Das Wochenende am 7. und 8. März stand ganz im Zeichen des Mottos:
„Der Naturheilverein bewegt“
Insgesamt 36 Teilnehmer im Alter von 20 – 80 Jahren hatten großen Spaß beim gemeinsamen Trampolinspringen mit  Musik.
Am Samstag ging es hauptsächlich um das Trampolinspringen für die Gesundheit. Federn, wippen und schwingen auf dem Trampolin löst Verspannungen, nicht nur im Rücken und Schulterbereich. Die Bandscheiben werden entlastet und besser ernährt.  Knochen und Knorpel werden wieder aufgebaut. Deshalb ist das Trampolinspringen gerade bei Gelenkserkrankung, Osteoporose und bei  Rücken- und Bandscheibenproblemen optimal.
Balance und Koordinationsübungen auf dem instabilen Untergrund des Trampolins kräftigen die Tiefenmuskulatur und das Bindegewebe, schulen den Gleichgewichtsinn und vieles mehr. Am Sonntag ging es zusätzlich um Fitness und Ausdauer… denn durch 10 Minuten Trampolinspringen erreichen wir genauso viel wie durch 30 Minuten Jogging… nur gelenkschonender!
Bei flotter Musik wurden verschiedene Schrittübungen einstudiert. Alle hatten großen Spaß. Denn Trampolinspringen macht nicht nur fit, sondern auch glücklich.

Elke Wörfel, 1. Vorsitzende Naturheilverein Esslingen e.V.

Der Meeresbiologe, Verhaltensforscher, Forschungstaucher und Autor Dr. Karsten Brensing referierte am Freitag, den 06. März für den Naturheilverein Mosbach in den Räumen der Alten Mälzerei. Als kleiner Junge wollte er schon immer Tiere verstehen, vor allem seinen Hund. Der Fernsehsendung „Flipper“ sei es geschuldet, dass er Meeresbiologe wurde. Bis 2015 arbeitete er 10 Jahre für die Internationale Umweltschutzorganisation. 2017 schrieb Brensing sein 1.Buch: „Das Mysterium der Tiere“, es folgten das Buch „Die Sprache der Tiere“ und der Spiegelbestseller und das mit dem Jugendpreis ausgezeichnete Kinderbuch: „ Wie Tiere denken und fühlen“.
Auf die erste Frage des Referenten, wer lebt mit einem Tier zusammen, wer kann sein Tier verstehen folgten viele ausgestreckte Hände nach oben. Anhand eines großen Experiments, dass Tiergeräusche aufzeichnete und Studenten herausfinden sollten, ob ein Tier wie die Meise, der Rabe, der Alligator, der Frosch oder der Berberaffe gerade entspannt oder erregt seien, stellte man fest, dass die Studenten das genau unterscheiden konnten. Jede Art habe sein eigenes Kommunikationssystem, seit 370 Million Jahre erkennen Tiere schon den inneren Status der anderen Tierarten und so ermunterte der Verhaltensforscher in die Akustik der Tiere hineinzuinterpretieren. Es gäbe sogar Humor im Tierreich, wie Dr. Brensing anhand eines Videos zwischen einem Mensch und einem Orang-Utan zeigte. Mit einer kurzen Zeitreise von der Steinzeit bis ins Mittelalter zeigte der Referent das Tierbild im Wandel der Zeit. Seit ca. 100 Jahren hätten wir durch Brehm mit seinem Werk „Das Brehmsche Tierleben“ ein besseres Verständnis für Tiere bekommen. Genau wie beim Menschen würde auch bei Tieren das Denken und Fühlen durch Steuermechanismen geregelt. Am Beispiel von der Partnerwahl erklärte der Tierexperte wie uns die Nase dabei helfe. Mensch und Tier könnten das Immunsystem des Gegenübers riechen. Man suche den Partner, der das eigene Immunsystem ergänzt, damit die Nachkommen wieder mit einem gesunden Immunsystem ausgestattet würden.  „Unser Immunsystem sei richtig genial“, begeisterte sich der Referent. Tiere haben Humor und können Spaß haben. Spielen sei viel älter, als wir denken, was man am Spielverhalten der Schildkröte erkennen könne. Ein Vogel müsse nur zwei Wochen im Jahr singen: Erstens um sein Territorium zu verteidigen und ein zweites Mal um bei der Partnerwahl sein Weibchen zu bezirzen. Aber aus Spaß sängen die Vögel das ganze Jahr über. Das Hormon Dopamin, das für das Belohnungssystem zuständig sei, wäre der Grund, warum wir Menschen arbeiten würden und auch die Tiere spielten, sängen und Spaß hätten. Fehle dieses Hormon, höre der Vogel auf zu singen und der Mensch höre auf zu arbeiten und könne sich an nichts mehr freuen. Am Experiment mit einem Hamsterrad, das in die freie Wildbahn gestellt wurde, habe man erkannt, dass Wildhamster aber auch Exen, Mäuse, Frösche und Nacktschnecken Spaß an diesem Rad hätten. Mit Bildern von surfenden Schwänen und Vögel, die auf dem Dach Ski fahren, ergänzte er die Erkenntnis, dass Tiere Spaß empfinden könnten. Dass Tiere auch denken könnten, wurde anhand von etlichen Beispielen auch deutlich. Die Katze überlege, wo könnte meine Beute sein, wenn die Maus entwischt ist, das nenne man Objektpermanenz. Bienen könnten Kunstwerke z.B. Gemälde von Miro von Picasso unterscheiden. Logisches, abstraktes und strategisches Denken führte der Tierforscher ebenfalls an experimentellen Beispielen vor. Menschenaffen teilten mit 24 Gesten einen nonverbalen Wortschatz und dies sei angeboren. Das sogenannte „Pointing“ (Zeigen auf etwas) z.B. ein Hund zeige durch Blickkontakt zu seinem Herrchen auf den Fressnapf, um ihm zu sagen, dass er Futter möchte. Das unterschiedliche Verhalten von Erdmännchen (Raubtieren) und Erdhörnchen (Nagetiere) zeigte er an einem lustigen Beispiel. Wenn Erdmännchen auf Beutejagd gingen, würden Andere aufpassen und Signalrufe geben, wenn Gefahr drohe. Die Erdhörnchen passten auch auf bzw. sie würden nur so tun, damit sie den sog. lockeren Job hätten und nicht jagen müssten. Tiere hätten gelernt, sich an der Sprache zu erkennen, sie würden wissen, dass es andere Individuen gäbe. Hunde könnten sich gegenseitig an der Stimme erkennen. Vor 25 Jahren habe man erkannt, dass Orcas  einen Dialekt sprächen, Mäuse übrigens auch. Der Dialekt stehe am Beginn der Vokale. Alle Tiere, die vokales Lernen besäßen, hätten ein Rhythmusgefühl, sie könnten die Töne hören, verstehen, verarbeiten und lernen. Dies hätten aber nur wenige Tiere. Seit jeher versuche man Tieren menschliches Sprechen beizubringen. Delphine, Schimpansen und Papageien könnten einfache Grammatik verstehen und anwenden. Den Schimpansen habe man Gebärdensprache beigebracht. Die Forscherin Irene Pepperberg habe an ihrem Papagei „Alex“ zeigen können, wie er zu einem sog. Smalltalk fähig wäre. Seit kurzem sei es erst möglich, durch die verbesserten Geräte und Medien Forschungen in freier Natur zu betreiben. Der Rotscheitelsäbler könne z. Beispiel zwei Laute zusammenziehen und dadurch Worte bauen. Die Meisen würden in ihrer Kommunikation Grammatik anwenden durch Regeln, die ihnen helfen würde die Gemeinschaft zu schützen. Auch Höflichkeit kenne man unter den Tieren, da man um die Vorteile wisse, wenn man einem Ranghöheren freundlich begegne. Tauben beherrschen sogar Rechtschreibung. Durch das Belohnungssystem habe man ihnen ca. 100 englische Vokabeln gezeigt, sie danach belohnt, so hätten sie in kurzer Zeit die richtigen Vokabeln von den falschen unterscheiden können. Auch wenn korrekte mit fehlerhaften, unbekannten Vokabeln gemischt wurden, wären sie von den Tauben trotzdem als falsch erkannt worden, was darauf schließen ließe, dass es ein Regelwerk im Gehirn gäbe. Viele Tierbücher seien schon veraltet, da die Forschungen und Erkenntnisse immer weiter gingen. Zum Schluss stellte der Tierfreund eine Organisation vor, der er angehöre. IRI (Individual Rights Initiative). Im Moment hätten 45.000 Schweine zusammen mit 3 Personen, von dem der Referent zu einer gehöre, eine Verfassungsbeschwerde eingereicht, um für ihre Rechte nach einem artgerechten Leben zu kämpfen und einzustehen. Die Zeiten der brutalen Ausbeutung unserer tierischen Mitbewohner dieses Erdballs sollten vorbei sein, die Zeit eines fairen Miteinanders müsse beginnen, weil wir es heute besser wissen würden.

Rolf Ehrle, NHV Mosbach und Umgebung e.V., 06.03.2020

Naturheilkundewissen – wichtiger denn je

Voller Begeisterung für das Erlernte und hoch motiviert haben die TeilnehmerInnen des 15. Lehrganges „Naturheilkunde-Berater DNB“ ihre Ausbildung Ende Februar abgeschlossen. Ob für die eigene Familie oder zur Erweiterung des beruflichen Arbeitsfeldes, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. „Wären meine Kinder noch nicht aus dem Haus, dann hätte ich Ihnen zur Volljährigkeit diesen Lehrgang geschenkt!“ meinte eine Teilnehmerin, quasi als „Hausapotheke für’s Leben“.
Die Naturheilkunde gibt uns in der Tat mit den einzelnen Säulen Phytotherapie mit Homöopathie, Bewegung, Ernährung, Hydrotherapie, Lebensordnung und ganz aktuell der Umwelt viele bewährte Therapien und Methoden an die Hand, um natürlich gesund zu bleiben oder zu werden. Die Dozenten der Ausbildung sind allesamt Koryphäen ihres Faches und die Meisten von Anfang an dabei. Einen Wechsel gab es allerdings: In diesem Lehrgang nahm erstmals die Heilpraktikerin Dr. Rosina Sonnenschmidt zusammen mit dem ärztlichen Leiter Gert Dorschner den TeilnehmerInnen die mündliche Prüfung ab, da Ehrenpräsident Willy Hauser aus Altersgründen leider nicht mehr dabei ist.
Dr. Sonnenschmidt bereichert die Ausbildung um den erst kürzlich ins Unterrichtsprogramm aufgenommenen Aspekt der Umweltbelastungen und wie damit umgegangen werden kann. Auch hier bietet die Naturheilkunde Unterstützung. So lernen die TeilnehmerInnen zum Beispiel die Möglichkeiten von Entschlackungs- und Entgiftungskuren mit Schüssler-Salzen bei ihr kennen.
Ein Highlight am Ende der Ausbildung ist die Erstellung und Präsentation der Abschlussarbeit. Hierbei gilt es, sich mit einem Thema innerhalb des Lernstoffes intensiv auseinanderzusetzen und zu diesem eine mehrseitige Dokumentation zu verfassen. Wer möchte, kann die Abschlussarbeit den Mitstudierenden auch präsentieren – ein gutes Training zum Beispiel für eine spätere Vortragstätigkeit. Vorträge und Seminare zu halten, zählt zu den vielen Möglichkeiten für die Arbeit als „Naturheilkunde-Berater DNB“. Ob in den bundesweiten Naturheilvereinen des Deutschen Naturheilbundes, bei Volkshochschulen, Kindergärten, u.v.m., die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Und wer tiefer einsteigen möchte, dem bieten sich breite Weiterbildungsmöglichkeiten an der Akademie für Ganzheitsmedizin in Heidelberg von Gert Dorschner und unserer Vize-Präsidentin Ursula Gieringer oder dem Institut „Inroso“ von Dr. Rosina Sonnenschmidt.

Sabine Neff, Bundesgeschäftsführerin DNB

Never change a winning Team…

Nach dieser Devise entschieden sich die anwesenden Mitglieder des Naturheilvereins Mosbach und Umgebung e.V. bei der Jahreshauptversammlung einstimmig für das bewährte Vorstandsleitungsteam.
Rolf Ehrle, neben Monika Kretz und Gabi Nießen einer der drei im Leitungsteam des Vorstandes, eröffnete die Jahreshauptversammlung, zu der er soviel Mitglieder wie sie noch nie zu solch einer Versammlung kamen, begrüßte. Er drückte seinen Dank für die Treue der anwesenden Mitglieder zum Verein aus, zumal der Naturheilverein dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern werde und dies nur durch die Mitgliedschaft langjähriger Freunde des Vereins möglich würde. Bevor die Sitzung begann, führte Elke Edin, DanseVita-Tanztherapeutin und im Beirat des Vorstandes tätig, die Anwesenden mit  vier kleinen Tänzenin Ihre Arbeit ein. Für zwanzig Minuten herrschte so im Foyer der Alten Mälzerei ein reges, buntes Treiben.
Gabriele Landauer (Beirat) stellte in der Folge die Mitgliederstatistik der letzten Jahre vor. Es zeigte sich, dass sich die Mitgliederzahl seit Jahren konstant so um die 300 bewegt. Leider stellten  jüngere Mitglieder eher die Ausnahme dar. Auch deshalb wäre die Internetpräsenz des Vereins überarbeitet worden. Die Veranstaltungen des Vereins würden nun auch in den neuen Medien (Facebook, Instagram etc.) vorgestellt und beworben, um die Mitgliedschaft oder den Besuch von Veranstaltungen auch für junge Familien attraktiv zu gestalten. Es sei ganz einfach, die Termine und Daten direkt auf das Smartphone zu übertragen.
Anschließend wurden zahlreiche langjährige Mitglieder, darunter auch Gründungsmitglieder geehrt. Allen voran Karin Ried, welche die Idee zur Gründung des Vereins hatte und dieses Vorhaben am 31. Januar 1995 mit 21 Personen im ev. Kindergarten Villa Kunterbunt in Diedesheim umsetzte. Monika Kretz, Vorstandsmitglied und ebenfalls Geehrte,  führte aus, dass für sie persönlich der Eintritt und die seither aktive Mitarbeit im Verein eine der wichtigsten Entscheidungen in ihrem Leben gewesen wäre. Durch den Austausch, die mittlerweile über 300 Vorträge und unzähligen Seminare, hätte sie Eigenverantwortung, Intuition und Glaube an die Selbstheilungskräfte durch Berücksichtigung von Körper, Seele und Geist gewonnen. Damit sprach sie vielen Anwesenden aus der Seele, wie die rege Diskussion zeigte.
Einen Blumenstrauß bekamen Gabriele Landauer und Mareike Ühlein für ihr Engagement in Sachen Wanderschuhe: Beide organisieren und führen Interessierte Wanderbegeisterte im Namen des Naturheilvereins über den Neckarsteig und machen dadurch unsere regionale Natur für viele Menschen hautnah erlebbar.
Einziger Wehmutstropfen der Sitzung war, dass der Vorstand gezwungen war, nach Jahren konstanter Mitgliedbeiträge, diese leicht an zu heben. Aber auch dies wurde von den Versammelten einstimmig abgesegnet.

Rolf Ehrle, NHV Mosbach und Umgebung e.V., 01.03.2020

 Neben Vorsorgemaßnahmen, wie die Hände mehrmals täglich zu waschen, Menschenmengen zu meiden usw., sollte man die Kraft der Natur unbedingt nutzen. Prof. Stephan Ludwig und renommierte Kollegen empfehlen den Extrakt aus der Zistrose (Cystus 052) Handelsname „Cystus Pandalis®“, bereits vorbeugend zu lutschen. Der antivirale Effekt der mediterranen Heilpflanze wirkt, je nach Virusart, bis zu 100-mal stärker als Neuraminidasehemmer“, so Ludwig. Damit können Viren bereits vor dem Eindringen in den Körper abgefangen werden. Hohem Fieber kann man zum Beispiel mit Wadenwickeln begegnen. Mädesüssblüten (Mädesüssblüten Dr. Pandalis Bio Tee®) enthalten Salicylaldehyd und Salicylsäuremethylester. Diese hemmen die Prostaglandinbildung und wirken zusammen mit Flavonoiden (ebenfalls in Mädesüss) fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Auch Umckaloabo® (ein pflanzliches Antiinfektivum aus der Wurzel der südafrikanischen Kapland-Pelargonie) erschwert den Viren das Anhaften an den Schleimhäuten. Der Schleim kann damit besser abtransportiert werden. Kamillentee wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, beruhigend und krampflösend – gerade bei Husten und Schnupfen. Holunder wirkt schweißtreibend. Durch die kurzzeitige Erhöhung der Körpertemperatur werden die körpereigenen Abwehrzellen aktiviert. Lindenblüten haben ähnliche Eigenschaften wie Holunder. Frau Prof. Karin Kraft, Lehrstuhlinhaberin für Naturheilkunde an der Universität Rostock, empfiehlt bei Begleitsymptomen, wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit u. a. Präparate aus Eibischwurzel, Salbeiblättern, Spitzwegerichkraut oder Isländisch Moos. „Die Wirksamkeit dieser Präparate wurde in klinischen Studien belegt. Sie können Entzündungen lindern und sind hervorragend verträglich“, so Kraft. Myrtol zum Beispiel ist ein Mischpräparat aus Eukalyptusöl, Süßorangenöl, Myrten- und Zitronenöl. „Es wirkt abschwellend auf die Nasenschleimhaut und zudem schleimlösend, antientzündlich und antibakteriell. Und, es ist für Kinder ab sechs Jahren zugelassen“, berichtet Kraft. Allerdings gibt Kraft zu bedenken, dass Phytopharmaka, bei einer echten Grippe oder einer bakteriell verursachten Rhinosinusitis, nicht die alleinige Maßnahme sein sollten.

Bei Grippe benötigen Patienten vielerlei Antioxidantien en masse. Also gedünstetes Gemüse und frisches Obst nach Wahl. Auch eine Hühnersuppe sowie Brustwickel (richtig angewendet) können helfen. Bei Grippe verliert der Körper durch Schwitzen viel Flüssigkeit. Einer Dehydrierung wirkt man am besten mit Wasser, Tee oder stark verdünnten Fruchtsäften entgegen. Trinkt man viel, dann kann gerade zäher Schleim besser verflüssigt und leichter abgehustet werden. Zudem braucht der Körper in einer solchen Situation Ruhe. Diese sollte man ihm gönnen und die Grippe auskurieren.

Detaillierte Informationen zu den Corona-Testmöglichkeiten und ausführliche Beschreibung der Präventionsmöglichkeiten durch Hygiene, Ernährung, Phytotherapeutischen Mitteln und mehr finden Sie hier.

Autor:

Horst Boss
Medizinjournalist / Heilpraktiker
Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Naturheilbundes e.V.
Peterbauerweg 7
83646 Wackersberg

eMail: kontakt@horstboss.de

 

 

Bild: Thomas Wolter, Pixabay

Petra Birkefeld, Tanztherapeutin (BTD) aus Mosbach, gestaltete für den Naturheilverein Mosbach einen Workshop mit viel Tanz und geführten Körperübungen, der Leib und Seele in Bewegung brachte. Birkefeld ist nach den Kriterien des Berufsverbandes Deutscher TanztherapeutInnen (BTD) zur Tanztherapeutin ausgebildet. Birkefelds Einführung machte deutlich, dass diese BTD-Ausbildung auch befähige, psychotherapeutisch in Kliniken oder in eigener Praxis zu arbeiten. Tanztherapie eigne sich für Kinder, Männer und Frauen jeder Altersgruppe und Fitnesszustand. Sie fördere auch Persönlichkeitsentwicklung und Beziehungsfähigkeit.
Die Grundlage von Tanztherapie sei die Überzeugung, dass sich die Seele des Menschen im Körper ausdrücke. Eine der Pionierinnen der Tanztherapie, Trudi Schoop, sagte gar, dass „das Wesen des Menschen … von zwei Seiten beeinflussbar“ sei: Von der seelischen, wie auch von der körperlichen Seite initiiert, können Prozesse in Gang kommen, die neue Erkenntnisse und Erfahrungen bescheren und den Menschen verändern. Diese enge Verbindung zwischen Körper und Seele sei inzwischen durch die Forschung vielfach belegt, insbesondere die Säuglingsforschung könnte die Ideen und Vorgehensweisen der Tanztherapie ganz deutlich bestätigen.
In der Bewegung könne die Vielfalt des körperlichen und damit auch des seelischen Repertoires erweitert werden. Bestehende Themen in Bewegung umgesetzt, könne neue Erfahrungen bringen. Wichtig sei daher, so Birkefeld, die Impulse des Körpers wahrzunehmen und zu lernen, immer genauer hinzuspüren. Daher leitete sie die einzelnen Übungen mit Fragen zum genaueren Hinspüren an und bereitete mit angeleiteten Körperübungen vor. Kurze Austauschrunden gaben zwanglos die Möglichkeit, über Erfahrenes zu sprechen und sich so über neue oder alte Impulse bewusst zu werden.
Das Leit-Thema des Workshops könne mit der Überschrift „Ich, in meiner Kraft und in meinen Grenzen, in Kontakt mit den Anderen“ umschrieben werden.
Bei Körperübungen im Liegen und Stehen erfuhren die Teilnehmer Entspannung und die Sicherheit des Getragen-Werdens durch die Erde. Langsam und im individuellen Tempo der Teilnehmer wurde die „innere Aufrichtung“ zu einem neuen Erfahrungswert. Mit dem Wechselspiel von „bei sich sein“ und „sich Raum nehmen“ konnte tänzerisch experimentiert werden. Die eigene „Haltung“, sowohl in seelischer wie auch in körperlicher Hinsicht, wurde dabei spielerisch ausgedrückt. Birkefeld: „Das Vertrauen in die Ausdruckskraft des eigenen Körper wird gefestigt“.
Ein Nachmittag bei dem zu Musik und mit viel Tanz experimentiert und verschiedene Qualitäten und Ausdrucksweisen probiert werden konnten. Zwischen den angeleiteten Übungsteilen gab Birkefeld viel Raum, frei der Musik zu folgen und alles heraus zu tanzen, was noch in jedem persönlich steckte. Platz gab es genug im Raum „Tenne“ in der Alten Mälzerei. Wer es erlebt hat weiß: Im freien Tanz fühlt man sich lebendig und stark, kommt direkt und spielerisch in Kontakt mit sich selbst und anderen und stärkt die Persönlichkeit.

Cornelia Schulz, NHV Mosbach und Umgebung e.V.

Sanfte Reise mit Gong und Klangschalen

Mit einem Workshop mit Klangschalen, Gong und vielen Matten, Decken, Kerzen sowie heimeliger Lichtstrahlung begann das Jahresprogramm des Naturheilvereins Mosbach. Elke Wagner, Klangmassage-Praktikerin aus Mosbach, gestaltete einen Workshop zur „lebendigen Klangwelt“. Sie hat vor 6 Jahren mit ihrer Ausbildung bei Isabelle Breitenbach begonnen und sei auch noch heute fasziniert von der Vielfalt der Klänge aus Klangschalen, Gong und Koshis, die gut miteinander harmonieren.
Bevor die Töne erklangen und die Klangkörper zu schwingen begannen, ging Wagner auf die Geschichte, die Arten sowie deren Herkunft ein.
Klangschalen werden schon seit Jahrtausenden in Asien verwendet. Sie wurden damals nicht nur als Musik-Instrumente und Meditationsobjekte, sondern auch als Kochtöpfe und Schalen für Speis und Trank verwendet.
Es gebe Unterschiede in Größe, Form, Zusammensetzung sowie Stärke und somit auch in der Wirkungsweise und in deren Gestaltung. Früher wurden die Schalen ausschließlich in der Hitze gehämmert. Mittlerweile werden spezielle Klangschalen auch teilweise gegossen. Die Schalen bestünden aus unterschiedlichen Metall-Legierungen. Die bekanntesten Bestandteile seien Kupfer, Bronze, Messing, Zink, Silber und Gold.
Ihre Schwingungen und Klänge wirken wohltuend auf Körper, Geist und Seele und aktivieren die Selbstheilungskräfte. Sie können Blockaden lösen und körperliche Schmerzen lindern. Die Klänge der Klangschalen und das Zusammenspiel mit dem Gong fördern eine Tiefenentspannung oder auch, je nach Art des Spielens, die Kreativität. Viele weitere Einsatzmöglichkeiten und positive Effekte wurden von Wagner dargelegt. Der Mensch, mit seinem sehr hohen Wasseranteil, sei der reinste Klangkörper. Die Schalen würden mit diversen Schlägeln und Klöppeln aktiviert. Diese unterscheiden sich ebenso in Größe und Art. So erzeuge man je nach Einsatz weiche und tiefe Töne oder auch laute und hohe.
Der Gong gehöre zu der Instrumentengattung „Selbstklinger“. Gongs zählen zu den ältesten und wichtigsten Musikinstrumenten Südostasiens. Die Ursprünge lassen sich bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen. Die weitverbreitete Vermutung, der Gong stamme ursprünglich aus China, sei falsch. Entstehungszentren waren u. a. Korea, Vietnam, Tibet, Indien, Thailand und Japan. Im 16. Jahrhundert kamen die Gongs über den Seeweg nach Europa. Mindere Qualitäten wurden oft als Signalinstrumente für Essenszeiten eingesetzt. Der Einzug des Gongs in die westliche Musikwelt lasse sich auf das Jahr 1889 datieren.
Der Besitz eines Gongs stand früher als Zeichen von Wohlstand und Reichtum. Gongs werden meist aus Bronze gegossen und geschmiedet, evtl. werden Kupfer- und Zinnanteile zugegeben. Wagner, die selbst einen Tam Tam-Gong mitgebracht hatte, verwies auf weitere Arten wie Fen Gongs und Buckel-Gongs. Gongs würden in vier Schritten hergestellt werden wie Gießen, Schmieden, Retuschieren sowie Stimmen.
Obertonreiche Töne wecken Emotionen und die Kreativität. Hierzu werde im Mittel- und Außenbereich gespielt. Je weiter man in das Innere dringe, desto tiefer und erdender würden die Töne. Die Schlägel werden wie bei den Klangschalen-Schlägeln eingesetzt: Je weicher und größer, desto wärmer, je härter und kleiner, umso höher und obertonreicher klingend. Diese Einführung bildete den Übergang zu zwei entspannten, harmonisierenden und das Zeitgefühl verlierenden Klangreisen. Die Zuhörer erfuhren die Instrumente über ihre Gefühle und Empfindungen erfahren. Eine Verbundenheit mit den Tiefen des eigenen Selbst wurden vermittelt.

Cornelia Schulz, NHV Mosbach und Umgebung e.V.

 

 

In diesem Jahr findet die jährliche Tagung des Deutschen Naturheilbundes erstmals seit Anfang 2000 nicht im Flair-Parkhotel Ilshofen statt, sondern eintägig am Sitz der Bundesgeschäftsstelle im Schloss Bauschlott, Neulingen bei Pforzheim. Diese Entscheidung wurde mit großer Mehrheit der Delegierten auf der Bundesversammlung im vorigen Jahr getroffen.
So laden Vorstand, Präsidium und Bundesgeschäftsstelle alle Mitglieder, Naturheilkunde-Berater DNB und Gäste herzlich ein, am 28. März 2020 an der Jahrestagung unter dem Aktionstagsmotto „Umwelt gesund gestalten“ teilzunehmen. Auf der Tagesordnung stehen spannende Vorträge zum Jahresthema, Berichte über Entwicklungen im Verband und in der Gesundheitspolitik, bei denen die Mitglieder um ihre Meinung gefragt und in Entscheidungen eingebunden werden sollen. Das historische Ambiente, leckere Bewirtung und ausreichend Zeit für einen lebendigen Austausch untereinander, versprechen einen spannenden, erlebnisreichen Tag.
Teilnahme nach Anmeldung an die Bundesgeschäftsstelle unter info@naturheilbund.de bis zum 15. März 2020. Tagungsgebühr inkl. Verpflegung 30,00 Euro.

Programmablauf, Samstag 28. März 2020
09.00 – 09.45 Uhr Empfang und Willkommens-Kaffee
09.45 – 10.00 Uhr Begrüßung und Eröffnung durch die Präsidentin Nora Laubstein
10.00 – 10.45 Uhr Pilotvortrag „Umwelt gesund gestalten“, 1. Vizepräsidentin Ursula Gieringer
10.45 – 11.30 Uhr Zukunft des Aktionstages / Zentralveranstaltung / Thema 2021
11.30 – 12.30 Uhr Stunde für die Vereine, Elke Wörfel, Präsidium
12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause mit vollwertigem Buffet
13.30 – 14.30 Uhr Aktuelles aus den Vereinen und der Bundesgeschäftsstelle
14.30 – 15.30 Uhr „Gesundheitspolitische 45 Minuten“
15.30 – 16.00 Uhr Kaffeepause
16.00 – 17.00 Uhr Vortrag „Patientensicherheit – Schutz und Selbstschutz der Menschen vor den üblen Nebenwirkungen synthetisch-chemischer Arzneimittel“, Dr. Sonja Reitz
17.00 Uhr Abschluss der Tagung

Sabine Neff, Bundesgeschäftsführerin DNB
Bild: Schloss Bauschlott