Text: Erich Conradi 1.Vors. NHV Kiel e.V.

Bild: pixaby

Eine Erfolgreiche Präsenzveranstaltung mit Christl Brucher in Kiel, Hotel Birke.

Die neuroaktive Musik ist ein biologisches Modulationsprogramm für viele Krankheiten. Über 40 Jahre Forschung zu den Hirnströmen und was sie im Gehirn bewirken begründen den Erfolg.

Mit vielen Fallbeispielen gab Christl Brucher, Leiterin des von Günter Haffelder gegründeten Instituts in Stuttgart, Einblick in die charakteristischen Wellenbilder bei Schmerzkrankheiten, Angsterkrankungen, Schizophrenie, Traumatisierung oder Stressüberlastung.

Mit einem speziellen EEG-spektralanalytischen Messverfahren gekoppelt mit den Fragen eines Standardtests ist eine differenzierte Diagnostik der vorhandenen Probleme und der möglichen Ursachen möglich. So zeigen sich Lernblockaden als Frequenzblockaden, Synchronisationsprobleme oder Rhythmusstörungen in der Messung der Gehirnströme.

Andere Muster in den gemessenen Gehirnströmen stehen für Kompetenzen, Sensibilität und Begabungen.

Auf der Grundlage der Messungen wird für jeden Klienten eine individuelle neuroaktive Musik erstellt. Diese spezielle Musik öffnet im Gehirn Lernfenster und effektiviert und intensiviert Gesundungs- und Lernprozesse.

Die individuelle neuroaktive Musik ist für jeden Menschen ein Trainings- und Arbeitsinstrument, das er zu Hause oder beim Sport, begleitend zu handwerklichen Arbeiten und in der Therapie einsetzen kann.

Die viele Fragen der Besucher hat die Referentin Frau Christl Brucher ausführlich beantwortet und es gab ein reges Interesse der Besucher.

Zehn Messtermine waren im Anschluss schnell vergeben. Aufgrund des großen Andrangs konnten wir für Mitte Mai einen weiteren Messtag einrichten.

Fortbildung im Verein tut gut!

Naturheilbund erwirbt wertvolles historisches Schriftgut
zur Hydrotherapie

Von Sabine Neff

Bild: ©Deutscher Naturheilbund eV

Eine private Sammlung von rund vierzig historischen Schriften aus dem Bereich der Hydrotherapie konnte zum Ende des Jahres 2020 in den Bestand des Deutschen Naturheilbundes wechseln.

Die meisten der Schriften stammen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und spiegeln die Erfahrungen aus den Anfängen der modernen Kaltwassertherapie in Europa wieder, viele davon mit direktem Bezug zum Gründervater des Naturheilbundes, dem schlesischen Wasserheiler Vinzenz Prießnitz (1799-1854).

Das macht diese Dokumente natürlich für den DNB besonders interessant.
Mit dabei sind Raritäten wie Ausgaben des Vorläufers des „Naturarzt“, die „Allgemeine Wasser-Zeitung“ von 1838 und die Zeitschrift „Der Wasserfreund“ von 1839-1841 mit Portraits der zu Vinzenz
Prießnitz‘ Lebzeiten tätigen Heilkundler und Hydropathen Josef Weiss, Dr. Oertel und dem Apotheker Theodor Hahn. Von diesen sind in der erworbenen Sammlung zusätzlich eigene Beiträge enthalten.

Raritäten und Streitschriften

Von Carl Adolph Richter (1808-1877), Leiter von Wasserheilanstalten in Danzig, Berlin und Alexisbad, Autor und Neue Schätze für das DNB-Archiv Herausgeber einer Zeitschrift für naturgemäße Gesundheitspflege enthält die erworbene Sammlung eine Ausgabe der „Offenen Empfehlung der Wasserkuren“ (1839) und zwei Bücher zur wissenschaftlichen Begründung der Wasserkuren, erschienen in den Jahren 1835 und 1855.

Nach einer erfolgreichen Wasserkur bei Prießnitz begeisterte sich Heinrich Friedrich Francke (1805-1848) für die Hydrotherapie. Er publizierte unter dem Pseudonym J.H. Rausse. Von ihm befindet
sich nun die bekannte Streitschrift „Wasser thuts freilich“ (Auflage von 1852) im Besitz des Naturheilbundes.
Weitere in das Archiv des DNB übergegangene Schriften sind von Carl Munde oder von C.W. Hufeland . Auch von dem Orthopäden Daniel Gottlob Moritz Schreber, der den Schrebergärten ihren
Namen gab, liegt eine Schrift zur Kaltwasser-Heilmethode vor.

DNB-Mitarbeiterin und Medienfachanstellte Tatjana Ford hat begonnen, diese
wertvolle Literatur für das DNB-Archiv
zu erfassen und zu digitalisieren.


Erste Einblicke in das Archiv werden ab Ende Februar über die Verbandswebseite www.naturheilbund.de möglich sein.

 

Eine Erkrankung, die bei weniger als 0,5 Promille der Bevölkerung auftritt, wird als seltene Erkrankung bezeichnet.

Manche dieser Erkrankungen haben eine genetische Ursache, andere sind Autoimmunerkrankungen mit pathologischen Antikörpern, die ein fehlgeleitetes Immunsystem gegen körpereigene Gewebe bildet. Genetische Mutationen sind häufig nicht hinreichend, um eine solche Erkrankung zur Manifestation zu bringen, Faktoren aus der Umwelt sind oft zusätzlich Voraussetzung, dass die Erkrankung in Erscheinung tritt.

Seltene Erkrankungen und häufige Erkrankungen, die von der Medizin selten wahrgenommen werden

Gerade seltene Erkrankungen zeigen sich in neurologischen Störungen und/oder weisen psychische Symptome auf. Es gibt auch seltene Erkrankungen mit einer Pathologie vorwiegend im Bindegewebe, im Hormonsystem oder im Stoffwechsel.

Naturheilkunde bei seltenen Erkrankungen

Auch wenn die meisten seltenen Erkrankungen als nicht heilbar gelten, so sollten die 6 Säulen der Naturheilkunde auch hier zur Anwendung kommen: Eine gesunde, vitalstoffreiche Ernährung, sauberes Wasser und eine gesunde Umwelt, ausreichende und richtige Bewegung, Leben nach den Gesetzen der Natur und die Heilkraft der Pflanzen. Damit wird nicht nur die Lebenskraft verbessert, sondern im Sinne der Epigenetik kann sogar eine genetisch ungünstige Ausgangssituation verbessert werden.

Medizin als häufigste Krankheitsursache selten erkannt

Ein besonderer Aspekt heutiger Verwirrung in Medizin und Gesellschaft ist die Tatsache, dass die häufigsten Krankheitszustände selten in Bezug auf ihre Ursachen richtig diagnostiziert werden. Die moderne Medizin ist nach der Erfahrung des Autors die häufigste Krankheitsursache. Dies hängt mit einem linear-einseitigen Paradigma der Medizin und den Seilschaften zwischen Medizinbetrieb und Pharmaindustrie zusammen. Nahezu alle chronischen Krankheiten beginnen mit nicht adäquaten Eingriffen der Medizin in den gesunden menschlichen Körper. Am Beginn des Lebens wird das Immunsystem gesunder Kinder durch Impfstoffe manipuliert. Das Nervensystem der Kinder wird durch Gifte aus den Impfstoffen gelähmt. Nach praxisinternen Auswertungen geht der Autor davon aus, dass 70-90 % vielfach geimpfter Menschen an Impfschäden leiden, die äußerst selten als solche erkannt werden. Statt als Impfkomplikation werden die Krankheiten nach ihrer Manifestation benannt: Infektneigung, Allergie, Autoimmunkrankheiten, Asthma, Neurodermitis, ADHS, Migräne usw. Ähnlich verhält es sich mit Nebenwirkungs-Krankheiten durch Fluorchinolon-Antibiotika, die sich bei hochgerechnet 10 Millionen Menschen in Deutschland als chronische Erschöpfung, Fibromyalgie, Antriebsschwäche, Depression manifestieren oder als Anpassungs- und Somatisierungsstörung fehlinterpretiert werden.

Autor: Manfred van Treek – Viernheim

Arzt Allgemeinmedizin Naturheilverfahren Umweltmedizin

Mitglied des Präsidiums und Leiter des wissenschaftlichen Beirates des Deutschen Naturheilbundes eV.

Zweiter Vorsitzender des Naturheilvereins Mannheim e.V.

Den ausführlichen Beitrag finden Sie hier

 

Keine Krankheit erfordert so deutlich die Zusammenarbeit zwischen Akutmedizin und Naturheilkunde wie die Krebserkrankungen.

Es wurde auch keine Krankheit so intensiv erforscht wie Krebs, sodass wir dank der Neuropsychologie auch den Zusammenhang zwischen Krebsmanifestation und Konflikt kennen.

Als stabile Säule unserer Kultur bietet die Naturheilkunde mit dem Zweig der Homöopathie viele Möglichkeiten, die chronischen Erscheinungsformen des Krebses unterstützend zu behandeln und den Menschen zu verstehen, der unter dieser Krankheit leidet. Durch die geniale Erkenntnis von Samuel Hahnemann im 18. Jh., dass es eine „Krankheit unter der Krankheit“ gibt, können wir die Ursache einer Krebserkrankung erkennen und behandeln. Dafür stehen uns viele Arzneien zur Verfügung, die sich in den letzten 20 Jahren bewährt haben. Schließlich hat uns auch die Zellforschung dazu verholfen, Krebs als die wichtigste Mitochondrienkrankheit zu begreifen, weshalb in der ganzheitlichen Therapie die Aktivierung der Zellatmung und als Folge davon die Unterstützung des – von Hause aus – genialen Immunsystem bedacht werden. Wir sind also bestens gerüstet, dieser Krankheit zu begegnen.

Der ganzheitlichen Behandlung von Krebs, diente uns in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten Japan als Vorbild, um die Krebserkrankungen deutlich zu senken. Dort werden traditionell Akutmaßnahmen der Onkologie, die Homöopathie, die Pflanzenheilkunde, die Konfliktlösung und die Ernährung gemeinsam zum Wohl der Patienten bedacht

Einen weiterführenden Artikel der Autorin unter dem Titel „Frühzeichen von Krebs erkennen“ mit praktischen Hinweisen, um Gesundheit und Immunsystem mit Kuren und Bewusstseins-Übungen zu stärken, sowie Literaturempfehlungen finden Sie auf der Homepage des Deutschen Naturheilbundes unter www.naturheilbund.de

Zur Autorin:

Dr. phil. Rosina Sonnenschmidt ist eine international gefragte Homöopathin, Heilpraktikerin und Autorin von über 50 Büchern. Als erste Frau wurde sie zum Ehrenmitglied der Japanischen Kaiserlichen Homöopathie- und Medizingesellschaft (JHMA) ernannt und reist regelmäßig nach Japan.

Beim Deutschen Naturheilbund engagiert sich Rosina Sonnenschmidt im Wissenschaftlichen Beirat und als Dozentin in der Ausbildung „Naturheilkundeberater DNB“

Den ausführlichen Beitrag finden Sie hier.

Mit besten Grüßen
Deutscher Naturheilbund eV
Bundesgeschäftsstelle
Am Anger 70 (Schloss Bauschlott)
75245 Neulingen
Tel. 07237-4848 799, Fax 07237- 4848 798
presse@naturheilbund.de

„Gesundheitliche Prävention im Einklang mit der Umwelt!“

Gemeinsame Veranstaltung des DNB und der Stiftung
für Ökologie und Demokratie e.V.

 

Politik, Umwelt, Gesundheit: Nicht erst durch den Klimawandel oder die Corona-Pandemie ist uns bewusst geworden, wie eng diese drei Bereiche zusammen gehören.
Nehmen wir die Bienen: Naturheilkundige denken sofort an die medizinische Verwendung von Bienenprodukten – die Apitherapie – oder den Honig als gesundheitsförderndes Lebensmittel. Naturschützer betonen ihre Wichtigkeit für die Fruchtfolge und den Erhalt der Artenvielfalt. Umweltaktivisten unterstützen die Bienen mit ihrem Protest gegen Monokulturen, den Einsatz von Pestiziden und gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Letztendlich ist es dann der Gesetzgeber, der entscheidet, ob und wie die Forderungen der verschiedenen Gruppierungen umgesetzt werden.

Kooperation und Vernetzung

Das Vernetzen von verschiedenen Institutionen, die in diesen Bereichen tätig sind, ist daher unumgänglich. Zwischen der „Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.“, einem anerkannten Träger der politischen Bildung auf Bundesebene, und dem „Deutschen Naturheilbund e.V.“ besteht bereits seit vielen Jahren eine Kooperation: DNB Ehrenpräsident Dr. Rainer Matejka ist im Kuratorium der Stiftung tätig und im vergangenen Jahr wurde DNB-Präsidentin Nora Laubstein in das Amt der „Ökologia“ berufen, als Botschafterin mit Ausstrahlung und ökologischer Kompetenz.

In diesem Jahr wird zum ersten Mal eine gemeinsame gesundheitspolitische Tagung in Berlin stattfinden. Dafür konnten namhafte Referenten gewonnen werden, u.a. Dr. Rainer Stange vom Immanuel Krankenhaus Berlin, Abteilung Naturheilkunde, dessen Vortrag den Titel „Naturheilverfahren und Komplementärmedizin – wo stehen sie heute im Gesundheitssystem?“ trägt. Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der Stiftung Ökologie und Demokratie e.V. erläutert den Zusammenhang zwischen Politik, Umwelt und Gesundheit. DNB-Präsidentin Nora Laubstein stellt die
Frage „Welchen Beitrag leistet die Naturheilkunde für eine naturgemäße Umweltpolitik?“ und Dr. Rainer Matejka wird anregen, die Gesundheitspolitik neu zu denken, um Kosteneinsparungen zu ermöglichen.

Veranstalter der Tagung ist die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V., der Deutsche Naturheilbund e.V. ist Kooperationspartner. Hier das Programm und Anmeldeformular. Nähere Informationen und Anmeldung bitte direkt an die Stiftung  richten: www.stiftung-oekologie-u-demokratie.de

 


Die Tagung findet als Kombination aus Online- und Präsenzveranstaltung statt. (Stand bei Drucklegung im Jan. 2021) „Gesundheitliche Prävention im Einklang mit der
Umwelt“, 24. April 2021, 9 bis 17 Uhr, Jugendherberge
Berlin-Ostkreuz, 10317 Berlin


Sabine Neff ist Bundesgeschäftsführerin des DNB.

Abseits vom Rummel

von Dr. med. habil Hans Honke

Die Sonne lugte eben zwischen den Tannenspitzen hindurch und warf noch lange Schatten über den Berghang. In der Nacht hatte es geschneit und eine neue Schicht feinkörnigen Schnees hatte alle Spuren rings um das Haus liebevoll zugedeckt. So sah die Welt wieder frisch in den Morgen hinein. „Make-Up von Petrus“ lachte Christel. „Das hat eine Pfunds-Abfahrt“ schrei Alois und setzte sich schon in Bewegung. Alles ihm nach. „Peter komm´ doch, der Lift geht schon…“

„Wohin?“ – aber statt einer Antwort schob er seine Bretter an – hangabwärts.

Peter aber stand auf seine Brettern, da wo er sie angeschnallt hatte, die Hände in den Taschen. Der weiße Atem stand Ihm vor dem Gesicht. Das war seltsam gemischt aus Ablehnung, Trotz, Spott und darüber standen ein paar helle Augen, die in die Weite der Bergwelt blickten. „Aber Peter, was stehst du da, die anderen fahren ja schon!“ – „Ich mag nicht.“ – Suse ließ vor Erstaunen ihre Bretter fallen und schien erstarrt. „Ja, aber – ist dir eine Laus über die Leber gekrochen? Du, der beste Fahrer hier! gestern Abend bist du allein und spät gekommen und warst schon so merkwürdig- was hast?“- „Ich mag´s nicht mehr!“ -„Was?“ – „Das alles,  diesen ganzen Rummel: Skilift rauf- runter, rauf- runter, und dann faul herumliegen in der Sonne und Abends in irgendeinem rauchigen Wirtszimmer blödes Getue…“ -„Ja, sag mal, was willst´ dann?“-„ich mag nicht mehr, ich hab was besseres gefunden.“ – So- – wen den?!“

Ein langer prüfender Blick folgte en gedehnten Worten. Aber dieses ruhige Gesicht verriet nichts. Es schien ihr nur so, als stünde darin ein stiller froher Widerschein, oder war das nur die Sonne, die sie jetzt beide erfaßt hatte? – „Komm´ mit“ – „Wohin?“ – aber statt einer Antwort schob er seine Bretter an – hangabwärts. Schnell folgte Suse mit gespanntem Gesicht.

Beide warfen sich in den Hang, der neue Schnee stob in glitzernden Fahnen hinter ihnen her. In weiten Schwüngen zogen sie ihre Bahn – Peter voran – dann ließ er die Bretter laufen was sie konnten. Es war ein leises singen in Schnee, der Wind pfiff um das Gesucht, dass die Augen tränten.

Ihr Bergberghaus verschwand und vor ihnen tat sich eine stille weite Welt auf

Vor dem Waldesrand schwang er leicht hinauf und hielt. Sie lachten sich an als ob des immer schönen Spieles der eigenen Kräfte in Sonne, Luft und Schnee. „Wohin?“  – Aber Peter schien die Sprache verloren zu haben, schon glitt er langsam in den Vertrauten Wald hinein. Lautlos zogen sie die Spur Talaufwärts. Über ihnen standen die Schrofen, Grate und Spitzen der Berge, ihr Bergberghaus verschwand und vor ihnen tat sich eine stille weite Welt auf. Gleichmäßig zog Peter seine Spur. Hin und wieder verhielt er betrachtend vor einer Baumgestalt, dann wieder wie erklärend in ins Tal oder zu den Höhen weisend, bis sie am Rande einer Alm auf die dazugehörige Hütte stießen.

Über dem Dachrand hing eine weite Wächte und weiter hinten ein ganzer Vorhang von Eiszapfen, funkelten  und glitzerten und tropften in der Sonne. Es war der einzige Ton in dieser stillen Welt.“ Schön–“ -„Ja“– Warm und wohlig wars´s in der Sonne – ein Batzen Schnee brach vom Dachrand. Sonst blieb Ruhe – nur die Zeit wanderte mit den Schatten. „Siehst du, das hab´ ich mit entdeckt. Was hab ich von der Raserei auf den Abfahrtsstrecken! – Ich kenne eine solche Strecke, da wird durch Schilder angegeben, wenn es links oder rechts um die Ecke geht.- Das nennt sich Skilaufen!

sie wissen nichts von dieser großen Natur, von der Ruhe, in der wir uns wiederfinden können. – kennst du den „Bergpsalm?“

Suse sah erstaunt auf den sonst so stillen Peter, der sich richtig in Zorn geredet hatte. „Ehrfurcht kennen sie nicht mehr, selbst in den Bergen wird noch gegrölt und Ihre Erinnerungszeichen sind Blechdosen, Zigarettenschachteln und Papier -bedauernswert sind sie, denn sie wissen nichts von dieser großen Natur, von der Ruhe, in der wir uns wiederfinden können. – kennst du den „Bergpsalm?“ – Du meinst die Bergpredigt, die steht…“ – Nein, ich meine den Bergpsalm, den hab´ ich in einem Hüttenbuch entdeckt, höre:

„Ehre sei Gott in der Höhe, daß er Berge so hochstellt, damit nicht jeglicher Lumpenhund, mit denen die Täler so reichlich gesegnet, dem einsamen Wanderer hier oben begegnet. Ehre sei Got in der Höhe!“ 

“ So, und nun wollen wir heim, auf geht´s!- „Hinauf“ – „Ja, meinst Du du könntest nun einfach wieder so zurück? Nein, über den Berg da – und ohne Skilift!“

In den weiten Serpentinen zogen sie ihre Bahn den Gipfel zu, Suse stöhnte manchmal. Langsam kamen sie aus der Sonnenwärme in luftige Höhen. Weiter und weiter wurde der Blick, neue Täler öffneten sich, neue Bergzackentauchten auf, Schatten tauchten auf – so gewannen sie sich selber die Natur. Von oben blicken sie dann auf ihr Berghaus hinab, machten sich fertig und los ging es in sausender Fahrt hintereinander, nebeneinander, sich überholend. Die Sonne war im sinken, feine Farben spielten auf dem Schnee —.

„Schön wars!“ – „Ja?“ – „Morgen  – nimmst mich wieder mit?“ – „Und dein Abonnement für den Skilift?“ – „versteigere ich heut – sag´darf ich mit?“ – „wenn´d magst“ – „Nun weiß ich erst recht, was Skifahren ist.“


Text: Auszug aus „Abseits vom Rummel“ von Dr. med. habil Hans Honke 
Naturarzt Nr. 1;  1967

Fotos ©pixaby

Jetzt erst recht – so könnte man die Beweggründe der Initiatorin der Entstehung des neuen Naturheilvereins, Christine Hack, in einem kurzen Satz formulieren.
Schon lange trug sich die pensionierte Lehrerin und ayurvedische Ernährungsberaterin mit dem Gedanken, einen Naturheilverein zu gründen.

Jetzt erst recht!

Die motivierte Vereinsvorsitzende und ihr Vorstandsteam, zu dem die Therapeutin Gisela Bleher und Schüler Tim Bialas zählen, sind der festen Überzeugung, dass eine Vereinsgründung zum jetzigen Zeitpunkt „sinnvoll und zeitgemäß“ ist – denn es gäbe zwar in den Medien eine Fülle an Gesundheitsinformationen, doch schnell verliere man den Überblick und die Verlässlichkeit mancher Informationen sei nicht immer nachvollziehbar, so das Team.

Der junge Verein möchte Erfahrungen austauschen und Informationen von ausgebildeten Naturheilkundigen weitergeben. Ein großer „Pluspunkt“ für den Verein ist dessen hervorragende digitale Aufstellung. die sich durchaus sehen lassen kann. Hier sollen Interessierte zum Beispiel Online-Vorträge anschauen können. Der Anfang ist bereits gemacht und die ersten Videos sind auf der Webseite zu finden.
Verantwortlich für die digitalen Angebote ist Vorstandsmitglied Tim Bialas. “Meine Inspiration finde ich in der Natur mit Gleichgesinnten und in der Meditation.” meint der 16 jährige Schüler.

Ein großer „Pluspunkt“ für den Verein ist dessen hervorragende digitale Aufstellung

Gerne bringe er sich im Naturheilverein mit seiner Erfahrung in den Bereichen Web-Design,
Hobby-Fotografie, als YouTuber und Filmemacher ein. Was für viele Vereine ein großer Wunsch ist, nämlich junge Menschen für Naturheilkunde und Vereinsarbeit zu gewinnen, ist dem NHV Echazaue-
Wannweil gleich zum Start gelungen.

Wir wünschen dem jungen Verein viel Erfolg!

Näheres zum Verein finden Sie unter:
www.naturheilverein-wannweil.de

Sabine Neff , DNB-Bundesgeschäftsführerin

Foto: ©NHV Echazaue-Wannweil

Angeregt durch die spektakulären Erfolge des Wasserheilers Vinzenz Prießnitz (1799- 1851) gründeten sich ab Beginn des 19 Jahrhunderts die ersten Vereine und schließlich 1889 unser Dachverband als „Deutscher Bund der Vereine für Gesundheitspflege“.

Waren an der Gründung noch 142 Verein beteiligt, erreichte der Verband um 1912 die Höchstzahl von 899 angeschlossenen Vereinen mit fast 150.000 Mitgliedern. Fast von Anhang an erhielten die Mitglieder monatlich die naturheilkundliche Zeitschrift „Naturarzt“. Die Vereine wurden unterstützt bei der Finanzierung und Durchführung von Vorträgen. Es gab eine bundeseigene Leihbibliothek und es wurden Schulungen von naturheilkundlich interessierten Laien durchgeführt, die an unsere heutige Ausbildung „Naturheilkunde- Berater DNB“ erinnern.

Was hat sich verändert, was ist gleich
geblieben? Ein Rück- und Ausblick.

Glückliche Vereinsgründer des Vereins für Naturheilkunde Echazaue – Wannweil -Im Bild Vorstand und Beirat.

Alles also noch genauso wie vor 130 Jahren? In mancher Hinsicht – ja.

Die Naturheilvereine haben auch heute noch Priorität bei der Verbandsarbeit. Nach wie vor unterstützt der Deutsche Naturheilbund die Gründung von Vereinen, wie kürzlich des Vereins Echazaue-Wannweil.

Im Laufe des Vereinsbestehens gehört dann eine Beratung in Vereinsrechtsfragen, eine Begleitung in schwierigen Vereinssituationen oder auch Unterstützung bei der Umsetzung sich ändernder rechtlicher Vorgaben dazu, wie zum Beispiel zuletzt bei der neuen Datenschutzgrundverordnung.

Ergänzend gibt es Hilfestellungen bei digitalen Neuerungen, aktuell bei der Umsetzung digitaler Alternativen für Vorstands- oder Mitgliederveranstaltungen und Unterstützung bei der Durchführung von Veranstaltungen, sowie Fortbildungen und Arbeitskreise zur Stärkung der ehrenamtlichen Tätigkeit.

Stark erweitert wurde der Radius bei der gesundheitspolitischen Arbeit. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts richtete sich der Blick ausschließlich auf Deutschland – hier forderte der DNB schon damals die Anerkennung der Naturheilkunde als gleichberechtigte Heilmethode neben der vorherrschenden Schulmedizin und die Einrichtung von Lehrstühlen für Naturheilkunde an den deutschen Universitäten. Schließlich wurde 1920 der erste Lehrstuhl für Naturheilkunde in Berlin eingerichtet und mit Prof. Dr. Franz Schönenberger besetzt, der zu der Zeit auch als Schriftleiter des „Naturarzt“ tätig war.

Heute muss gesundheitspolitische Arbeit auf europäischer Ebene ansetzen. Denn die Gesetze, die in Brüssel erlassen werden, müssen anschließend hier auf nationaler Ebene umgesetzt, bzw. eingehalten werden. So dürfen zum Beispiel seit einigen Jahren viele traditionelle pflanzliche Mittel auch bei uns nicht mehr als Heilmittel verkauft werden, da sie die teuren und komplexen Zulassungsanforderungen nicht erfüllen können und laufen deshalb nur als „Nahrungsergänzungsmittel“.

Gleichzeitig gilt es, die Entwicklungen im eigenen Lande zu verfolgen und entsprechend zu agieren – Aktuell im Fokus steht zum Beispiel die vermehrt negative Berichterstattung über Homöopathie und die Bestrebungen, die Ausübung des Heilpraktiker Berufs zu erschweren oder gar zu verbieten.

Deshalb fand in diesem Sommer am Sitz der DNB-Bundesgeschäftsstelle ein breites Treffen mit vierzehn bundesweiten Institutionen statt, um ein Bündnis zu schmieden, welches für mehr positive Medienpräsenz der Naturheilkunde sorgen soll. Eine für das Frühjahr 2020 in Berlin geplante Tagung unter dem Titel „Gesundheitliche Prävention im Einklang mit der Umwelt“ musste leider Pandemie bedingt auf 2021 verschoben werden.

 

Das Prießnitzhaus war das erste Naturheil-Krankenhaus und wurde erbaut vom Deutschen Bund der Vereine für naturgemäße Lebens- und Heilweise. Sitz: Berlin, Leitender Arzt: Prof. Dr. Schönenberger

Weniger Beteiligung gab es – Corona bedingt – im vergangenen Jahr bei der Durchführung des bundesweiten „Tag der Naturheilkunde“, den der DNB vor dreizehn Jahren ins Leben gerufen hat.

Dieser Aktionstag ist bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) eingetragen als nationaler Gesundheitstag und legt dort als einziger unter rund einhundert Thementagen den Schwerpunkt auf die Naturheilkunde. Unter dem Oberbegriff „Tag der Naturheilkunde“ werden gemeinsam mit den Vereinen jedes Jahr im Herbst Aktionstage mit verschiedenen Leitthemen veranstaltet: In 2020 lautete das Motto „Umwelt gesund gestalten“ und in 2021 wird der Schwerpunkt auf der Stärkung des Immunsystems durch Naturheilkunde liegen. Die Vereine erhalten für die Durchführung umfangreiche Aktionstags-Materialien vom Verband.

Traditionell liegt die Basis der Öffentlichkeitsarbeit in der Wissensvermittlung durch die Printmedien:

Die Mitglieder des Naturheilbundes und der angeschlossenen Vereine erhalten die naturheilkundliche Fachzeitschrift „Naturarzt“ und die Verbandszeitschrift „DNB-Impulse“ im Rahmen der Mitgliedschaft.
Beide können seit diesem Jahr alternativ -oder zusätzlich- auch als digitale Ausgabe bezogen werden.


Einen weiteren großen Mehrwert für die Gesundheitsbildung unserer Mitglieder stellt insbesondere die „Telefonsprechstunde mit naturheilkundlichen Therapeuten“ dar. Hier kann im Telefonat mit
einem Therapeuten das eigene gesundheitliche Anliegen vorgetragen und Rat eingeholt werden.
Breit gefächert sind die Themen, zu denen der Wissenschaftliche Beirat im vergangenen Jahr Pressemeldungen herausgegeben hat: Dazu gehörte die Sichtweise der Naturheilkunde zum Weltkrebstag, zum Tag der Epilepsie, zur Rückengesundheit, Rheuma, Sonnenschutz, Osteoporose, zum Internationalen Umwelttag und vielen anderen Themen.

Allem voran beschäftigte sich unser Expertenteam in diesem Jahr natürlich insbesondere mit dem neuen Virus, der um die Welt ging – In Zusammenarbeit mit mehreren Beiratsmitgliedern verfasste Gert Dorschner eine Informationsschrift zur „P(l)andemie der Panikmache“, wie er seine umfangreiche Wissenssammlung betitelte.

Sabine Neff , DNB-Bundesgeschäftsführerin