Ein herausragendes Ereignis für eine ganze Region

Am Wochenende vom 5. Bis 7. April 2019 fand unter der Schirmherrschaft des Landrats vom Ostalbkreis Klaus Pavel bereits die vierte Auflage der Mutlanger Naturheiltage statt. Das Motto lautete: „Natürlich gesund in einer Welt voller Anforderungen“, das der Freundeskreis Naturheilkunde Mutlangen unter dem Vorsitzenden Harald Welzel festlegte.

Zum Auftakt der Veranstaltung im Mutlanger Forum erklärte Harald Welzel: „Naturheilkunde ist der Weg zu mir. Was andere von außen erwarten, muss von innen, aus mir selbst kommen.“ Im Sinne einer ganzheitlichen menschlichen Medizin überzeugte Dr. rer. medic Anna Paul von der Carstens-Stiftung – Natur und Medizin e.V. mit ihrem Impulsvortrag „Die Kraft der Selbstheilung“ vor nahezu 400 Gästen am Eröffnungsabend. Die persönlichen Grußworte des Landrats und der Bürgermeisterin Stephanie Eßwein bekräftigten die gesellschaftliche Bedeutung dieser Veranstaltung und ihren Stellenwert in der gesamten Region.

Samstag und Sonntag strömten mindestens 3500 Besucher zu den 45 Vorträgen und den 51 Ausstellern ins geräumige Forum und ins benachbarte Franziskus-Gymnasium. Mit Ausnahme der Auftaktveranstaltung war der Eintritt an beiden Tagen frei. Der Freundeskreis legte bei der Auswahl der Referenten und dem Themenbogen der Vorträge das Augenmerk auf Qualität und bei den Ausstellern auf Vielfalt der gesundheitlichen Produkt- und Dienstleistungsangebote. Das wurde durch den Besucherstrom honoriert. „Es hat nur so gewimmelt“ beobachtete Welzel. Auch die Aussteller freuten sich über den dauerhaften Zustrom und lobten das Flair der Veranstaltung; von ihnen gab es nur lobende Worte und bereits viele Anmeldungen für die nächsten Naturheiltage. Für das leibliche Wohl sorgten befreundete Vereine auf eigene Rechnung, die logistisch und in der Menge, Auswahl und Qualität die Besucher voll zufriedenstellten.

Positiv auffallend war die begleitende Berichterstattung der regionalen Presse im Ostalbkreis. Dadurch erfuhr die Öffentlichkeit von der selbstlosen Leistung und gemeinnützigen Arbeit des Vereins und seiner engagierten Mitglieder, wovon die Gesellschaft insgesamt profitiert. Laut Umfragen wünschen etwa drei Viertel der Bevölkerung mehr Naturheilverfahren im Gesundheitswesen. Vereine wie der Freundeskreis Naturheilkunde Mutlangen leisten immer wieder bewundernswerte Pionierarbeit – das durfte ich als Vertreter des Deutschen Naturheilbundes mit großem Respekt vor Ort selbst erleben.

Text von Alois Sauer, DNB-Ehrenpräsident

Kompletter Wechsel des Vorstands beim Naturheilverein Bad Nauheim-Bad Vilbel e.V.

Die Mitgliederversammlung am 5. April 2019 des Naturheilvereins Bad Nauheim-Bad Vilbel e.V. in den Vereinsräumen in Bad Nauheim wird in die Vereinsgeschichte eingehen: Die bisherigen Vorstandsmitglieder Lutz Fiedler, Petra Hellmeck, Angelika Körner, Silke Mithoff und Wolfgang Schaller kandidierten nicht wieder. Wer „Knatsch“ vermutet, liegt falsch: Bei allen Personen gab es wichtige persönliche Gründe und eine vor allem bei Petra Hellmeck und Wolfgang Schaller jahrzehntelange Vereinsstätigkeit, oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Alle waren sich auch klar darüber, dass angesichts zurückgehender Besucherzahlen bei den Veranstaltungen und eines Mitgliederrückgangs von ca. 1.000 auf aktuell 876  bei der Auswahl der Themen und der Ansprache von Zielgruppen Veränderungen notwendig wären. Es wäre Zeit, dass etwas Neues käme!

Die Bedeutung der Veranstaltung wurde durch einen guten Besuch und die Teilnahme der Präsidentin des Deutschen Naturheilbundes  Nora Laubstein, der Leiterin der Bundesgeschäftsstelle des DNB Sabine Neff und der Redaktionsleiterin der Zeitschrift „Naturarzt“ Verena Ariane Grein betont.

Entsprechend der Tagesordnung gab es u. a. einen Tätigkeitsbericht des Vorstands, einen Finanzbericht und einen Bericht über die Kassenprüfung. Die Finanzlage des Vereins ist nach wie vor gut. So konnten Schatzmeister Wolfgang Schaller und der Vorstand einstimmig entlastet werden. Der Haushaltsplan für 2019 wurde ebenso gebilligt.

Bei dem mit Spannung erwarteten Punkt „Wahl des Vorstandes“ stellten sich folgende Kandidatinnen und Kandidaten vor:

Hazreta Basic aus Bad Nauheim. Ihre Wurzeln liegen in Montenegro, wo man nach wie vor auf die Natur und ihre Heilkraft vertraut. Sie ist Fremdsprachensekretärin und  arbeitete als Assistentin mit Buchhaltungskenntnissen.  Jahrelang war sie im Bereich der Gastronomie sowie im Eventmanagement selbständig. Organisieren, strukturieren und Kommunikation zählt sie zu ihren Stärken.

Hartmut Becker aus Karben ist Unternehmensberater, will die Zielgruppe des Naturheilvereins Bad Nauheim-Bad Vilbel e.V. verjüngen und die „mittleren Lebensjahre“ im Sinne des Naturheilwesens auf einen besseren Weg bringen, weil sie unter vielen Belastungen litten,

Joachim Böhmer aus Bad Nauheim ist App-Entwickler und will den Verein insbesondere in den sozialen Medien besser präsentieren, um deren Potenzial zu nutzen. Er betonte bei seiner Vorstellung, dass in vielen Lebensbereichen die Unsicherheiten größer würden und geeignete Veranstaltungen dem entgegenwirken könnten.

Oda Kuttig aus Schöneck will im Vorstand mitarbeiten und besonders die Bad Vilbeler Belange organisieren und vertreten. (Früher gab es in Bad Vilbel einen eigenen Naturheilverein.)

Patricia Torff  ist seit 1998 Heilpraktikerin in Friedberg mit einer eigenen Praxis für klassische Homöopathie. Auch leitet sie Laien-Seminare sowie Vorträge und Ausbildungen in klassischer Homöopathie für Therapeuten in Deutschland und in der Schweiz. Ihren Schwerpunkt bilden chronische Krankheiten.  Sie ist der Auffassung, dass es wichtig wäre, Jahrtausende altes naturheilkundliches Wissen besonders auch in jungen Familien zu verbreiten.

 Dr. rer. nat. Klaus Zöltzer führt eine Naturheilpraxis in Bad Nauheim. Er möchte sein naturheilkundliches Fachwissen in die Vereinsarbeit einbringen.

Alle sechs Bewerberinnen und Bewerber wurden in geheimer Wahl bestätigt und nahmen die Wahl an.

Nicht nur die Präsidentin des Deutschen Naturheilbundes Nora Laubstein dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern  herzlich für ihre Arbeit und wünschte dem neuen Vorstand sowie dem Naturheilverein Bad Nauheim-Bad Vilbel e.V. als einem der größten in Deutschland viel Erfolg.

Text von Joachim Pollmar

Vollgepackt und doch vielseitig, spannend und im wahrsten Sinne „bewegend“ ging es zu auf der Verbandstagung mit Bundesversammlung.

Start der Bundesversammlung war am Samstagmorgen um 09.00 Uhr in ein Programm, wie es umfangreicher kaum sein könnte. Zu Beginn berichteten Präsident Alois Sauer und Geschäftsstellenleiterin Sabine Neff über die Aktivitäten des Verbandes in den vergangenen beiden Jahren, um dann Schatzmeister Dieter Neutzling das Wort für den Bericht zu den Finanzen zu erteilen. Souverän berichtete dieser über einen insgesamt positiven Haushalt und gutes Vereinsergebnis, wobei er gleichzeitig auf die Notwendigkeit der Stärkung des Ideellen Bereiches hinwies. Kassenprüfer Karl-Heinz Dufrin bescheinigte dem Vorstand und der Bundesgeschäftsstelle eine sorgfältige und gewissenhafte Arbeit, so dass die Entlastung durch die Delegierten erfolgen konnte.
Erster großer Tagesordnungspunkt war die Neufassung der Satzung, an der ein Team rund um Alois Sauer in den letzten beiden Jahren intensiv gearbeitet hatte.

Parallel zur Satzung wurden Verbandsordnungen ausgearbeitet und nun in der Bundesversammlung abschließend besprochen und verabschiedet: Dazu gehörte eine Wahlordnung, Vereinsordnung, Datenschutzordnung, Gruppenordnung und ganz besonders wichtig für die Delegierten der Naturheilvereine: Die Beitragsordnung, die sowohl das Prozedere als auch die Höhe und Gliederung der Beiträge an den Dachverband regelt. Aufgrund der Erläuterungen stimmten die Delegierten einer moderaten Erhöhung der Verbandsabgabe ab dem Jahr 2020 zu. (Genauere Informationen dazu erhalten die Vereine an anderer Stelle).

Am Nachmittag standen dann die Wahlen des Vorstandes, inklusive neuem Präsidenten und Präsidium, sowie der Kassenprüfer auf der Tagesordnung. Gemäß der neu verabschiedeten Wahlordnung führte die bewährte Vereinsvorsitzende des NHV Freudenstadt, Sandra Vieth, als Wahlleiterin durch die Wahlen.

An die Spitze des Verbandes gewählt wurde Nora Laubstein, bislang Präsidiumsmitglied und den Gremien und Delegierten gut bekannt durch ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit in der Gesundheitspolitik auf europäischer Ebene als Präsidentin der ANME e.V. (Association for Natural Medicine in Europe). Nicht mehr wegzudenken aus dem DNB sind die beiden Vize-Präsidentinnen, die beide wiedergewählt wurden: In das Amt der 1. Vize-Präsidentin Ursula Gieringer, die besonders durch ihr Engagement bei den Aktionstagen wertvolle Basisarbeit leistet. Gänzlich andere, sehr wichtige Grundlagenarbeit leistet unsere Prof. Dr. Karin Kraft, Inhaberin des Lehrstuhles für Naturheilkunde an der Universität Rostock, wenn sie die Naturheilkunde und den Deutschen Naturheilbund auf Hochschulebene und in Institutionen vertritt. Auch sie wurde in ihr Amt als 2. Vize-Präsidentin wiedergewählt. Auch die Schriftführerin Cornelia Bornhäusser bleibt dem Vorstand erhalten und sorgt somit weiterhin für korrekte und kompetente Protokollierung der Versammlungen.
Zum großen allseitigen Bedauern stand der Schatzmeister Dieter Neutzling nicht mehr für das Vorstandsamt zur Verfügung. Sein gleichermaßen beherzter wie fachkundiger Einsatz und sein Können im Finanzbereich haben einen wichtigen Anteil daran, dass der DNB wieder finanziell solide dasteht. Erfreulicherweise wird Dieter Neutzling als Präsidiumsmitglied dem neuen „Herren über die Finanzen“ Harald Welzel (1. Vors. Freundeskreis Naturheilkunde Mutlangen) noch zur Seite stehen.
Schriftlich und „en bloc“ gewählt wurde das Präsidium, welches gleichermaßen aus neuen, wie bewährten Mitgliedern besteht, die, jede/r auf seine Weise, sich künftig im Verband einbringen werden: Gert Dorschner (Leiter des Wissenschaftlichen Beirats), Manfred van Treek (NHV Viernheim – mit seinem Fachwissen als Mediziner u.a. mit Vorträgen), Dietmar Ferger (NHV Lörrach – Gesundheitspolitische Aktionen, Foren), Elke Wörfel (NHV Esslingen – Vereinsanliegen) und wie vorgenannt Dieter Neutzling. Kassenprüfer bleiben Wilma Körner und Karl-Heinz Dufrin (NHV Spechbach). Neu in den Wissenschaftlichen Beirat berufen wurden Dr. Rosina Sonnenschmidt und Dr. Klaus Zöltzer.

Mit Applaus bedachte das Plenum die erste Ansprache der neuen Präsidentin Nora Laubstein, die in ihrer strukturierten und humorvollen Art ohne Schwierigkeiten „das Zepter in die Hand“ nahm und den bisherigen Präsidenten Alois Sauer zum Ende der Bundesversammlung noch einmal in den Mittelpunkt stellte. Laudatorin Prof. Karin Kraft würdigte dessen enormes Engagement, zu dem der „Tag der Naturheilkunde“, die „DNB-Ratgeber-Broschüren“, die Entwicklung der „DNB-Berater-Ausbildung“ und „DNBimpulse“ und vieles mehr gehören. Keine Frage, dass Alois Sauer anschließend zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.

In das Aktionsthema 2019 – „Die Heilkraft der Bewegung“ führte am späten Nachmittag die 1. Vize-Präsidentin Ursula Gieringer mit ihrem Pilotvortrag ein. Anschaulich berichtete sie, wie sich doch innerhalb weniger Jahre die täglich von Menschen zu Fuß zurückgelegte Wegstrecke von 20 Kilometern auf unter tausend Meter reduziert habe und welche enormen gesundheitlichen Nachteile unser Bewegungsmangel mit sich bringt. Aufgewachsen als „Waldkind“ plädierte die Studienleiterin dafür, wieder mehr Zeit in der Natur zu verbringen und eine Sportart zu wählen, die einem Spass mache – jede zusätzliche Bewegung, sei es Treppen steigen, Gartenarbeit oder Fahrrad fahren, bringe schon etwas. Welche Vorteile die Teilnahme am Aktionstag zur Bewegung den Vereinen bringt, wurde anschließend kurz erläutert. Die Aktiontagsunterlagen und alle Informationen dazu gehen auch noch per Post an alle Vereine. Abgerundet wurde der Tag durch einen kurzen Austausch mit der Präsidentin Nora Laubstein, den die Delegierten gerne wahrnahmen, um ins Gespräch mit der neuen Führung des Naturheilbundes zu kommen.

Brisant und hoch spannend begann der Sonntagmorgen mit dem Gastreferenten Dr. Wolf Bergmann und seinem Vortrag „Das Internet der Dinge? Das Netz des Lebens stärken! Warum ein Moratorium Stopp 5G lebenswichtig ist“. Die erschreckenden Fakten von 5G waren den wenigsten Delegierten so bekannt: So sollen – möglichst flächendeckend – in Deutschland mehrere hunderttausend neue Mobilfunk-Sendeanlagen gebaut werden (im 100 Meter-Abstand?) mit vielfach höheren Frequenzen und Strahlungsbelastung wie bisher, verbunden mit dem Abholzen vieler Bäume, die im Wege stehen, weiterer Klimabelastung und Ausbeutung durch den steigenden Bedarf an Energie und dem Abbau der seltenen Erden. Ganz zu schweigen von den zu erwartenden Gesundheitsschäden, die Dr. Bergmann mit Studien und Beispielen belegte. So herrschte am Ende des Vortrages Betroffenheit und Einigkeit, hier aktiv werden zu müssen. Nähere Informationen und Möglichkeiten, etwas zu tun, finden Sie z.B. hier: www.diagnose-funk.org.

Luftsprünge machen für die Gesundheit – das konnten die Delegierten anschließend mit dem nächsten Referenten, dem Physiotherapeuten Jonas Beuke, der mit acht bellicon-Trampolinen angereist war und nach einer kurzen Einführung Mutige aufs Trampolin bat. Bei rhythmischer Musik und mit einem Lächeln im Gesicht, spürten alle auf dem bellicon-Trampolin schon nach wenigen Minuten, wie effektiv und vielseitig dieses Bewegungsgerät eingesetzt werden kann. Da bellicon neuer Premiumpartner des DNB ist, wird es weitere Möglichkeiten für unsere Vereine und deren Mitglieder geben, auch die gesundheitlichen Vorteile kennenzulernen. Von denen ist übrigens unser Leiter des Wissenschaftlichen Beirats, Gert Dorschner, seit Jahren überzeugt: „Trampolin hüpfen wirkt gegen Demenz, fördert die Durchblutung, beugt Osteoporose und Arthrose effektiv vor und erhält Aktivität und Vitalität“ Wer noch Fragen hatte, konnte diese anschließend dem Wissenschaftlichen Beirat stellen, was auch rege genutzt wurde. So gab es zum Beispiel viele Fragen und Lösungsansätze zum aktuellen Impfthema.

Zum Ende der Jahrestagung bedankte sich Präsidentin Nora Laubstein bei allen Teilnehmer/innen für die gelungene, harmonische Veranstaltung und lud herzlich zur Jahrestagung im kommenden Jahr ein, die am 28. März 2020 erstmals am Sitz der Bundesgeschäftsstelle im Schloss Bauschlott statt finden wird.
Doch zuvor treffen wir uns dort zum Jubiläumskongress 130 Jahre Deutscher Naturheilbund am 07. und 08. September 2019.

Text von Sabine Neff, DNB-Verbandsgeschäftsführung

Ein sehr informativer und unterhaltsamer Jahresbericht von der ersten Vorsitzenden Hanne Christ-Zimmermann führte den  24 Besucherinnen der Jahreshauptversammlung die Essenz der einzelnen Vorträge, Veranstaltungen und sonstigen Aktionen  des Jahres 2018 vor Augen. Wilma Körner als Kassenwartin stellte das großartige Zahlenwerk  vor.

Bei den anstehenden Wahlen wurden Wilma Körner als Kassenwartin  und  Hanne Christ-Zimmermann als erste Vorsitzende  in ihren Ämtern klar bestätigt.

Der Beschluss und die Abstimmung zur Beitragserhöhung ab dem 1.1.2020 ging problemlos über die Bühne.
Es wurde den Mitgliedern erklärt, dass die Zeitschrift  „Naturarzt“ teurer wird und zwar von bisher 1,85 Euro pro Monat pro Mitglied auf 2,10. Auch der bisherige Bundesbeitrag von 0,90 Euro pro Mitglied pro Monat wird  auf
1,25 Euro erhöht.  Den meisten Mitgliedern war nicht klar, dass von ihren Beiträgen bisher 2,75 Euro monatlich an den Dachverband gehen und ab dem 1.1.2020   3,35 Euro. Deshalb  haben wir unseren NHV- Monatsbeitrag  von
3,50 Euro um 1 Euro monatlich pro Mitglied erhöht. Es wurden dann noch verschiedene Termine angesprochen, im besonderen der Naturheiltag, der für uns hier in Spechbach  am Sonntag, dem 15.9.2019 stattfindet mit dem Thema „Die Heilkraft der Bewegung.“ Hierfür  ist auch schon einiges im Vorfeld organisiert worden.

Unter Punkt verschiedenes wurde den Mitgliedern unter anderem bekanntgegeben, dass auf Grund der Wartung und der Aktualisierung unserer Homepage  entschieden wurde, das Adressenverzeichnis für Gesundheit und Wohlbefinden zu streichen. Dieses hatte 10 Jahre lang  seine Berechtigung. Seine Umsetzung wurde jedoch  durch den plötzlichen Tod unseres Helfers Rüdiger Werling  zunehmend schwerer und teurer für uns. Es wurde darüber abgestimmt, dass die Eintrittspreise für die Vorträge ab dem 1.9.2019  von 3 auf 5 Euro erhöht werden und für Gäste von 5 Euro auf 7 Euro.

Ganz zum Schluss wurde noch ein Vorschlag eines Mitglieds vorgestellt. Es wurde lebhaft darüber diskutiert, in wie weit wir uns einbringen können in die verschiedenen Aktionen zum Thema „Wildblumenwiesen“  und  damit einhergehend für den  Schutz der Bienen- und  Insekten.  Hier ist eine Zusammenarbeit mit dem Naturpark Neckartal/ Odenwald  oder mit dem NABU möglich.

Text von Hanne  Christ-Zimmermann, 1. Vorsitzende des NHV Spechbach und  Umgebung

Der Vortrag der Heilpraktikerin Rita Modler aus Mannheim (www.praxisRitamodler.de) brachte uns viel Neues über die naturheilkundliche Anwendung der Blutegel.

Schon in der Antike kannte und nutze man die Heilkräfte der Blutegel. Berühmte Ärzte wie Galen und Avicenna, später Hufeland, Morawitz, Bottenberg und viele andere nutzten die kleinen Sauger, um krankmachende Körpersäfte zu entziehen und so den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Anfang des 19. Jahrhunderts kam es zu einer regelrechten Blutegel-Euphorie und somit auch zu Übertreibungen, die den Egel dann ungerechterweise in Verruf brachten.

Seit einigen Jahren findet er immer mehr Beachtung. Nicht nur in der Naturheilkunde sondern auch in der Schulmedizin hat er Einzug gehalten. In Kliniken in Essen und in Berlin werden Blutegel bei Arthrose mit Erfolg angewendet. Nicht nur die Beweglichkeit besserte sich, viele Patienten konnten sogar auf Schmerzmittel verzichten. In der Unfallchirurgie kommt es nach Gewebstransplantationen zu weniger Abstoßungen, wenn Blutegel in die Nähe der Wunde gesetzt werden. Klassisch ist der Einsatz bei Krampfadern.

An der Stelle wo die Blutegel angesetzt werden, bleiben sie sitzen, saugen sich fest und fallen erst ab, wenn sie satt sind. Dies dauert im Durchschnitt 1-2 Stunden. Die anschließende sanfte Blutung dauert einige Stunden und ist so wichtig wie der Egel selbst (sanfter Aderlass).

Die Heilung erfolgt durch den enormen Wirkungscocktail im Sputum der Tiere. Es sind ungefähr 150 Substanzen, davon sind ca. 20 erforscht, darunter das bekannte Hirudin, welches die Fließeigenschaft des Blutes erhöht und sogar bestehende Verklumpungen auflösen kann.

Weiter Stoffe wirken entzündungshemmend, reinigend und schmerzlindernd. Diese Eigenschaften dienen nicht nur der Prophylaxe von z. B. Schlaganfall und Herzinfarkt, sondern auch der Behandlung verschiedener Arten von Durchblutungsstörungen.

Erfolgreich ist der Einsatz bei Tinnitus, Neuralgien, Abszessen, Gürtelrose, Narbenwucherungen, schlecht heilenden Wunden, Migräne, Krampfadern, Arthrosen, Rhizarthrose, Wechseljahrsbeschwerden, Hypertonie um nur einige zu nennen.

Bei körperlich Schwachen, Blutern und Marcumar- oder Pradaxa-Einnahme können keine Egel gesetzt werden. ASS kann 3 Tage vorher abgesetzt werden.

Die Therapeutin bezieht die Tiere aus einer medizinischen Blutegel-Zucht in Potsdam. Nach dem Saugen sind die Tiere über 1 Jahr lang satt. Sie werden nur einmal verwendet. Sie nehmen bis zum 10fachen des eigenen Körpergewichts an Blut auf.

Frau Modler therapiert seit über 35 Jahren mit den Egeln und ist immer wieder von dem Resultat begeistert. Sie möchte die Tierchen nicht mehr missen. Es ist auch schön immer wieder mitzuerleben, wie das anfängliche Misstrauen oder die Abneigung der Patienten gegen die Egel nach der ersten Sitzung verschwunden ist.

Die Kosten der Behandlung richten sich nach der Anzahl der Blutegel.

Insgesamt ist es eine kostengünstige und sanfte Therapie mit hohem Nutzen!

Text von Josef Gieringer, Schriftführer des NHV HD e. V.

 

NHV Chemnitz aktiv im 151. Vereinsjahr

 

Bereits Ende Februar wurde beim Naturheilverein Chemnitz auf der Hauptversammlung der Vorstand für die neue Amtsperiode gewählt. Unter dem Vorsitz von Andrea Wurm (1.Vors.) und Heinz Klötzner (2.Vors.) fand sich ein Team aus bewährten und neuen Amtsträgern zusammen.

Insgesamt sei der Verein auf einem guten Weg, stärker zu werden und verbuche auch immer wieder neue Mitglieder, so der ehemalige Vorsitzende Lothar Sippel.

Text + Bild: Lothar Sippel, NHV Chemnitz

Im Bild: Martina Schreiber, Heinz Klötzner (2. Vors.), Brigitte Nieft, Andrea Wurm (1. Vors.), Simone Günther, Wolfgang Hausdorf (von links)

 

 

Bäume bilden die Grundlage des Lebens auf dieser Erde und so verwundert es nicht, dass unsere Vorfahren vom Lebensbaum ihre Philosophie, wie auch ihr Wissen um Heilung ableiteten. Der Homöopath und Astrologe Uwe Alt stellte den Baum als Heilwesen vor und erläuterte die enge Verbindung zu uns Menschen. In vergangenen Zeiten war es zum Beispiel üblich, bei der Geburt eines Mädchens einen Walnussbaum zu pflanzen und die Nachgeburt in das Pflanzloch zu geben. So wurde eine enge Beziehung zwischen der Person und dem Baum hergestellt und man sagte, der Baum trüge auch nur so lange Früchte, solange die Bezugsperson lebt.

Anhand von Bildern stieg Alt in die mythologisch-religösen Umdeutungen von Baumkulten (heiligen Bäumen) ein und erläuterte das weit verbreiterte Mythenmotiv des Weltenbaumes. Dieser gehöre zur  Mythologie vieler Völker und sei ein altes Symbol der kosmischen Ordnung. Er stehe als Weltachse im Zentrum der Welt. Seine Wurzeln reichen tief in die Erde und seine Wipfel berühren oder tragen den Himmel. Somit verbinde er die drei Ebenen Himmel, Erde und Unterwelt.

Auch auf  „Das geheime Leben der Bäume“, von dem der Bestseller-Autor Peter Wohlleben berichtet, ging Uwe Alt kurz ein: Bäume kommunizieren untereinander und auch mit den Menschen. Bäume geben bioaktive Substanzen ab, die wir während des Waldspazierganges durch die Atmung und Haut aufnehmen. Diese Abwehr stärkenden Stoffe des Waldes tun unserer Gesundheit gut: Ein einziger Tag im Wald steigert die Zahl der Killerzellen im Blut um 40% und der positive Effekt hält bis zu einer Woche an. Außerdem wird das Immunsystem gestärkt, der Blutdruck gesenkt und Ängste und Depressionen gelindert, wie bereits im Jahr 2004 von japanischen Wissenschaftlern der Uni Tokio belegt wurde.

 

Sabine Neff
Freundeskreis Naturheilkunde im Schloss e.V.

 

 

Vom 29. bis 31. März findet die DNB-Jahrestagung für die bundesweit anreisenden Vereinsvorstände, Mitglieder und DNB-Gremien -wie gewohnt- im schönen Flair-Parkhotel Ilshofen statt.

In diesem Jahr stehen in der Bundesversammlung am Samstag wichtige Entscheidungen im Verband an,  es werden Wahlen des Vorstandes und Präsidiums stattfinden.

Der spätere Samstagnachmittag ist wieder den Aktionstagen gewidmet – Vize-Präsidentin Ursula Gieringer referiert zum Jahresthema 2019: „Die Heilkraft der Bewegung“ und anschließend erhalten die Vereine praktische Tipps und Hinweise zur Umsetzung der Aktionstage in Ihrem Vereinen. Am Sonntagmorgen widmen sich die Teilnehmer/innen zuerst  der wichtigen Thematik: „Umweltbelastungen durch Elektrosmog“ und hören dazu Dr. Wolf Bermann mit seinem Vortrag „Das Internet der Dinge? – Das Netz des Lebens stärken! Warum ein Moratorium Stopp 5 G lebenswichtig ist.“  Im Anschluss daran steht -wie gewohnt- der Wissenschaftliche Beirat für Fragen der Anwesenden zur Verfügung.

Bei Interesse an einer Teilnahme an der Jahrestagung/Bundesversammlung wenden Sie sich bitte an unsere Bundesgeschäftsstelle.

Sabine Neff
Leitung DNB-Bundesgeschäftsstelle