Sanfte Reise mit Gong und Klangschalen

Mit einem Workshop mit Klangschalen, Gong und vielen Matten, Decken, Kerzen sowie heimeliger Lichtstrahlung begann das Jahresprogramm des Naturheilvereins Mosbach. Elke Wagner, Klangmassage-Praktikerin aus Mosbach, gestaltete einen Workshop zur „lebendigen Klangwelt“. Sie hat vor 6 Jahren mit ihrer Ausbildung bei Isabelle Breitenbach begonnen und sei auch noch heute fasziniert von der Vielfalt der Klänge aus Klangschalen, Gong und Koshis, die gut miteinander harmonieren.
Bevor die Töne erklangen und die Klangkörper zu schwingen begannen, ging Wagner auf die Geschichte, die Arten sowie deren Herkunft ein.
Klangschalen werden schon seit Jahrtausenden in Asien verwendet. Sie wurden damals nicht nur als Musik-Instrumente und Meditationsobjekte, sondern auch als Kochtöpfe und Schalen für Speis und Trank verwendet.
Es gebe Unterschiede in Größe, Form, Zusammensetzung sowie Stärke und somit auch in der Wirkungsweise und in deren Gestaltung. Früher wurden die Schalen ausschließlich in der Hitze gehämmert. Mittlerweile werden spezielle Klangschalen auch teilweise gegossen. Die Schalen bestünden aus unterschiedlichen Metall-Legierungen. Die bekanntesten Bestandteile seien Kupfer, Bronze, Messing, Zink, Silber und Gold.
Ihre Schwingungen und Klänge wirken wohltuend auf Körper, Geist und Seele und aktivieren die Selbstheilungskräfte. Sie können Blockaden lösen und körperliche Schmerzen lindern. Die Klänge der Klangschalen und das Zusammenspiel mit dem Gong fördern eine Tiefenentspannung oder auch, je nach Art des Spielens, die Kreativität. Viele weitere Einsatzmöglichkeiten und positive Effekte wurden von Wagner dargelegt. Der Mensch, mit seinem sehr hohen Wasseranteil, sei der reinste Klangkörper. Die Schalen würden mit diversen Schlägeln und Klöppeln aktiviert. Diese unterscheiden sich ebenso in Größe und Art. So erzeuge man je nach Einsatz weiche und tiefe Töne oder auch laute und hohe.
Der Gong gehöre zu der Instrumentengattung „Selbstklinger“. Gongs zählen zu den ältesten und wichtigsten Musikinstrumenten Südostasiens. Die Ursprünge lassen sich bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen. Die weitverbreitete Vermutung, der Gong stamme ursprünglich aus China, sei falsch. Entstehungszentren waren u. a. Korea, Vietnam, Tibet, Indien, Thailand und Japan. Im 16. Jahrhundert kamen die Gongs über den Seeweg nach Europa. Mindere Qualitäten wurden oft als Signalinstrumente für Essenszeiten eingesetzt. Der Einzug des Gongs in die westliche Musikwelt lasse sich auf das Jahr 1889 datieren.
Der Besitz eines Gongs stand früher als Zeichen von Wohlstand und Reichtum. Gongs werden meist aus Bronze gegossen und geschmiedet, evtl. werden Kupfer- und Zinnanteile zugegeben. Wagner, die selbst einen Tam Tam-Gong mitgebracht hatte, verwies auf weitere Arten wie Fen Gongs und Buckel-Gongs. Gongs würden in vier Schritten hergestellt werden wie Gießen, Schmieden, Retuschieren sowie Stimmen.
Obertonreiche Töne wecken Emotionen und die Kreativität. Hierzu werde im Mittel- und Außenbereich gespielt. Je weiter man in das Innere dringe, desto tiefer und erdender würden die Töne. Die Schlägel werden wie bei den Klangschalen-Schlägeln eingesetzt: Je weicher und größer, desto wärmer, je härter und kleiner, umso höher und obertonreicher klingend. Diese Einführung bildete den Übergang zu zwei entspannten, harmonisierenden und das Zeitgefühl verlierenden Klangreisen. Die Zuhörer erfuhren die Instrumente über ihre Gefühle und Empfindungen erfahren. Eine Verbundenheit mit den Tiefen des eigenen Selbst wurden vermittelt.

Cornelia Schulz, NHV Mosbach und Umgebung e.V.

 

 

In diesem Jahr findet die jährliche Tagung des Deutschen Naturheilbundes erstmals seit Anfang 2000 nicht im Flair-Parkhotel Ilshofen statt, sondern eintägig am Sitz der Bundesgeschäftsstelle im Schloss Bauschlott, Neulingen bei Pforzheim. Diese Entscheidung wurde mit großer Mehrheit der Delegierten auf der Bundesversammlung im vorigen Jahr getroffen.
So laden Vorstand, Präsidium und Bundesgeschäftsstelle alle Mitglieder, Naturheilkunde-Berater DNB und Gäste herzlich ein, am 28. März 2020 an der Jahrestagung unter dem Aktionstagsmotto „Umwelt gesund gestalten“ teilzunehmen. Auf der Tagesordnung stehen spannende Vorträge zum Jahresthema, Berichte über Entwicklungen im Verband und in der Gesundheitspolitik, bei denen die Mitglieder um ihre Meinung gefragt und in Entscheidungen eingebunden werden sollen. Das historische Ambiente, leckere Bewirtung und ausreichend Zeit für einen lebendigen Austausch untereinander, versprechen einen spannenden, erlebnisreichen Tag.
Teilnahme nach Anmeldung an die Bundesgeschäftsstelle unter info@naturheilbund.de bis zum 15. März 2020. Tagungsgebühr inkl. Verpflegung 30,00 Euro.

Programmablauf, Samstag 28. März 2020
09.00 – 09.45 Uhr Empfang und Willkommens-Kaffee
09.45 – 10.00 Uhr Begrüßung und Eröffnung durch die Präsidentin Nora Laubstein
10.00 – 10.45 Uhr Pilotvortrag „Umwelt gesund gestalten“, 1. Vizepräsidentin Ursula Gieringer
10.45 – 11.30 Uhr Zukunft des Aktionstages / Zentralveranstaltung / Thema 2021
11.30 – 12.30 Uhr Stunde für die Vereine, Elke Wörfel, Präsidium
12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause mit vollwertigem Buffet
13.30 – 14.30 Uhr Aktuelles aus den Vereinen und der Bundesgeschäftsstelle
14.30 – 15.30 Uhr „Gesundheitspolitische 45 Minuten“
15.30 – 16.00 Uhr Kaffeepause
16.00 – 17.00 Uhr Vortrag „Patientensicherheit – Schutz und Selbstschutz der Menschen vor den üblen Nebenwirkungen synthetisch-chemischer Arzneimittel“, Dr. Sonja Reitz
17.00 Uhr Abschluss der Tagung

Sabine Neff, Bundesgeschäftsführerin DNB
Bild: Schloss Bauschlott

 

 

 Zur 20.Botschafterin der Ökologie der Stiftung Ökologie und Demokratie, die vor 28 Jahren im sächsischen Freiberg gegründet worden war und sich für politische Bildung engagiert, wurde am vergangenen Freitag die Präsidentin des Deutschen Naturheilbundes Nora Laubstein ernannt.

Im Hotel Burg-Mühle in Gelnhausen übergab Vorgängerin Ursula Sladek (Mitbegründerin der Elektrizitätswerke Schönau)  den Ehrentitel während einer Pressekonferenz an Nora Laubstein. „Die Umwelt ist zur sechsten Säule unseres Fachgebietes geworden“, erklärte die gebürtige Berlinerin – gerne werde sie engagiert und mutig den Mund aufmachen. Dabei habe sie als Heilpraktikerin und erste Präsidentin des Deutschen Naturheilbundes und Vorsitzende der „Association for Natural Medicine Europe“ die Umwelt besonders im Blick. Diese gehöre zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen dazu. „Aber wie soll ein Mensch frische Luft atmen, wenn es keine mehr gibt? Wie soll sich ein Mensch ernähren, wenn es keine gesunden Lebensmittel mehr gibt?“ Deshalb dürfe man die Debatte um Umweltschutz und Klimawandel auch nicht auf die CO2-Bilanz beschränken, sondern müsse Mittel und Wege suchen, Mensch und   Natur wieder mehr in Einklang zu bekommen, um über eine gesunde Lebensweise eine Gesundheit und Lebensqualität zu erreichen, die die physisch-chemische Medizin und die Pharmaindustrie nie erreichen werde. Man dürfe sich nicht mehr vom neoliberalen Kapitalismus, bei dem es nur um immer mehr Wachstum und Gewinne gehe, leiten lassen, sondern das Wohl der Menschen an sich in den Vordergrund stellen. Dafür habe sie das Ehrenamt gerne übernommen und werde sich mit voller Kraft engagieren.  „Es freut mich sehr, dass wir erneut eine so engagierte und mutige Frau gefunden haben“, sagte Hans-Joachim Ritter bei der Amtsübergabe im Hotel „Burg-Mühle“. Nora Laubstein trete damit in die Fußstapfen ihrer 19 Vorgängerinnen, die alle in ihren Bereichen engagierte Vorreiterinnen und Mutmacherinnen gewesen seien und sind. Die direkte Vorgängerin Ursula Sladek war aus Schönau in Baden-Württemberg nach Gelnhausen gekommen und freute sich, eine würdige Nachfolgerin zu haben. Die Trägerin des Deutschen Umweltpreises 2013 ist Mitbegründerin der Elektrizitätswerke Schönau, die komplett auf erneuerbare Energien setzen.  „Es hat mir Spaß gemacht, als

„Ökologia“ einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz geleistet zu haben“, berichtete Ursula Sladek. Bei vier Veranstaltungen der Stiftung für Ökologie und Demokratie, die bei ihren beiden wichtigsten Projekten derzeit Kommunen und Unternehmen dabei hilft, Energie zu sparen, trat sie offiziell auf. Zudem beteiligte sie sich an vielen weiteren Veranstaltungen in Sachen Umwelt- und Naturschutz.  Diesem Beispiel würde Nora Laubstein gerne folgen und hofft darauf, dass ihr Amt als „Ökologia“ dazu führe, dass auch in Gelnhausen und im Main-Kinzig-Kreis mehr über ganzheitliche Ansätze und Umweltschutz diskutiert werde. Landrat Thorsten Stolz wies in einer Grußbotschaft mit herzlicher Gratulation darauf hin, dass der Main-Kinzig-Kreis in den vergangenen sieben Jahren viel erreicht habe und derzeit 40 Prozent des Strombedarfs aus regenerativen Energien decken könne. Ihm sei aber auch bewusst, dass in den kommenden Jahren noch viel passieren müsse, um die Klimaziele zu erreichen. „Wir müssen mehr darüber informieren und etwas dagegen tun, wie Mikroplastik für Nahrungsunverträglichkeiten verantwortlich ist oder die Fruchtbarkeit von Männern durch Östrogen im Grundwasser reduziert wird“, gab Nora Laubstein Beispiele, die noch zu wenig Menschen auf dem Schirm hätten. In Sachen Medizin hofft sie darauf, dass die Aussagen der Wissenschaft nicht zu wichtig genommen werden. Homöopathie und Naturheilkunde seien mit wissenschaftlichen Ansätzen kaum zu bewerten. Die Bewertung müsse nach den vielen Erfolgen für Millionen Menschen auf der ganzen Welt erfolgen. Prof. Dr. Dr. Klaus Buchner bedankte sich im Namen des Kuratoriums, zu dem unter anderem der ehemalige Minister Norbert Blüm gehört, für das Wirken der „Ökologia“. Als Europaabgeordneter der ÖDP wisse er genau, dass es ein solches Engagement brauche, um die festgefahrenen Strukturen in Deutschland und in der EU aufzubrechen, um den Kampf gegen den Klimawandel doch noch erfolgreich zu schaffen.

Textauszüge aus dem Artikel Gelnhäuser Neue Zeitung vom 18.01.2020
Bild: Von Links Nora Laubstein, Hans-Joachim Ritter und Ursula Sladek. Foto: Ludwig

Ein völlig neues Talkshow-Konzept mit Gesprächsrunden und Kurzvorträgen

Die Zielsetzung ist klar: Aus verschiedenen Richtungen einen Blick auf die Synergien naturheilkundlicher Behandlungen werfen. Vertretern unterschiedlichster Therapierichtungen, wie der Homöopathie, Spagyrik, Mikrobiologische Therapie und Pflanzenheilkunde, diskutieren live über grundlegenden Awendungsbereiche bis hin zu komplizierten aktuellen Fragestellungen. Dabei steht der Nutzen für chronisch kranke PatientInnen im Vordergrund. Aber auch das Thema Prävention und gesundes Altern wird angesprochen – hierfür haben die Veranstalter Dr. Felix Schielein, Gründer der Stiftung Biologische Medizin, als besonderer Studiogast eingeladen. Auch die in der Öffentlichkeit immer wieder angezweifelte Evidenz naturheilkundlicher Verfahren wird thematisiert. Der versierte Wissenschaftler und Forscher rund um den sogenannten Placebo-Effekt, Prof. Dr. Harald Walach von der Universität Poznan wird hier Klarheit schaffen. Die Veranstaltung wird organisiert vom Ärzteverband Arbeitskreis für Mikrobiologische Therapie (AMT e.V.) und findet am 25. Januar 2020 von 19-23 Uhr online statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Weitere Informationen und eine Möglichkeit, sich direkt anzumelden, finden Sie unter www.nacht-der-naturheilkunde.de.

 

Altes Wissen geht online

Traditionelles Naturheilkunde-Wissen erhalten, fördern und der Öffentlichkeit zugänglich machen – so könnte man in kurzen Worten das mehrjährige Projektbeschreiben, welches der Deutsche Naturheilbund eV zusammen mit der noch jungen Kramski-Stiftung des Pforzheimer Präzisionsstanz- und Spritzgussunternehmens Kramski GmbH ab Januar 2020 verwirklicht.
„Ein Schwerpunkt unserer Stiftung liegt in der Förderung der Gesundheit durch ganzheitliche Naturheilkunde. Durch lokale Projekte möchten wir hier nachhaltig etwas bewegen“ erklärte Geschäftsführerin Sabine Torres-Kramski.
Gemeinsam mit dem Naturheilbund werden nun wertvolle historische naturheilkundliche Fachbücher, die im Archiv des Naturheilbundes lagern, aus dem „Dornröschenschlaf“ geholt. „Unser Ziel ist es, diesen bewährten Erfahrungsschatz berühmter Naturheilärzte und Therapeuten wie Dr. Brauchle, Prof. Dr. Schönenberger, Vinzenz Prießnitz und vielen anderen durch Digitalisierung wieder zugänglich zu machen“. Viele Themen sind damals wie heute hoch aktuell und das Betrachten der Entwicklung über mehr als Hundert Jahre spannend und aufschlussreich. So findet sich z.B. schon im „Naturarzt“ 1899 kritische Berichte über Impfungen, Impfschäden und Weltkongresse der Impfgegner. Doch auch unzählige belegte, wertvolle naturheilkundliche Therapien, die heute kaum noch bekannt sind. Das soll sich ändern, sind sich der Naturheilbund und die Kramski-Stiftung einig.

Sabine Neff, Bundesgeschäftsführerin DNB

 

 

Haben kommt von Sein … oder aus dem Sein kommt das Haben

Freudvolles Sein – freudvoller Selbstwert – freudvolles Haben

Die Sehnsucht nach Mehr, z.B. Geld, kennen wir alle. Durch Einsparungen hoffen wir, den gewünschten Mehrwert zu erzielen. Stattdessen fügen wir uns Verluste und Mangel auf materieller und emotionaler Ebene zu. Bei Geld geht es um viel mehr als nur um Geld. Geld ist das Symbol für den Austausch in Beziehungen. Geld spiegelt unsere Beziehung zu unseren Werten, zu unserem Leben und zu uns selbst. Unser Umgang mit uns selbst   zeigt nicht nur, wer wir sind, sondern zeigt  auch unsere innere Haltung zu Geld, unserem Haben oder zu dem, was wir haben wollen.

Am Geld offenbart sich das Bewusstsein. Freude am Sein schafft auf direktem Wege Geldfreude. Jeder kann seine ganz eigene persönliche Geldfreude schaffen und haben. Denke, fühle und handle dich glücklich und reich. Wenn ich mir selbst genug bin und mir folge, dann folgt mir auch das Geld. Das war eine Kernaussage im Seminar, die anhand von vielen authentischen Beispielen bekräftigt und bestätigt wurde.

Im Seminar wurde auch klar, dass es der Referentin ein großes Anliegen ist, die Sichtweise zum Thema Geld neu zu beleuchten, um ein entspanntes Umgehen mit Geld zu fördern. Jeder kann mit sich selbst entspannter sein und seine Beziehungen auf eine neue Ebene stellen, die das Sein im Mittelpunkt haben und damit ein Leben mit Selbstbewusstsein, in Selbstverantwortung und Wertschätzung. Das gibt Freiheit und Kraft und macht Geld zu einer wahrhaft zauberhaften Angelegenheit.

Sonja Auf dem Berge,  NHV Spechbach und Umgebung e.V.

 

 

Tag der Naturheilkunde am 3. November – ein sehr großer Erfolg

Ein Kontrastprogramm zum verregneten Novembersonntag konnten die vielen Besucher beim „Tag der Naturheilkunde“ am 3. November in der Osterfeldhalle erleben.

Vielseitige Stände zu allen Themen der Gesundheit und spannende Vorträge lockten schon am frühen Sonntag in die Stadthalle. Über 50 Aussteller gaben Anregungen zu gesunder Kleidung und Naturmöbeln, Mineralien, Magnetschmuck, Wasseraufbereitung, physikalischen Gefäßtherapie, Hypnose, Dorn-Breuß-Therapie und vieles mehr.

Ursula Gieringer, die Vizepräsidentin des Deutschen Naturheilbundes gab ihre Gedanken zum Aktionsthema“ Die Heilkraft der Bewegung“  weiter.  Heute im Computerzeitalter ist es besonders wichtig sich ausreichend zu bewegen. Für eine gesunde Lebensführung habe Bewegung mindestens den gleichen Stellenwert wie Ernährung.

Heilpraktiker und Therapeuten informierten über ihre vielfältige Arbeit und in den Vorträgen konnten die Besucher von Dipl.oec.toph  Ralf Moll, wertvolle Informationen über die „Geheimen Krankmacher“ –  die chronischen Entzündungen erfahren, Dr. von Rosen, Leiter der Fachklinik für Naturgemäße Gesamtmedizin hielt einen kurzweiligen und hochinteressanten Vortrag über die naturheilkundlichen Möglichkeiten bei Arthrose. Ein besonderes Highlight war der mitreißende Vortrag von Gerd Dorschner, ärztlicher Leiter der Ganzheitsmedizin in Heidelberg, über die Astromedizin und Chinesische Meridianlehre.

Zum Bewegen gab es auf der Messe genügend Möglichkeiten. Die Besucher konnten das wirkungsvolle Hüpfen und Schwingen auf dem Trampolin probieren. Genauso konnte man die Smovey Ringe anfühlen, und dabei den zusätzlichen Trainingseffekt beim Laufen erahnen. Stand-Up-Paddling auf dem Wasser macht nicht nur Spaß, sondern ist auch ein Ganzkörpertraining. Auch die Gelegenheit Yoga und Lu Jong auszuprobieren wurde gerne angenommen.

Sehr zufrieden haben die Besucher diesen Tag der Naturheilkunde verlassen, der in 2 Jahren wieder angeboten wird.

Elke Wörfel, 1.Vorsitzende NHV Esslingen e.V.

 

 

Priesnitz-Kongress 2019

Eine ganze Vinzenz-Prießnitz-Woche mit internationaler Konferenz und umfangreichem Rahmenprogramm veranstaltete die Priessnitz AG in der ersten Oktoberwoche in Jesenik, tschechische Kurstadt am Rande des Altvatergebirges und Ziel unserer jährlichen DNB-Gesundheitsreisen. Hier wurde Vinzenz Prießnitz vor 220 Jahren, am 04. Oktober 1799, als Sohn eines Bauern geboren. Eigentlich sollte er den Hof des Vaters einmal erben, doch das Schicksal und Prießnitz‘ feines Gespür für die Natur und den Menschen führten ihn auf einen anderen Weg: Durch Naturbeobachtungen in den Wäldern und an deren zahlreichen Quellen und einen schweren Unfall, den Prießnitz erlitt, begann er früh mit frischem Wasser als Heilmittel zu experimentieren. Schließlich gründete er 1822 die erste Kaltwasserheilanstalt der Welt und behandelte im Laufe seines Lebens rund 40.000 Menschen. Sein Wirken regte ab 1832 viele Anhänger der Hydrotherapie überall in Europa an, eigene Kuranstalten eröffnen und Naturheilvereine, damals unter der Bezeichnung „Hydropathischer Gesundheitsverein“, zu gründen.

Den 220. Geburtstag nahmen nun Prießnitz-Anhänger aus England, Österreich, Deutschland und natürlich zahlreiche Tschechen zum Anlass, um im Rahmen der internationalen Konferenz über das Fortbestehen der Prießnitzschen Lehre in ihrem Land zu berichten. Zum Auftakt der Konferenz erinnerte Bundesgeschäftsführerin Sabine Neff in Ihrer Eröffnungsansprache daran, wie Prießnitz mit seinen einfachen Erkenntnissen die Basis für unsere heute noch gültigen-Säulen der Naturheilkunde legte: Allem voran natürlich die Heilkraft des Wassers, aber auch mit Bewegung, gute, einfache Ernährung und ein geordneter Tagesablauf (Lebensordnung) gehörten zu seinem Kurkonzept.

Aus Malvern, einem britischen Kurort in Worcestershire, war Dr. John Windsor Harcup angereist. Dort entstanden 1843 in einem Landstrich, der ähnlich dem Gräfenberg eine Vegetation mit vielen Quellen aufweist, erfolgreiche Kurkliniken, zu deren berühmtesten Patienten Charles Darwien und Charles Dickens zählen. Heute noch ist das Quellwasser von Malvern für seine Heilwirkung und Qualität bekannt und in England im Getränkehandel erhältlich.

Als das „steirische Gräfenberg“ oder „die kleine Schwester von Laszne Jesenik“ bezeichnete der österreichische Bürgermeister Hannes Kogler seinen Kurort St. Radegund im Einzugsgebiet von Graz. Noch zu Lebzeiten Prießnitz‘ eröffnete der Gräfenberger Kurarzt Dr. Josef Schindler dort eine Kuranstalt, die von Gästen aus aller Welt besucht wurde. Heute lockt der heilklimatische Kurort vor allem Wanderer mit Erlebnis-Quellenwegen an.

Zu den weiteren Höhepunkten der Prießnitz-Woche gehörte die feierliche Einweihung der Sophia-Quelle, benannt nach Vinzenz Prießnitz‘ Ehefrau und die Vorstellung der geplanten Erweiterung des Prießnitz-Museums, in welchem künftig ein interaktives Eintauchen in die Historie möglich sein soll.

 

Sabine Neff, Bundesgeschäftsführerin DNB