Gesundheit als Bürgerrecht – Gibt es Alternativen zur verordneten Gesundheitspolitik?

(Link zum Film siehe unten im Text)

Der Deutsche Naturheilbund tritt ein für aktive Prävention, für Naturheilverfahren und für ein dem Patienten dienendes, ethisches und effektives Gesundheitswesen. Wir arbeiten gemeinnützig und sind politisch unabhängig.

Deshalb kann uns nicht gleichgültig sein, ob sich die Gesundheitspolitik in unserem Sinne fördernd oder behindernd auswirkt auf die ehrenamtliche Arbeit unserer Vereine, unseres Verbandes und nicht zuletzt auf jeden Einzelnen.

In unserer Struktur des Gesundheitswesens bleiben die wertvollen Ressourcen der Naturheilkunde ungenutzt, der Gesetzgeber fördert andere Interessen – seit Jahrzehnten gegen den deutlichen mehrheitlichen Willen der Bürger. Eine ausreichende eigene Gesundheitskompetenz der Volksvertreter ist nicht erkennbar, so haben die Lobbykräfte ein weitreichendes Spielfeld. In dieser Konstellation ist nach der Wahl zum Beispiel eine weitere Verschärfung der Impfauflagen zu erwarten, auch die Homöopathie und die Heilpraktiker müssen mit massiven Behinderungen bzw. Einschränkungen rechnen.

Die Parteien beziehen vor Wahlen dazu keine Stellung, wohl ahnend, dass es eine deutliche Mehrheit im Volke gibt, die Therapiefreiheit verlangt und gute Erfahrungen mit qualifizierten Naturheiltherapeuten gemacht hat – die übrigens als Selbstzahler dem Gesundheitswesen Lasten abnehmen und den finanziellen Kollaps des Systems bisher verhindern konnten.

In Kürze sind Wahlen zum Bundestag. Unser Verband ist politisch neutral, wir vertreten aber wie eingangs erwähnt elementare Interessen unserer Mitglieder und Freunde der Naturheilkunde. Sie dürfen mit Recht eine Orientierungshilfe für ihre Wahlentscheidung erwarten. Ich habe mich bemüht, zu grundlegenden Gesundheitsfragen in die Parteiprogramme zu schauen und stellte fest, dass derzeit kein Interesse an einer dringend gebotenen Neuorientierung besteht!

Was uns erwartet:

CDU/CSU: Das 12-Punkte-Programm zeigt deutlich, dass die Grundstruktur sich nicht verändern wird.

SPD: Das Regierungsprogramm mit sieben ausgewiesenen Schwerpunkten enthält nichts von Bedeutung zum Gesundheitswesen. Vermutlich „weiter so“.

GRÜNE: Im 10 Punkte-Plan für grünes Regieren findet sich kein Hinweis auf das Bürgerrecht auf Gesundheit oder auf Neuorientierung im Gesundheitswesen!

Die Linke: Will solidarische Krankenversicherung für alle, gegen die „Zwei-Klassen-Medizin“. Ansonsten keine substanzielle Aussage zum Gesundheitswesen.

FDP: Marktwirtschaftlicher Wettbewerb, für Digitalisierung des Gesundheitssystems. Keine Aussage für ein soziales, ethisches Gesundheitswesen.

 

Was gibt es sonst?

Am Rande des Wahlkampfes wurde ich auf eine Alternative aufmerksam, die auf dem Gesundheitssektor weitgehend Werte und Ziele vertritt, für die sich der Deutsche Naturheilbund seit Jahrzehnten einsetzt und zum Teil in seiner Satzung verankert hat. Deshalb könnte Sie meine Recherche interessieren.

Diese neue politische Kraft steht für ursachenbezogene ganzheitliche Heilkunde und natürliche Medizin, die sich am Menschen orientiert. Sie strebt schrittweise eine kostenlose medizinische Grundversorgung für alle an. Überteuerte Kartellmedizin will diese Partei durch wirkungsvollere, höherwertige und preisgünstigere natürliche Methoden ersetzen – wissenschaftlich untermauert wird versichert.

Im Programm heißt es weiter: Aufbau ganzheitlicher Gesundheitszentren und Förderung alternativer Absicherungen im Krankheitsfall mit dem Recht auf freie Therapiewahl. Das ungerechte Abrechnungsverfahren soll vereinfacht werden. Die Haftungsbefreiung der Impfstoffhersteller sowie das Impfmobbing sollen beendet werden. Die Zulassungsbedingungen für neue Impfstoffe, (nicht natürliche) Medikamente und Therapien will man verschärfen.

Die wahren Krankheitsursachen wie z.B. Umwelt- und Medikamentengifte, Elektrosmog, Junk-Food oder Luftverschmutzung will man Schritt für Schritt beseitigen. Profitorientierung soll im Gesundheitswesen unterbleiben. Krankenhäuser, Pflegeheime und Psychiatrien sollen personell aufgestockt und menschliche Zuwendung aufgewertet werden. Strengere Grenzwerte für Elektrosmog und Radioaktivität sollen durchgesetzt und Selbstverwaltung gefördert werden.

Diese Alternative bietet die Partei „Deutsche Mitte“. Auch unter Vorbehalten verdient sie Beachtung. Unsere Arbeit für die Erforschung, den Erhalt und die Verbreitung der Naturheilkunde fehlt Resonanz, wenn wir nicht auf Politiker zugehen. Unsere politische Unabhängigkeit heißt ja nicht, gesundheitspolitisch stumm zu bleiben. Demokratie lebt erst, wenn man sich für unterschiedliche Angebote entscheiden kann. Ich betone aber ausdrücklich, keinen Einfluss auf Ihre persönliche Wahlentscheidung nehmen zu wollen.

Der DNB-Präsident im gesundheits-politischen Gespräch

Auf Einladung der „Deutschen Mitte“ erfolgte ein vertiefendes Gespräch mit dem Vorsitzenden Christoph Hörstel, das am 14. August in Berlin stattfand. Das Gespräch in der Länge von 48 Minuten  können Sie nachverfolgen unter https://youtu.be/AeSB07VnIwQ

Wenn Sie die Themen einzeln aufrufen möchten, können Sie die Startzeiten auf dem Video-Display einstellen.

Meine Fragen befassten sich mit diesem Themenkreis:

(Einleitung)

02:00     Strukturveränderungen im Gesundheitswesen mit neuen Schwerpunkten

07:00     Der Gesundheitsmarkt – die Zweiklassenmedizin

12:00     Eigenverantwortung und Gesundheitskompetenz der Bürger, unabhängige Gesundheitsbildung in Lehrplänen

18:00     Steigende Lebenserwartung, wie wollen wir im Alter leben?

25:20     Aufwertung des gemeinnützigen Engagements zivilgesellschaftlicher Organisationen

29:00     Für eine Versicherungsstruktur, die Prävention und Gesundheit belohnt, freie Therapiewahl

35:00     Öffentliche Finanzierung der Stiftungslehrstühle für Naturheilkunde, unabhängige Forschung naturheilkundlicher Ressourcen

40:40     Aufklärung über schädliche Mobilfunktechnologien sowie Förderung gesundheitsverträglicher Netztechniken.

 

Alois Sauer

Präsident des Deutschen Naturheilbundes