18.03.2008
Der Frühling ist da! Hurra? Wenn Heuschnupfen plagt …
Frühlingserwachen – ein strahlendes Lächeln auf den Gesichtern bei den einen, andere erleben es mit wachsender Anspannung, bis es kommt – und es kommt: Wenn schon der Morgen mit Nießattacken anfängt und der Geplagte fix und fertig sein Tagwerk beginnt, ist Schluss mit lustig, dann braucht er Hilfe!
Die übliche Behandlung besteht in der Verordnung von abschwellenden und entzündungs-hemmenden Medikamenten. Sie unterdrücken die Symptome und haben keinen kurativen Anspruch. Eine Desensibilisierung hat zwar den Rang einer Immuntherapie, aber sie ist langwierig und die Erfolge sind bescheiden.
Ein unterdrückter Heuschnupfen verdrängt die allergische Erkrankung in eine tiefere Schicht: Es kann Asthma entstehen, oder es kommt gar zu einer rheumatischen Erkrankung. Heuschnupfen ist eine Erkrankung des Abwehrsystems. Die Naturheilkunde hat auch in Bezug auf diese lästige Plage wertvolle Erkenntnisse gesammelt und Lösungen zur Hand. Therapeut und Patient sollten dabei vertrauensvoll zusammenarbeiten; wer nur ein Rezept haben will und nicht bereit ist, die ursächlichen Einflüsse zu hinterfragen und zu ändern, kann keine nachhaltige Heilung erwarten.
Was können an Heuschnupfen Betroffene tun? Die Symptome sind häufig mit einer Nahrungsmittelallergie verbunden. Erfahrungen belegen, dass eine Wende erst durch die konsequente Vermeidung tierischer Eiweiße erreicht wurde, vor allem von Molkereiprodukten und Schweinefleisch. Betroffene sollten auch den süßen Versuchungen raffinierten Zuckers und damit angereicherte Produkte meiden, sie belasten Leber und das Darm-Abwehrsystem. Es ist die Kombination von konzentrierten Kohlenhydraten und tierischen Eiweißen, die das Abwehrsystem zur Raserei bringt! Die Allergieneigung kann sich durch die Ernährungsumstellung mildern, so dass viele Nahrungsmittel wieder vertragen werden. Der wichtigste Schritt zur Entgiftung ist die Vermeidung weiterer Zufuhr, was mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln am besten gelingt.
Zu den Verursachern zählen auch Gifte, die in Lösungsmitteln, Insektenvernichtungs-, Holz- und Pflanzenschutzmitteln vorkommen, die das Abwehrsystem zu allergischen Entgleisungen reizen. Auch Amalgam als Quecksilberquelle ist zu beachten! Solche Verursacher spielen zudem eine fatale Rolle beim chronischen Müdigkeitssyndrom, bei Schlafstörungen und Depression.
Was kann der Therapeut tun? Zu empfehlen ist eine so genannte „Herdsanierung“. „Herde“ werden in Unordnung geratene Orte im Organismus genannt, die Fernwirkung entfalten. Die wichtigste Herdsanierung beim Heuschnupfen ist die Sanierung einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Sie gelingt zum Beispiel sehr gut mit einer Luffa-Kur. Ein wässriger Auszug der Luffa-Gurke wird in regelmäßigen Abständen in die Nase geträufelt, dies löst eine enorme Sekretion aus, in deren Verlauf nicht nur das ortsständige, schleimhautgebundene Abwehrsystem angeregt wird, sondern auch die übergeordnete Abwehr aufbaut. Gute Erfahrungen werden auch mit der Klassischen Homöopathie, mit Akupunktur und Eigenblutzubereitung erzielt.
Die Naturheilkunde arbeitet also bei Heuschnupfensymptomen erfolgreich über die Ernährungsumstellung, Herdsanierung und Ausleitung; damit begegnet sie der immunologischen Fehlsteuerung und erreicht in geübten Händen oft weitgehende bis völlige Beschwerdefreiheit. Kreislauf anregende Kneippverfahren können den Heilanreiz verstärken. Um die natürlichen Ausscheidungswege zu unterstützen, sollen wir viel reines Wasser trinken, schwitzen und für regelmäßigen Stuhlgang sorgen.
Arno Thaller, Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, Vizepräsident des Deutschen Naturheilbundes, hält vertiefende Informationen bereit unter www.naturheilbund.de, Presseforum.
Bild-Anlage: Foto Arno Thaller
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