So kam es, dass ich von einem Herrn,  ca. 50 Jahre, angesprochen wurde „ Sagen Sie mir doch, wie ich meine Pfunde los werden kann und was ist eine gesunde Ernährung?“. Schlagfertig, wie ich nun einmal bin, habe ich eine Gegenfrage gestellt: „Was essen Sie, wie oft haben Sie Bewegung“? Seine Antwort:  „ Wissen Sie, ich arbeite in einer Klinik und sitze viel, esse unregelmäßig und von Bewegung kann keine Rede sein.“ Am Schluss unseres ausführlichen Gesprächs stellte sich heraus, dass dieser Herr ein Professor einer namhaften Klinik ist. Trotz allem erhielten wir von dem lieben Herrn ein außerordentliches Lob für unsere Arbeit und sein letzter Satz war für mich wie Öl: „Wenn ich könnte, wie ich wollte, wäre ich bei euch dabei, aber mir sind die Hände gebunden und nun hätte ich gerne die sechs Broschüren von der Naturheilkunde.“

Viele solcher Erlebnisse haben wir schon in den acht Jahren erlebt. Was uns jedoch gefreut hat: Sechs neue Mitglieder konnten gewonnen werden, die der Arbeit der fleißigen Standbetreuer zu verdanken sind.

Spechbach

Wildkräuter-Exkursion mit dem NHV Spechbach

Dieses Frühjahr begeisterte Birgit Berner (Dipl. Köchin, Hotelfachfrau und Absolventin der Heilpflanzenschule Freiburg) 23 Kräuterentdecker mit ihrem kompetenten Fachwissen, ungewöhnlichen Rezeptvorschlägen, netten Anekdoten und Gedichten über die heimischen „Jungen Wilden“.

Die üblichen Verdächtigen am Spechbacher Wegesrand, wie Brennnessel, Gänseblümchen, Schöllkraut, Löwenzahn, Schafgarbe, Gundermann, Ehrenpreis, Bärlauch, Sauerampfer, Labkraut, Giersch und Spitzwegerich wurden sehr persönlich in Augenschein genommen, intensiv am Geruch erkannt, ausführlich in ihrer Wirkung auf Körper, Geist und Seele erklärt um dann „natürlich“ ins mitgebrachte Körbchen zu wandern.

Der krönende Abschluss war ein exzellentes Picknick mitten im Wald mit heißem Wildkräuter Tee, leckerem Wildkräuter-Pesto, Frischkäse und Senf auf frischem Baguette. Diese köstlichen „Versucherle“ aus der heimischen Wildkräuterküche waren das absolute Highlight eines sehr gelungenen, aufschlussreichen, spannenden Ausflugs in die „Natur vor der Haustür“.

Lust bekommen auf Erkundung vitaler Wald-und Wiesenkräuter mit dem Naturheilverein Spechbach und Umgebung?

Ja dann, bis demnächst — wir freuen uns auf Sie.

 

Beate Wawrin

NHV Spechbach und Umgebung