Wieder haben sich einige Mitglieder des NHV Viernheim, Weinheim und Umgebung im Kloster Muotathal eingefunden, um miteinander zu wandern und eine Woche lang eine Gemeinschaft auf Zeit zu leben. Einige davon kamen bereits zum zweiten oder gar zum dritten Mal. Die Altersspanne zwischen 26 und 84 Jahren versprach ein spannendes Unterfangen… Muotathal liegt am Ende eines lang gestreckten Tales in der Nähe vom Vierwaldstättersee, da wo die Schweiz vielleicht am urtümlichsten ist: ein rauschender Fluss zum Kanufahren, ein weites Tal zum Spazieren, auf beiden Seiten steile grüne Berghänge bis hinauf zu den felsigen Bergspitzen. Kristallklare Bergseen und ionisierende Wasserfälle sind fußläufig oder mit Auto bzw. Seilbahn zu erreichen. Man sagt, die Kloster-Kapelle habe über 18 000 Bovis-Einheiten. Gute Schwingungen waren also vorprogrammiert.

Die jeweiligen Touren wurden beim Frühstück festgelegt, je nach Wetter, Kondition, Lust und Laune. Die Wanderungen im Bereich der SAC-Wanderskala T1 (gelbe Markierung) und T2 (rot-weiss-rot) waren unterschiedlich anspruchsvoll, aber bei mancher kleinen Rast belohnten grandiose Ausblicke auf ein atemberaubendes Bergpanorama jede Anstrengung. Auch eine Alpkäserei konnte besucht werden und an einem Regentag das Hölloch, der erschlossene Teil des mit über 200 km größten Höhlensystems Europas. Am späten Nachmittag bereiteten viele helfenden Hände die vegetarischen Hauptmahlzeiten zu und nach dem Essen luden die Schwestern zu einem Singabend ein, mal gab es ein kleines privates Orgelkonzert, auch Spiele oder einfach nur Gesprächsrunden über gesellschaftliche oder spirituelle Themen.

Nach dieser intensiven Zeit fiel der Abschied nicht nur vom „Täli“ schwer, sondern auch von der über die Tage zusammengewachsenen Gruppe. Kein Wunder, dass man nachher noch über einen Chat Fotos sowie eine Einladung zum Sommerfest bekam oder sich schon für ein nächstes Mal verabredete.

Auf www.kammerdinner.ch/muotathal gibt es viele schöne Fotos und weitere Infos zu den Wanderwochen im Sommer. Und für den Herbst ist wieder eine Scheinfasten-Wanderwoche mit einer Ernährungstherapeutin geplant.

Ingelore Bonfert

www.naturheilverein-viernheim.de

Tel: 06209 7974510

Als Publikumsmagnet entpuppte sich der Vortrag von Wolfgang Spiller aus Villingen zum Thema Fehlfunktionen der Schilddrüse natürlich behandeln. Der ausgebildete Krankenpfleger ist seit über 40 Jahren als Heilpraktiker tätig ist. Er ist Gründer der „Schwarzwaldklinik“ und Mitglied der Freiburger Gesellschaft für Mikroimmunologie.

„Es freut mich, dass unsere Vortragsreihe so gut startet!“ Mit diesen Worten begrüßte Harald Welzel, der Vorsitzende des Freundeskreises Naturheilkunde, die vielen Gäste im Konferenzsaal des Stauferklinikums. Ein volles Haus bedeutet auch, dass das Thema ein breites Publikum anspricht und Informationsbedarf besteht. Und das wurde besonders am Schluss deutlich, als viele gezielte Fragen an den Referenten gestellt wurden. Die wichtigste Aussage Spillers lautete: Eine geschwächte Schilddrüse kann sich mit der richtigen Therapie auch wieder erholen!

Die Schilddrüse ist eine lebenswichtige Hormondrüse. Sie spielt eine große Rolle für Stoffwechsel, Zellwachstum, Zellenergie und Reifung des Körpers. Sie kann nicht für sich allein betrachtet werden, sondern ist eingebettet in ein komplexes System. In der Schilddrüse werden die Hormone T3 und T4, gebildet. Diese werden auf Vorrat hergestellt, gespeichert und bei Bedarf in ihrer freien Form ins Blut abgegeben. Ein drittes Hormon ist das Kalzitonin, das den Kalzium-Spiegel im Blut reguliert. Eine Unterfunktion macht sich durch viele Beschwerden bemerkbar. Eine kleine Auswahl: Müdigkeit, Gewichtszunahme, morgendliche Kopfschmerzen, Depressionen, Infektanfälligkeit, juckende Haut usw.

Bei einer Blutuntersuchung wird in der in der Regel nur der TSH-Wert bestimmt. Das lässt aber keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Erkrankung zu. Trotzdem heißt die Standarttherapie: Einnahme des Schilddrüsenhormons Thyroxin. Doch erst genauere Untersuchungen zeigen die Gründe der Fehlfunktion. Oft sind Infektionen die Ursache. Ebenso können Impfungen, Störungen des Mineralhaushalts, Vitamin D3- Mangel oder Hormonschwankungen die Schilddrüse beeinträchtigen. Nicht zu vergessen: Leber und Darm. Es macht also Sinn diese Ursachen zu behandeln! Die Diagnostik erfolgt zunächst durch labormedizinische Untersuchungen. Je nach Befund bieten sich dann unterschiedliche Therapien an. Ernährung, Stressabbau, orthomolekulare und immunologische Produkte spielen hier eine Rolle. In bestimmten Fällen ist natürlich auch die Einnahme von Thyroxin angebracht – aber eben nicht immer!

 

35 Interessierte folgten der Einladung des Freundeskreises Naturheilkunde in Mutlangen zu einem Vortrag über die Aromatherapie – die duftende Hausapotheke für Körper, Seele und Geist. Im Stauferklinikum gab der Aromafachberater Michael Neuhauser von der Lebelavanda Akademie aus Neresheim-Elchingen einen Fachvortrag zur Anwendung und Wirkung ätherischer Öle. Neben Vorträgen und Schulungen in Hospizen, in der Altenpflege und Jugendhilfe steht Herr Neuhauser im Ostalbkreis für das Thema Aromapflege und Aromatherapie und erklärt auch Duftlaien die Faszination der konzentrierten Pflanzenkraft. Die Themen des Abends waren vielfältig. So durften die Besucher einzelne Pflanzenprofile kennenlernen und schnuppern, kurz in die Biochemie der Wirkstoffe eintauchen und Unterschiede zwischen synthetischen Aromaölen und 100% naturreinen ätherischen Ölen kennenlernen. Auch die neue Studie der BARMER und AOK „Raumbeduftung in der Pflege“, hatte er dabei. Große Beachtung legte der Fachberater auf die Qualität, Herkunft, nachhaltiger Anbau und dem sparsamen Einsatz der ätherischen Öle. „Wichtig ist, dass man sich nicht von angeblichen Beratern, welche fünf YouTube-Videos angeschaut haben, dazu drängen lässt, teure ätherische Öle zu kaufen, oder sogar ein monatliches Abonnement abzuschließen“, so Neuhauser.

Neben Einzelölen und Duftmischungen stellte Michael Neuhauser Hydrolate (Pflanzenwässer), Basisöle wie z.B. Mandel- und Jojobaöl, sowie Möglichkeiten der Raumbeduftung anhand von Vernebler oder Raumsprays vor. Die komplette Vielfalt der Nutzung ätherischer Öle war an diesem gegeben. Auch nach dem Vortrag war der Wissensdurst der Besucher noch nicht gestillt. Wer weitere Fragen zum Umgang mit ätherischen Ölen oder zu Weiterbildungen hat, kann mit Michael Neuhauser gern Kontakt aufnehmen: kontakt@lebelavanda.de oder unter 0176 24932223.

Der Naturheilverein Esslingen hatte am 21. März Frau Cristina Leser von der Casa Medica in  Elztal-Dallau mit ihrem interessanten Vortrag zur gesundheitlichen Wirkung der Quellwasser-Dauerbrause zu Besuch. Frau Leser ist seit 2006 Leiterin und Inhaberin des Casa Medica Gesundheitszentrums.  Sie führte ihre zahlreichen Zuhörer erstmal in die 60-jährige Geschichte der Dauerbrause ein. Dr. Friedrich Dorschner nutzte 1963 zum ersten Mal das Wasser der Danter Quelle in Dallau für die Anwendung der Dauerbrause.  Frau Leser berichtete wie dieses sanfte, aber intensiv wirksame Verfahren entdeckt wurde, wie es wirkt und wie es noch immer erfolgreich eingesetzt wird. Bis heute bietet die Casa Medica diese weltweit einmalige Quellwasser-Dauerbrause an. Die Wirkung der Dauerbrause wird auch als wahrer Jungbrunnen bezeichnet. Durch verschiedene Belastungen wie falsche Ernährung, Rauchen, mangelnde Bewegung usw. können sich in unserem Bindegewebe Verunreinigungen, Verhärtungen und Stoffwechselabfallprodukte ablagern. Somit wird die Versorgung der einzelnen Körperzellen behindert. Der warme Wasserstrahl bewirkt neben der schonenden Massage eine tiefgreifende Reinigung des Bindegewebes. Die Faszien werden druckfrei massiert und der Lymphfluss auf angenehme Weise intensiviert. Dadurch wird die Versorgung der Körperzellen verbessert und die Leistungsfähigkeit wieder hergestellt. Der Körper wird entschlackt, der Stoffwechsel wird angeregt und das Immunsystem gestärkt. Im weiteren Verlauf des Vortrags erläuterte Frau Leser eindrücklich die Funktionsweise unseres autonomen Nervensystems. Das autonome Nervensystem ist dafür verantwortlich ob wir uns entspannt und in Sicherheit fühlen oder gestresst sind und in einer Art Daueralarmzustand durchs Leben hetzen. Wir können bewusst in diesen selbstregulierenden Prozess eingreifen. Das ganzheitliche Gesundheitskonzept in der Casa Medica kombiniert die Quellwasser-Dauerbrause und veganer Heilernährung aus dem eigenen Biogarten mit der Wiederherstellung der Balance im autonomen Nervensystem. Die Hausgäste genießen nicht nur die gesundheitlichen Vorteile der Dauerbrause, sie lernen einem Burnout vorzubeugen und Stress wirkungsvoll zu managen. Mit einem herzlichen Dankeschön für diesen tollen Vortrag wurde Frau Leser verabschiedet. Viele Besucher haben nun den festen Vorsatz sich baldmöglichst eine gesundheitliche Auszeit in der Casa Medica zu nehmen.

Elke Wörfel, 1. Vorsitzende NHV Esslingen

Für 2024 hat der Deutsche Naturheilbund ein ganz besonderes Reiseziel ausgewählt. Vom 24. bis 29. September statten wir Dresden und damit dem einstigen Mekka der Naturheilkunde, das auch heute noch ganz viel für uns bietet, einen Besuch ab. Wo die Dresdner Frauenkirche, Semperoper und unermessliche Schätze in Museen zu bestaunen sind, der Dresdner Christstollen® herkommt und das Meissener Porzellan® geboren wurde, gründete sich 1861 die Zeitschrift „Der Wasserfreund“. Aus diesem ging – wiederum in Elbflorenz – „Der Naturarzt“ hervor. Unsere Reise führt nicht nur an die Quellen des Deutschen Naturheilbundes sondern auch zu den faszinierenden Umgebungen wie der Sächsischen Schweiz. Als Reiseleiter konnte ein Dresdner mit Leib und Seele, der Medizinhistoriker und Prießnitz-Medaillenträger Dr. Jürgen Helfricht, gewonnen werden.

Die Hauptstadt des Freistaates Sachsen gilt als von Weinbergen und Wäldern umgebene barocke Perle Europas. Doch Dresden war und ist auch ein Zentrum der Naturheilkunde. Wundertätige Brunnen und die in der Kräuterkunde versierte Kurfürstin Anna (1532 – 1585) bereiteten dafür den Nährboden. In der benachbarten Domstadt Meißen wurde Homöopathie-Gründer Samuel Hahnemann (1755 – 1843) geboren. Unsere vom Gräfenberg ausgehende Bewegung ließ das Elbtal im 19. Jahrhundert zum Mekka alternativer Heilmethoden werden. Dies beweisen Koryphäen der Alternativmedizin und bekannte Sanatorien wie jene von Friedrich Eduard Bilz (1842 – 1922) in Oberlößnitz (heute Radebeul) oder Heinrich Lahmann (1860 – 1905) auf dem Weißen Hirsch. Bis heute gehören die 1904 gegründeten Bombastus-Werke mit ihren Salbei-Feldern zu den Top-Produzenten von Naturheilmitteln. Eine exklusive Führung erwartet uns in dieser Firma. Wo 1912 das Deutsche Hygienemuseum gegründet wurde, forschte seit den 1960er Jahren Universal-Genie Manfred Baron von Ardenne (1907 – 1997) an natürlichen Verfahren zur Bekämpfung der Menschheitsgeißel Krebs. Dessen Sohn und Institutsleiter Dr. Alexander Baron von Ardenne macht die Reiseteilnehmer am Ursprungsort mit den neuesten Ergebnissen der systematischen Krebs-Mehrschritt-Therapie vertraut. Diese wirkt u. a. durch Überzuckerung, Hyperthermie und Sauerstoffanreicherung.

Beim Ausflug auf den Spuren ganz früher Wasserheilanstalten, „Bad Schweizermühle“ (gegründet 1837) und „Königsbrunn“ (gegründet 1846) in der Sächsischen Schweiz, erkunden wir sogar Europas größte Felsenfestung Königstein. Die Rückreise nach Dresden erfolgt per historischem Elbdampfer der ältesten und größten Dampferflotte der Welt. Neben gesundem Wasser und Meißner Wein warten die sächsischen Köstlichkeiten. Wir werden also nicht nur unsere naturheilkundlichen Neugierden befriedigen, sondern auf einzigartige Weise Natur, Kultur & Genuss verknüpfen.

Ohne Appetit geht ein großes Stück Lebensqualität verloren. Denn die Freude über ein lecker zubereitetes Essen ist auch ein Zeichen von Lebenslust. Seit Generationen greifen wir zu Bitterstoffen, um den Appetit anzuregen. Sie fördern die Magensaft- und Speichelsekretion und auf diesem Weg sowohl den Appetit als auch die Verdauung. Daher kommt die Tradition, vor der Hauptmahlzeit einen Aperitif zu nehmen, der ursprünglich eher ein Amaro war, also Bitterstoffe enthielt, damit einem das Wasser im Munde zusammenlaufen möge. Eine ähnliche Tradition hat übrigens auch der Salat vor dem Essen: frühere Salatsorten waren tendenziell bitterstoffhaltiger, denn:

Was bitter dem Mund, ist dem Magen gesund
Natürlich gilt diese Weisheit nicht immer. Schließlich sollen uns unsere Geschmacksknospen durch die intuitive Ablehnung gegenüber Bitterkeit auch schützen, denn viele Gifte schmecken bitter. Aber: Die bitterste natürliche Substanz wird aus der Enzianwurzel gewonnen – und diese ist traditionell wesentlicher Bestandteil von verdauungssaftfördernden Aperitifen. Leider sind Bitterstoffe gezielt aus unseren Nahrungsmitteln herausgezüchtet worden. Dadurch hat sich auch unsere Abneigung dagegen verstärkt: Wir sind Bitteres kaum mehr gewöhnt. In unseren Redewendungen finden sich viele Weisheiten über den Zusammenhang von Appetit und Gesundheit. Ein weiteres Beispiel:

Da bleibt einem doch glatt die Spucke weg
Wenn uns etwas erzürnt oder wir völlig verblüfft sind, bleibt uns sprichwörtlich die Spucke weg. Das bedeutet: Unser Körper hat anderes zu tun, als sich auf den Verdauungsvorgang vorzubereiten. Gleiches gilt, wenn uns etwas bedrückt oder wenn wir traurig sind – hier vergeht uns im wahrsten Sinne des Wortes der Appetit. Im Umkehrschluss heißt das: Ärger und Stress sind schlechte Begleiter einer gesunden Verdauung. Dabei möge bitte nicht Heißhunger auf Süßes oder auf „Zuviel des Guten“ mit einem gesunden Appetit verwechselt werden.

Bitter: Für gesunden Appetit
Was den gesunden Appetit betrifft, sind Bitterstoffe ideale Regulatoren: Sie regen den Appetit an – aber nur, wenn er fehlt. Menschen, die eher unter Heißhunger-Attacken leiden und lieber weniger essen möchten, brauchen Bitterstoffe nicht zu meiden. Auch bei ihnen kann die Verdauung reguliert werden – ohne zusätzliche Heißhunger-Attacken auszulösen.

Alles eine Frage der Dosis!

Um die Bildung der Verdauungssäfte und damit den Appetit anzuregen, sollten Bitterstoffe in geeigneter Dosierung vor dem Essen eingenommen werden. Im Falle von Amara-Pascoe® Tropfen sind das 15 bis 20 Tropfen, die ca. eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden sollten.
Bärbel Tschech ist Diplom-Biologin bei Pascoe Naturmedizin

Während ich diese Zeilen schreibe, befinden wir uns gerade in der dritten Woche der großen Demonstrationen gegen Rechtsextremismus. Dieser spontane Ausdruck der Unterstützung unserer Demokratie ist hocherfreulich. Allerdings: Die Demokratie wird noch besser durch nachhaltigere Aktionen unterstützt, d.h. durch ehrenamtliches Engagement. Hier kann der Deutsche Naturheilbund (DNB) richtig punkten! Seit über 130 Jahren setzt er sich als Dachverband mit seinen regionalen Vereinen unabhängig, ehrenamtlich und gemeinnützig für die Verbreitung und Anerkennung naturheilkundlichen Wissens ein. Das Angebot für unsere Mitglieder kann sich sehen lassen: Bei den Medien sind es neben der für Mitglieder vergünstigten Zeitschrift „Naturarzt“ die ständig aktualisierte Website, das stetig wachsende naturheilkundlich orientierte DNA-Archiv, die DNB-Reihe “Naturheilkunde schützt und heilt” und die online-Veranstaltung “Zehn vor Halb”. Zur Stärkung der Außenwahrnehmung werden Stellungnahmen zu aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen erarbeitet. Unsere Vereinsvorstände treffen sich jährlich auf der Mitglieder- bzw. Bundesversammlung, und sie erhalten viel Unterstützung durch den DNB, z. B. bei der Vorbereitung des jährlichen Aktionstags/Tag der Naturheilkunde, bei der Organisation von Mitgliederversammlungen und lokalen Veranstaltungen sowie bei Rechtsfragen einschließlich Neugründungen oder Verschmelzungen. Für alle Mitglieder gibt es zudem die Ausbildung zum Naturheilkundeberater DNB® und die DNB-Gesundheitswoche, die dieses Jahr in Dresden stattfindet.
Machen Sie mit, werden Sie aktiv!

Prof. Dr. med. Karin Kraft

PolitikerInnen wissen es längst: Die Demokratie wird durch ehrenamtliches Engagement stark unterstützt. Tatsächlich sind in Deutschland derzeit ca. 37 % der Menschen ehrenamtlich tätig: Die meisten setzen sich allerdings nur 2 Stunden pro Woche ein. Sie arbeiten lieber an kurzfristigen Projekten wie einem Stadtteilfest mit, denn da gibt es wenig Hierarchie, Raum für Kreativität und Spontanität, und es macht richtig Spaß. Aber: Wer keine Mitglieder bindet und sich keine langfristigen Ziele setzt, kann auch nichts Dauerhaftes bewirken, d.h. die Energiekosten dieses Engagements sind für das, was erreicht werden soll, viel zu hoch. In einem Verein können dagegen alle entsprechend ihrer Fähigkeiten gesellschaftlich und vor allem nachhaltig mitgestalten, das Jahr wird durch regelmäßige Veranstaltungen strukturiert, und die Vereinsarbeit sorgt für intensive Gemeinschaftserlebnisse, die durch soziale Medien oder Teilnahme an Großveranstaltungen nicht erreicht werden. Vereine tragen zudem zur Zunahme der Gerechtigkeit in der Welt bei, d.h. zu einer Welt, in der Lebensqualität und Gesundheit über finanziellen Interessen stehen!

Laut der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) ist wohl deshalb die Zahl der Vereine bundesweit in den letzten 10 Jahren um 6,1 % angestiegen. Vermutlich wären es noch mehr, wenn sich Vereinsvorstände nicht mit so vielen Verwaltungsaufgaben wie Steuern, Datenschutz oder Vereinshaftung befassen müssten. Der Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement im Bundestag entwickelt deshalb derzeit in Begleitung durch das Parlament, die DSEE, die Sozialministerien der Bundesländer und die Zivilgesellschaft eine Strategie zur Verbesserung der Bedingungen für ehrenamtliches Engagement, insbesondere durch Abbau von Bürokratie und bessere finanzielle Förderung. Damit soll auch der in vielen Vereinen derzeit stattfindende Generationswechsel in den Vorständen erleichtert werden.
Prof. Dr. med. Karin Kraft, Vizepräsidentin DNB