Es gibt jenseits der zwölf klassischen noch andere Schüßler-Salze, die man therapeutisch einsetzen kann. Wir stellen sie in einer Serie vor.

Von Dr. phil. Rosina Sonnenschmidt

In unserer Sommerausgabe DNB Impulse haben wir schon in Teil 1 erfahren, dass fast alle Baustoffe lebendiger Organismen dank guter Mikroskope entdeckt wurden. Im Laufe dieser Entdeckungen wurde allerdings auch klar, dass zum einen alle Stoffe beziehungsweise Mineralien miteinander vernetzt sind und eine perfekte Synergie bilden. Zum andern entdeckte man immer feinere Stoffe, so genannte Spurenelemente, die tatsächlich nur in äußerst geringer Konzentration vorkommen.

Das Wunderbare daran ist, dass hier die Qualität vor der Quantität Vorrang hat. Man kann sich das wie ein kleines Räderwerk vorstellen, das bekanntlich sehr empfindlich auf Sand im Getriebe reagiert. So ist es auch in unserem Körper. Die reichlich vorhandenen Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Natrium oder Magnesium haben Reserven, die Spurenelemente nicht. Entweder sie sind vorhanden oder nicht und das hat, wie die Praxis zeigt, weitreichende Folgen, weil nach und nach das gesamte Getriebe leidet und die meisten Therapeuten bei den Symptomen buchstäblich hängen bleiben und nicht die Ursache erkennen.

Jeder Mensch hat in sich Spuren des edelsten Metalls Gold. Im übertragenen Sinne können wir fragen: Was mache ich aus dem Gold, aus dem kostbarsten mineralischen Schatz? Verwirkliche ich die Würde, den edlen Glanz, indem ich meine positiven Potenziale verwirkliche? Oder fröne ich dem Materialismus, der Habgier und betreibe Raubbau mit meinem Körper – so wie das auch im großen Maßstab bei der Goldschürfung geschieht? Mit Hilfe von Quecksilber wird die Natur auf Jahrzehnte vergiftet, werden Arbeiter geschunden, um das rare Gold aus dem Gestein zu waschen. Am Gold hängt Elend oder königliche Würde. Jeder hat die Wahl.

Die chemische Verbindung Chlorgoldnatrium, in der Homöopathie Aurum chloratum natronatum genannt, ist ein großartiges Mineralsalz zum Thema Lebensrhythmus. Es wirkt insbesondere auf die Bildung des Schlafhormons Melatonin in der Epiphyse und reguliert den Wach- und Schlafrhythmus. Zudem wirkt es auf Herz und Kreislauf und auf die Keimdrüsen.

Symptomatik:

Gefäßerkrankungen, Schlafstörungen. Bei Frauen: Endometriose, Eierstock- und -Uterusentzündungen.

Antlitz- und Körperzeichen:

Rundrücken, erschöpfter Gesichtsausdruck, Schildkrötenhals. Schwache Sexualorgane beim Mann, Uterussenkung bei der Frau.

Wesen, Verhaltensweisen:

Workaholic, materialistische Lebenseinstellung, Depression, fehlender Ausgleich zur Arbeit, -Bewegungsmangel, Verlust von Körpergefühl.

Therapeutische Maßnahmen:

Schöpferischer Selbstausdruck, Lebensrhythmus Arbeit – Muße erarbeiten, rhythmische Bewegung wie zum Beispiel Wandern, Laufen, Radfahren, schwimmen, Tanzen. Ritual: Ich schaue wohlgefällig auf meine Werke.

Dr. Rosina Sonnenschmidt ist international renommierte Homöopathin und Autorin von über 50 Fachbüchern. Ihr Wissen gibt sie zudem in Fachfortbildungen und Kursen weiter.
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