„Ich habe beschlossen, glücklich zu sein – denn es ist förderlich für die Gesundheit.“  – Voltaire

Eine der positiven Entwicklungen in den vergangenen 2 Jahren war wohl die Tatsache, dass viele Mitmenschen die heilsamen Kräfte der Natur für sich (wieder)entdeckt haben. Viel mehr Familien als in den Jahren zuvor hat man während der Lockdowns draußen gesehen: Mit einer heißen Thermosflasche und einem einfachen Picknick im Rucksack raus in die Natur. Das, was vor wenigen Jahrzehnten noch Normalität war, wurde in den letzten Jahren eher zur Seltenheit, wird aber seit wenigen Jahren auch als therapeutisches „Waldbaden“ neu entdeckt. Gut so! Trotzdem war und ist die Zeit sehr belastend. Vielleicht spüren Sie auch an sich und ihrem Umfeld, dass der vergangene Sommer in vielen Regionen zu wenig Sonne zum Auftanken geboten hat. Gepaart mit vielschichtigen Sorgen und Bedenken fühlen sich viele nicht gut gerüstet für die graue Jahreszeit. Deshalb wollen wir hier nochmal die Heilpflanzen beleuchten, die uns unterstützen können, wenn man gestresst ist, die Nerven blank liegen, der ersehnte Schlaf sich nicht einstellen mag, das Grau sich auf die Seele legt.

Baldrian (Valeriana officinalis)

Wussten Sie, dass der Name „Valeriana“ abgeleitet ist vom lateinischen Wort „valere“, das so viel bedeutet wie „sich kräftig und wohl fühlen“. Baldrian kann seine beruhigende Wirkung in verschiedenen Lebenssituation entfalten. Insbesondere überreizte, nervöse, überempfindliche Personen mit übersteigerter Gedanken-Aktivität, schlechtem Schlaf, mangelnder Bodenhaftung und unkontrolliertem Gefühlsleben können ihn nutzen. Inzwischen weiß man, dass einer der Angriffsorte der Baldrian-Wirkstoffe der Botenstoff GABA ist. Die Aktivität dieses Botenstoffes sorgt unter anderem dafür, dass nicht alle Reize, die unser Gehirn erreichen, auch wirklich weitergeleitet werden und im Bewusstsein ankommen. So kann eine Reizüberflutung verringert werden, die die Nerven belasten würde.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Es gilt als die eingefangene Kraft der Sonne, wirkt also stimmungsaufhellend. Johanniskraut beeinflusst den Botenstoff Serotonin, der im Volksmund als Glückshormon bezeichnet wird.

Melisse (Melissa officinalis)

Der Name Melissa stammt aus dem Griechischen und bedeutet Honigbiene. Der Grund ist, dass die Melisse im Altertum als Bienenweide kultiviert wurde. In unserer Region wird sie seit dem 16. Jhd. als Heilpfanze angebaut. Als Bestandteil des Karmelitergeistes und anderer Melissengeiste spielte die Melisse als Hausmittel mit breiter Anwendung eine wichtige Rolle – insbesondere auf Grund ihrer beruhigenden und verdauungsfördernden Eigenschaften.

Passionsblume (Passiflora incarnata)

Viele Naturheilkundler kennen das Phänomen: Wenn eine Heilpflanze besonders benötigt wird, tritt sie örtlich und zeitlich gehäuft auf. Die Passionsblume scheint ein typisches Beispiel zu sein: Parallel zu der immer größer werdenden Rolle von Stress in unserer Gesellschaft wuchs deren Bekannt- und Beliebtheitsgrad. Heute weiß man, dass deren Wirkung durchaus mit der von chemisch-synthetischen Arzneimitteln zur Beruhigung vergleichbar ist und – genau wie einige von ihnen – auf den Botenstoff GABA wirkt. Passiflora incarnata ist aber viel sanfter und besser verträglich. In der Apotheke gibt es Fertigprodukte mit diesen Heilpflanzen – sowohl als Mono-Produkte als auch in fixen Kombinationen, beispielsweise

• Johanniskraut + Baldrian + Passionsblume
• Passionsblume + Baldrian + Melisse
• Baldrian + Johanniskraut + Melisse

Man geht davon aus, dass sich in solchen Kombinationen die Wirkungen sinnvoll ergänzen, also mehr sind, als nur die Summe der Einzelwirkungen. Denken Sie an Voltaires Worte in der Überschrift und nutzen Sie die Kräfte der Natur zum Glücklichsein – allen voran die Sonne, aber auch die Heilpflanzen. Damit können Sie sich wappnen für graue bzw. stressige Zeiten. Ihre Seele und Ihr Körper – auch Ihr Immunsystem – werden es Ihnen danken.

Bärbel Tschech ist Diplom-Biologin bei
Pascoe Naturmedizin

Bild: pixaby

Die Leber ist unser Hauptentgiftungs- und Stoffwechselorgan. Alle Nahrung, aber auch Gärungs- und Fäulnisprodukte des Darms passieren die Leber. Täglich durchströmen 2000 Liter Blut dieses Organ. Die Leber produziert eine Vielzahl von Eiweißstoffen, aktiviert Hormone und baut diese ab. Weiterhin wird täglich ca. 1 Liter Gallensäure für die Verdauung hergestellt. Die Leber ist zuständig für den Umbau und die Entgiftung von belastenden Stoffen, wie Umweltgifte, Medikamente, Alkohol oder andere chemische Substanzen. Dabei ist die Leber häufig stark gefordert.

Diagnostik

Die Labor Diagnostik der Leber ist unzureichend, da die sogenannten Leberwerte, wie z.B. GOT, GPT oder gamma-GT in einer Anfangsphase der Leberstörung meist noch unauffällig sind. Auch schmerzt die Leber nicht. In der chinesischen Medizin weiß man jedoch „Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit“. So ist übermäßige Müdigkeit häufig durch eine Leberbelastung bedingt.

Traditionelle chinesische Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin beschreibt, über die schulmedizinische Betrachtung hinaus, weitere Aspekte der Leber. Dort gehört die Leber zur Wandlungsphase Holz und reguliert das freie Fließen des Qi. Das Qi kann u.a. als Lebenskraft und Lebensenergie verstanden werden. Bei einem durch die Leber gezügeltem Ausbreiten des Qi–Flusses werden Kreativität, Intuition, Fantasien und Ideen gefördert. Ist die Leber geschwächt und dadurch der Qi-Fluss ungezügelt, können körperliche und psychische Störungen auftreten. Zur Stärkung der Leber und zu einer Regulierung des Qi-Flusses sind geregelte Tagesabläufe, Regelmäßigkeit, Rhythmus und Atemübungen förderlich. In der chinesischen Medizin wird eine gesunde, starke Leber mit Tatkraft und erworbener Autorität verbunden. „Was kostet die Welt?“ symbolisiert den feurigen Lebertypus. In der anthroposophischen Medizin ist die Leber dasjenige Organ, das dem Menschen die Courage gibt, eine Idee in die Tat umzusetzen. Ist die Leber geschwächt, kann dies z.B. zu Unentschlossenheit, depressivem Selbstmitleid und Streitsucht führen. In der Schulmedizin ist der Begriff der Leberdepression bekannt. Schlafstörungen vor allem zwischen 1:00 und 3:00 Uhr deuten häufig auf eine Leberbelastung hin. Auf der seelischen Ebene ist der lebergeschwächte Mensch besonders anfällig für Kränkungen, Wut und Frustration. Dies findet sich auch in dem deutschen Sprichwort „Es läuft einem eine Laus über die Leber“. In der chinesischen Medizin ist das Auge das Sinnesorgan, das der Leber zugeordnet ist. Dies bedeutet, dass es sinnvoll ist, bei Augenerkrankungen die Leber zu stärken und umgekehrt. Bei einem Waldbad wirkt sich die Farbe „grün“ z.B. auf den ganzen Organismus positiv aus.

Belastungen

Eine Belastung entsteht vor allem durch eine Ernährung, die zu viel Zucker, Eiweiß sowie Schweinefleisch und übermäßig Alkohol enthält. Aber auch die zunehmende Medikamentierung mit chemischen Präparaten belastet die Leber. Weiterhin können Viren, wie insbesondere der Epstein Barr Virus belasten und typischerweise zu chronischer Müdigkeit führen. Umweltgifte, emotionale Belastungen und Stress sowie ein Mangel an Rhythmus und Flexibilität, schwächen dieses wichtige Organ.

Behandlung

Die Leber ist in vielen Fällen regenerationsfähig. Eine Leberbehandlung sollte zunächst immer die Reduktion belastender Stoffe beinhalten. Dies ist bezüglich der Ernährung meist gut möglich. Bei Medikamenten ist es häufig schwieriger. Auch muss die Darmgesundheit beachtet werden, da der Darm der Leber vorgelagert ist. Der altbewährte feucht–heiße Leberwickel sollte immer zum Einsatz kommen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von guten pflanzlichen, homöopathischen oder spagyrischen Medikamenten zur Leberunterstützung. Auch B-Vitamine und bestimmte Enzyme können die Leberfunktion stärken. Humor und Lachen fördert ebenfalls die Lebergesundheit, da hierüber, nach der chinesischen Medizin, die wichtige emotionale Ebene dieses Organs gestärkt wird. Vermutlich wirkt die von Mirsakarim Norbekov propagierte universelle Therapie des Lächelns auch über die Leber.

So erscheint zusammenfassend die Aussage eines alten Heilpraktikers „Wenn Du nicht weißt, wo Du bei einer Behandlung beginnen sollst, behandle immer zuerst die Leber“ genau richtig zu sein.

Dr.rer.nat. Klaus Harald Zöltzer

Heilpraktiker, Dipl. Physiker, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des DNB Bad Nauheim

 

„Vor 50 Jahren, am 31. März 1971, begann alles, was mit der Familie von Rosen und Gersfeld zu tun hat“ schreibt Dr. Jürgen von Rosen anlässlich des 50. Praxisjubiläums in seinem aktuellen Newsletter. Bereits im April desselben Jahres wurde die Hausarztpraxis am Marktplatz eröffnet und ist mittlerweile gemeinsam mit der 1981 gegründeten Schlosspark Klinik eine Institution geworden, die weit über die Grenzen des Rhönstädtchens hinaus bekannt ist.

Die Anfänge waren schwer und mit vielen Vorurteilen seitens der ansässigen Ärzteschaft und der Bevölkerung verbunden. Nicht zuletzt deshalb, weil in der Praxis neben den schulmedizinischen Leistungen auch naturheilkundliche Behandlungen angeboten wurden. Um die fehlenden Einnahmen auszugleichen, arbeitete Dr. Jürgen von Rosen morgens als Bundeswehr-Arzt in Wildflecken und praktizierte erst im Anschluss in seiner Praxis. Trotz aller Schwierigkeiten haben sich der naturmedizinische Ansatz, die ständige Weiterbildung und die Verbesserung der Therapien über die Jahre hinweg bewährt und führten dazu, dass viele Patienten lange Wege in Kauf nehmen, um sich in Praxis und Klinik individuell und ganzheitlich behandeln zu lassen. Mittlerweile kommen die Betroffenen nicht nur aus der weiteren Umgebung, sondern aus ganz Deutschland, Europa und sogar aus Übersee. Selbst schulmedizinisch bereits austherapierten Patienten kann durch den einzigartigen Therapieansatz in vielen Fällen weitergeholfen werden. Bewährte Naturheilkunde, innovative Medizin, ein ganzheitliches Behandlungskonzept, engagierte und freundliche Mitarbeiter, das Ambiente einer Jugendstilvilla und die herzliche Atmosphäre eines Familienbetriebs machen Praxis und Klinik Dr. von Rosen in dieser Kombination einzigartig, erklärt der jetzige Inhaber Dr. Martin Freiherr von Rosen. Oder, wie eine Patientin so schön schrieb: „Es ist wie im Vorzimmer zum Himmel“. Seit März 2020 befinden sich Praxis und Klinik zusammen in der Parkvilla in der Fritz-Stamer-Straße 11, was eine engere Verzahnung beider Einrichtungen und eine bessere Organisation ermöglicht. Die liebevoll renovierten Räumlichkeiten vermitteln ein behagliches Ambiente und wirken unterstützend zu den naturheilkundlichen Anwendungen. Das Firmenjubiläum soll bei passender Gelegenheit mit einem Tag der offenen Tür und Vorträgen gebührend gefeiert werden.

Zum Unternehmen:

Seit 1971 / 1981 widmen sich Praxis und Klinik Dr. von Rosen ganzheitlichen, naturheilkundlich orientierten Behandlungsmethoden unter Berücksichtigung schulmedizinischer Erkenntnisse. Das Ziel aller Therapien ist es, Körper und Geist in Balance zu bringen, die Selbstheilungskräfte zu stärken und die Betroffenen zu Eigenverantwortung und Gesundheitsvorsorge anzuregen. Neben den Behandlungen wird das Wohl der Patienten durch einen wertschätzenden und zugewandten Umgang sowie eine Atmosphäre der Geborgenheit gefördert.

Text und Foto: Dr. Martin von Rosen

Der Deutsche Naturheilbund (vertreten durch die Bundesgeschäftsführerin Sabine Neff) und der Vorstand des NHV Echazaue Wannweil machten sich auf die Reise nach Jesénik an den Gräfenberg, um gemeinsam mit Dr. Helfricht und Vertretern des Kurhauses über das kommende Jubiläum „200 Jahre Kaltwasseranstalt“ 2022 zu sprechen und weitere Pläne zu schmieden.
Und natürlich ließ es sich die Gruppe nicht nehmen, in die Geschichte von Vinzenz Prießnitz und seiner Behandlungsmethode einzutauchen!
Einen tollen und informativen und sehr lesenswerten  Artikel darüber gibt es vom Naturheilverein Echazaue Wannweil
Unsere nächste Gräfenberg-Reise findet vom 02.10. bis 09.10.2022 statt. Bei Interesse können Sie sich schon jetzt unter info@naturheilbund.de oder unter 07237 4848-799 einen Platz vormerken lassen.

Fotos & Artikel ©Tim Bialas NHV Wannweil

Nachstehend eine Zusammenfassung der Bundesversammlung im Rahmen einer zweitägigen Jahrestagung, die gefüllt war mit Vorträgen und dem Austausch der aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Vereinsvorständen, Aktiven und Gremienmitgliedern des Verbandes.

Geschäftsbericht des Vorstandes

Präsidentin Nora Laubstein berichtete anschaulich in ihrem Geschäftsbericht über die Entwicklungen und Tätigkeiten des Vorstandes in den Jahren 2019 bis 2020. Als „Neustart und Neustrukturierung des Verbandes“ bezeichnete die Präsidentin den Start ihrer Arbeit mit neuem Team, neuer Satzung und neu ernannter Geschäftsführerin. Aktiv wurden Bereiche wie Vernetzung, Kooperationen und Partnerschaften angegangen, Verbesserungsmöglichkeiten bei bestehenden Arbeitsfeldern wie der Ausbildung Naturheilkunde-Berater DNB und Unterstützung der Arbeit der lokalen Naturheilvereine ausgelotet. Des Weiteren berichtete Nora Laubstein von verschiedenen Treffen mit den Verbandsgremien (Klausurtagung) und politischen Akteuren.

Geschäftsbericht d. Bundesgeschäftsstelle

Anschließend erläuterte Bundesgeschäftsführerin Sabine Neff die vielfältigen Arbeitsbereiche der Bundesgeschäftsstelle und die Situation in den Naturheilvereinen. So stellte sie die Vereinsgründerin Christine Hack und deren neuen NHV Echazaue Wannweil e.V. vor. Doch auch von Problemen in den Vereinen wie Mitgliederschwund, mangelnde Aktive u.v.m. musste berichtet werden.

Leistungen des Verbandes für die Mitgliedsvereine

Im Fokus des Berichts der Bundesgeschäftsstelle standen natürlich auch die vielfältigen Leistungen des Verbandes für die Naturheilvereine, wie die kostenfreie Telefonsprechstunde, Werbematerialien zum „Tag der Naturheilkunde“, die Vereinsberatung und ganz aktuell das stetig wachsende Angebot an digitalen Veranstaltungen. Dabei ging die große Bitte an die Anwesenden, diese Angebote auch zu nutzen und an die Mitglieder und Interessierte weiterzugeben. Konkret: Die Verlinkung der hochwertigen Online-Vorträge und das Registrieren beim Newsletter „Up-to-date“ https://www.naturheilbund.de/up-to-date/

Impressionen von der Bundesversammlung

Vorstellung neuer Partner

Auf die Bühne rief Sabine Neff auch die anwesenden korporativen Mitglieder: Das Team Cumpl-Dengler (Ringana-Kosmetik), das Institut Dr. Rosina Sonnenschmidt (Inroso) mit Kursen und Seminaren im Bereich Mediale Heilung und den Verein Anamed e.V. (Aktion natürliche Medizin in den Tropen), dessen Vorstandsmitglied Dr. Katharina Madrid nun auch im Wissenschaftlichen Beirat des DNB aktiv ist. Mit einem Stand vertreten war die österreichische Firma OrthoTherapia. Noch recht neu dabei als Sponsor ist das Schweizer Gesundheitszentrum Vital Quelle und Health Balance Kompetenzzentrum für Tiergesundheit. Hierbei handelt es sich um ein weltweit einzigartiges Gesundheitszentrum zur ganzheitlichen Behandlung von Mensch und Tier. Gründer Urs Bühler entwickelte nach jahrzehntelangen Erfahrungen im Bereich der harmonikalen Gesetze von Schwingungen nun ein Gerät, welches helfen könne, die Belastungen und Krankheitssymptome durch Elektrosmog zu reduzieren, erklärte Dr. Rosina Sonnenschmidt den Anwesenden der Bundesversammlung. „Ein ganzheitliches Behandlungskonzept kann wirksam ergänzt werden durch dieses Angebot heilsamer Frequenzen, die die körpereigene Energie wieder in eine harmonische Balance bringen“ führte die erfahrene Heilpraktikerin weiter aus.

Finanzberichte

Unter dem Tagesordnungspunkt Kassenberichte und Finanzplanung konnte Schatzmeister Harald Welzel positives berichten: Trotz der schwierigen Situation aufgrund Corona konnte der Verband beide Jahre mit gutem Vereinsergebnis abschließen. So konnten zwar weniger Veranstaltungen stattfinden, doch den Einnahmeverlusten gegenüber stand die Einsparung von Reise- und Tagungskosten. Die in der Geschäftsstelle durchgeführte Kurzarbeit brachte Einsparungen bei den Gehältern und alle Sponsoren blieben dem Verband treu. Das gute Ergebnis bestätigte Kassenprüferin Wilma Körner vom NHV Spechbach, deren Prüfung der Kasse zusammen mit Karlheinz Dufrin zu keiner Beanstandung geführt hatte. Sie empfahl der Versammlung die Entlastung des Vorstandes, welche auch einheitlich angenommen wurde.

Veränderungen beim Verbandsmagazin DNB-Impulse

Umfassend erläutert wurden anschließend die Veränderungen beim Verbandsmagazin DNB-Impulse: Auf Grund geringer Nachfrage bei hohen Kosten wurde nach der Frühjahrsausgabe der 16-Seiter eingestellt. Die Verbandsnachrichten gibt es natürlich weiterhin, monatlich 4 Seiten. Mitglieder mit „Naturarzt“ erhalten die Verbandsnachrichten in diesen eingeheftet, Mitglieder ohne „Naturarzt“-Bezug können die DNB-Verbandsnachrichten auf der Webseite des Verbandes lesen oder sich per E-Mail von ihrem Verein oder vom Verband zuschicken lassen. Hierfür wurden Änderungen in der Beitragsordnung und in der Vereinsordnung notwendig, die die Versammlung einstimmig angenommen hat.

Sabine Neff , DNB Bundesgeschäftsführerin

Im September 2021 konnte endlich unsere Jahreshauptversammlung stattfinden. Nach dem Jahresrückblick der ersten Vorsitzenden und dem Kassenbericht der Kassenwartin fanden die kompletten Neuwahlen aller vier Vorstandsmitglieder statt. Wiedergewählt wurden die erste Vorsitzende Hanne Christ-Zimmermann und Kassenwartin Wilma Körner, beide aus Spechbach und die Schriftführerin Sonja Auf dem Berge aus Waibstadt. Neu ins Amt gewählt wurde die zweite Vorsitzende Annelie Schupp aus Spechbach, die für Anette Braun einsprang, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Kandidierte. Zur Kassenprüferin wurde Christa Hesse- Chu gewählt. Ich bin sehr froh, dass wir unsere Jahreshauptversammlung durchführen konnten. Es waren 19 Personen anwesend. Unsere neue zweite Vorsitzende Annelie Schupp kennt sich gut aus mit Excel und aktualisiert ständig unsere Website. So können wir unseren Mitgliedern und interessierten Mitmenschen immer die neuesten Informationen zukommen lassen. Auch wenn kurzfristig Veranstaltungen ausfallen müssen, können wir das tagesaktuell mitteilen! Wir müssen, wie alle anderen Vereine, auch immer wieder abwarten, was möglich ist und was nicht. Was laut dem Naturheilverein Viernheim zumutbar ist und was eine Zumutung ist. In diesen Worten steckt auch das Wort MUT. Wir haben beschlossen, dass wir immer wieder aufstehen! Einfach weitermachen, auf gar keinen Fall aufgeben! Es geht weiter mit den Naturheilvereinen und seiner Bewegung!

Foto & Text: Hanne Christ-Zimmermann, Vorsitzende
NHV Spechbach und Umgebung eV

Für Samstag, 16.Oktober hat der Kneipp- und Naturheilverein Öhringen zu einem vierstündigen Workshop zum Motto „natürlich – immun – stark“ rund um Öhringen-Untersöllbach eingeladen.

Nach einer Wanderung, auf der einige Pflanzen am Wegesrand genauer kennengelernt wurden, widmete sich Andrea Ruf, Heilpraktikerin aus Untersöllbach, im anschließenden Vortrag besonders den drei immunabwehrstärkenden Pflanzen Echinacea, Wasserhanf und Kappuzinerkresse.

Im Workshop wurden diese drei geerntet und zu einer Tinktur verarbeitet, die dabei helfen soll, die Teilnehmenden gesund durch den Winter zu bringen.

Vielen Dank –  wir haben bei bestem Wetter so einiges Erstaunliches aus der Pflanzen- und Heilwelt kennengelernt und dabei noch leckere Kleinigkeiten gesnackt: Kappuzinerkressebrot, Vogelbeerlikör, Ingwershot und Brennnesselenergiebällchen.

Eine leckere Brotzeit – direkt aus der Natur!

Text und Bild: ©Sarah Peters

Gibt es was Schlimmeres als wenn der Schädel brummt? Nein! Selbst Naturheilkundler greifen schnell zur Kopfschmerztablette. Das ist auch in Ordnung, um akut von dem Plagegeist befreit zu werden. Taucht der fiese Kopfschmerz allerdings öfter aus, dann solltest du fragen, was dir der Schmerz im Kopf sagen will? Die Körpersprache ist unbestechlich. Warum ist der Schmerz im Kopf, was ist die Ursache? Ist es eine körperliche Ursache oder eine emotionale? Oder bist du geistig überfordert durch zu viel Lernen?

Jetzt sagt ja die Naturheilkunde: Für jede Krankheit ist ein Heilkraut gewachsen. Kopfschmerz ist keine Krankheit, sondern ein Hinweis, dass woanders im Körper etwas in Unordnung geraten ist. So gibt es den Magen-Kopfschmerz, den Gallen-Kopfschmerz oder Menstruations-Kopfschmerz usw. Das Kopfweh ist bei Jungen und Mädchen verschieden. Ein Heilkraut muss auch zum Menschentyp passen, sonst wirkt es nicht. Schauen wir uns ein paar „Kopfweh-Kräutertypen“ an:

Lavendelblüten (Lavandula spica) passen am besten zu dir, wenn du das Gefühl hast, dich interessieren viele Dinge, du hast viele verschiedene Begabungen, aber du kannst dich nicht so gut für eine Richtung entscheiden. Du fühlst dich überfordert.  Dann trink jeden Tag ein Glas Lavendeltee, dünn aufgebrüht. Oder nimm 10 – 15 Tropfen Lavendeltinktur ohne Alkohol.

Wacholderbeeren (Juniperus communis) passen zu dir, wenn du zum Grübeln neigst, dir viele Sorgen machst und das Gefühl hast, der Kopf ist voller Probleme. Das kann ja passieren. Dann leidet ziemlich schnell das Immunsystem und deshalb kau 2 bis 3 Wacholderbeeren. Dann schwindet das „Grübler-Kopfweh“ und zugleich wirken sie antibakteriell und antiviral!

Johanniskraut (Hypericum perforatum) passt zu dir, wenn du über etwas traurig und betrübt bist. Dann erscheint dir die Welt düster und grau. Du bist nervös oder du lässt dich treiben. Das „Sonnenkraut“ holt dich aus diesem dumpfen „Depri-Kopfweh“ heraus und du gewinnst wieder Zuversicht: „Das geht vorbei, das darf gewesen sein“. Bereite einen dünn aufgebrühten Tee, der nur 1 Minute ziehen sollte und trink ihn schluckweise.

Goldrute (Solidago virga aurea) passt zu dir, wenn dir etwas „schwer an die Nieren“ gegangen ist. Du hast vielleicht eine stressige Situation erlebt und kannst dich einfach nicht entspannen und davon lösen. Dann werden die Nieren rebellisch. Auf denen sitzen ja die Nebennieren als kleine „Hütchen“ und schütten tüchtig Adrenalin aus.  Ein Tee mit Goldrute ist wie eine Ganzkörperreinigung von innen. Du fühlst dich befreit von einer Last und kannst wieder durchatmen. Du kannst auch auf nüchternen Magen 10 – 15 Tropfen „Solidago-Tinktur“ ein paar Tage lang nehmen.

Brennessel (Urticaria urens) ist angesagt, wenn du zu viel Süßigkeiten isst, sobald du dich überfordert fühlst. Das versäuert den Magen und das Gewebe und macht „Magen-Kopfweh“. Der Tee schmeckt – naja! Ich empfehle lieber 10 – 15 Tropfen „Urticaria-Tinktur“ ohne Alkohol mit einem Glas Wasser. Klar, du kompensierst weniger mit Schokis, abgemacht?

Du kannst entweder einen Tee daraus zubereiten oder eine Tinktur ohne Alkohol

Dr. Rosina Sonnenschmidt ist international renommierte Homöopathin und Autorin von über 50 Fachbüchern

Dieser Artikel ist aus unserer impulse-Serie „Aktuelles aus der Natur für Jugendliche“.  Unter Naturheilkunde für Kids u. Teens auf unserer Webseite gibt es weitere spannende Beiträge.