Impfungen: Das empfiehlt der DNB

Impfungen sind ein Teil der Krankheitsvorbeugung. Aber mindestens ebenso wichtig ist ein starkes Immunsystem.

VON DR. MED. WOLFGANG MAY

Beim Thema Impfungen scheiden sich die Geister. In den Vordergrund gerückt ist es spätestens wieder seit März 2014, als in Berlin gehäuft Masernerkrankungen auftraten. Unbestritten ist, dass manche Infektionskrankheiten bei Säuglingen schwer verlaufen, manchmal sogar tödlich. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Berichte über schwere Impffolgen bis hin zu Todesfällen und darüber, dass „durchgeimpfte“ Kinder häufiger chronisch krank sind.

Der Deutsche Naturheilbund hat einen klaren Standpunkt: Impfungen sind notwendig, wir leben schließlich nicht isoliert von der Welt. Impfungen allein reichen aber nicht aus, um Krankheiten und Impfkomplikationen vorzubeugen. Hier ist vor allem ein starkes Immunsystem wichtig. Eine gesunde Darmflora schützt zum Beispiel vor Krankheiten und Impfreaktionen, aber auch eine Ernährung mit Obst und Gemüse, Omega 3 Fettsäuren, Vitamin E und Selen. Auch die Mikrobiologische Therapie mit Lactobazillen und anderen Bakterien hat sich bewährt.

Ein anderes Beispiel, wie wir unser Immunsystem aufbauen können: Umweltgifte wie Feinstaub, Schimmelpilze in der Wohnung und Zigarettenrauch sind Immunfeinde. Schädlich sind sie für alle, ganz besonders aber für Säuglinge. Viel frische Luft und Wasseranwendungen stärken dagegen das Immunsystem von Babys.

Nicht vor dem sechsten Lebensmonat

Problematisch sind unserer Ansicht nach Impfungen vor dem sechsten Lebensmonat. Denn in den ersten sechs Monaten ist das Immunsystem eines Säuglings noch nicht ausgereift. Den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) können wir daher in diesem Punkt nicht folgen. Bekanntlich sollen ab einem Alter von zwei Monaten die ersten Teilimpfungen erfolgen (unter anderen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B und Pneumokokken). Säuglinge sind dann aber besonders empfänglich – nämlich für bakterielle und virale Toxine und das in vielen Impfstoffen enthaltene Aluminium. Außerdem weisen neuere Studien daraufhin, dass nach Impfungen vermehrt autoimmunologische Erkrankungen aufgetreten sind wie zum Beispiel Diabetes Typ I, Morbus Crohn, Multiple Sklerose und rheumatoide Arthritis. Bestätigen sich die Ergebnisse, wären sie ein gewichtiges Argument für einen späteren Impfzeitpunkt. Vor allem von Mehrfach-Impfstoffen mit abgeschwächten lebenden Erregern (Masern, Mumps, Röteln, Windpocken) wird dies berichtet. Deshalb sind auch viele Mehrfach-Impfungen nicht zu empfehlen. Wir raten Eltern, sich umfassend zu informieren, bevor sie ihr Einverständnis zu einer Impfung geben. Ärzte sind verpflichtet, vor einer Impfung über Risiken und Kontraindikationen bei Impfserien aufzuklären.
Dr. med. Wolfgang May ist Internist, Arzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Homöopathie
und Naturheilverfahren, www.dr-wolfgang-may.de

Ausführliche Informationen gibt es unter
www.naturheilbund.de/impfungen-fuer-und-wider