Im nächsten Jahr:

200 Jahre erste Kaltwasserheilanstalt der Welt

Im Frühjahr 1822 begann Vinzenz Prießnitz, schlesischer Wasserheiler und Gründervater des Naturheilbundes, sein Elternhaus umzubauen, um darin mehr Platz zu haben, die Menschen zu behandeln, die seit ein paar Jahren zu dem damals erst 23-jährigen „Wasserdoktor“ pilgerten. Dabei kam es zum Abriss des alten Holzhauses, bei dem Prießnitz und genesene Patienten selbst das Material herbeischafften und Hand anlegten. In einem der unteren Räume baute Prießnitz eine große hölzerne Wanne ein, zu der eine Wasserleitung führte. Ohne diese Maßnahme einschätzen zu können, war damit die erste
medizinische Wasserheilanstalt der Welt entstanden! Natürlich gab es bereits Badeanstalten, Diese beschränkten sich
aber alle auf den diätetischen, sparsamen Gebrauch des Wassers und dienten nicht zu Heilverfahren in einer von Prießnitz angewandten Form.

Auch heute noch ist Laszne Jesenik ein bekannter Badekurort am Rande des Altvatergebirges in Tschechien und der Naturheilbund steht in gutem Kontakt und regem Austausch mit dem dortigen Sanatorium und der Priessnitz AG, zum Beispiel durch regelmäßige Gesundheitsreisen und Teilnahme an den jährlichen Prießnitz-Kongressen.
Es liegt nahe, dass auch im kommenden Jahr das Jubiläum gemeinsam gewürdigt wird.

So möchte der Deutsche Naturheilbund das kommende Jahr und insbesondere den „Tag der Naturheilkunde“ dem Jubiläum 200 Jahre moderne Hydrotherapie nach Prießnitz widmen. Länderübergreifende Veranstaltungen in Tschechien, Deutschland und weiteren europäischen Ländern, die heute noch die Tradition von Vinzenz Prießnitz ehren, sind geplant.
Sabine Neff , DNB-Bundesgeschäftsführerin