Im Mai beim NHV HD e.V.: Ganzheitsmedizin bezieht den ganzen Menschen mit ein

Maria Johmann-Heidinger verbindet in ihrer Arbeit als Heilpraktikerin und gelernte Krankenschwester ganz wunderbar ihre jahrelange praktische Erfahrung in verschiedenen Bereichen der Medizin mit Methoden der Naturheilkunde. Sie durchbricht die starren Grenzen auf der einen Seite der Schulmedizin, die fast ausschließlich den Körper des Menschen betrachtet, um sie mit der alternativen Medizin, der sogenannten Komplementärmedizin zu verbinden.

In der Masse der vielen Möglichkeiten an alternativen Methoden fehlt dem Patienten oft der Überblick den richtigen Therapeuten zu finden. Der Wunsch nach ganzheitlichen Herangehensweisen wächst ständig.

Ganzheitsmedizin bezieht den ganzen Menschen ein: Die Einheit von Körper, Seele und Geist des Menschen zu achten und den ganzen Menschen mit all seiner Vielfalt zu behandeln. Nicht Symptome sollen bekämpft werden, sondern Gesundheit soll durch (Selbst) – Heilung wiederhergestellt werden.

In ihrem Vortrag hat sie verschiedene ganzheitliche Therapie- und Diagnose- Möglichkeiten vorgestellt und an interessanten Fallbeispielen aufgezeigt, dass Ganzheitsmedizin nicht trennt – im Gegenteil: Die sanfte, ganzheitlich-naturheilkundliche Begleitung bei chronischen Erkrankungen oder allopathischen Behandlungen, lindert häufig Nebenwirkungen und bringt schnellere Heilungserfolge mit sich. Deshalb auch ihr Fazit:

Wünschenswert ist eine Medizin der Zukunft, mit dem Ziel, Krankheitsursachen mit natürlichen Mitteln zu heilen und keine Medizin, die beschädigte Organe oder Diagnosen repariert. Das bedeutet auch, dass die Eigenverantwortung wieder viel mehr in den Vordergrund treten sollte.

Ursula Gieringer
1. Vorsitzende NHV Heidelberg

„ Nie wieder Diät!“

war das Thema beim im NHV HD e. V. im Juni.

Frau Marlies Kemptner ist eine freie Autorin aus Heidelberg, gelernte Bankkauffrau, Redeschreiberin seit 20 Jahren, Kursleiterin bei VHS sowie Autorin von mehreren Büchern. Eines davon trägt den Titel „Nie wieder Diät“.

Dem Wort Diät haftet in unseren Tagen eine starke Magie an. Entsprechend boomt der Markt für Schlankheitspräparate und diätische Lebensmittel schon seit Jahren. Es ist das ewige Ringen um ein Körperideal das von den Medien vorgegeben und von kaum jemand hinterfragt wird. Wer nun gedacht hat, dass es hier um konkrete Lebensweisen und Vorschläge dazu ginge, hat sich ganz und gar getäuscht.

Zu Beginn des Vortrags gab Frau Kemptner eine Kostprobe aus Ihrer Schreibwerkstatt mit dem Gedicht „Die Schlankheitskur“. Herrlich, wie sie all die Klischees auf den Punkt brachte. Danach las sie eine kurze Sequenz aus ihrem Buch vor. Der ständige Kampf gegen sich selbst, wie er sie an den Rand des physischen und psychischen Abgrunds getrieben hat damals als junge Frau. Doch ihr Weg war von Anfang an ein sehr bewusster. In einer packenden Entwicklungsgeschichte erzählte die Autorin, wie sie es schaffte, aus dem Dschungel von Diäten und Selbstvorwürfen zu entkommen. Immer wieder hat sie Trends hinterfragt oder auch Werbekampagnen und kam so zu erstaunlichen Erkenntnissen. Offen sprach sie über ihre Krisen, die ihr aber immer wieder den Weg zu neuen Erkenntnissen und Wahrheiten brachten. Diese Selbsterfahrung und die Bewusstmachung des eigenen Selbstwertes sind das Potential, wie man selbstbestimmt seinen Weg im Umgang mit Nahrung finden und ohne Angst und mit einem guten Körpergefühl, mit Genuss und Lebensfreude im „Gleich-Gewicht“ sein kann.

Wünschenswert wäre, dass viele Menschen die Dinge so betrachten könnten!

Ursula Gieringer
1. Vorsitzende NHV Heidelberg

Schmerz lass nach!

DNB Pressemitteilung  anläßlich des „Aktionstags gegen den Schmerz“ am 4. Juni 2019

„Schmerz ist der Schrei des Gewebes nach fließender Energie“, so wird es in der Akupunktur der TCM gelehrt. Schmerz ist zwar unangenehm, aber auch ein Warnzeichen für den Menschen, gefährdende Verhaltensweisen zu vermeiden. Er entsteht in der Körperperipherie und wird im Gehirn wahrgenommen, wohin er über Nerven gelangt. Akute und chronische Schmerzen sind in der Regel Symptome einer Krankheit, nicht die Krankheit selbst. Davon ausgenommen ist der sogen. neuropathische Schmerz, bei dem der Schmerz durch die Erkrankung des Nerven selbst entsteht. Ausgelöst wird der Schmerz z.B. durch Verletzungen, lokale Übersäuerung, Degeneration oder Entzündung. Das Gehirn sorgt für eine bewusste Reaktion mit dem Ziel der Schmerzvermeidung. Das einfachste Beispiel ist, dass man die Hand schnell wegzieht, wenn sie sich über einem heiß dampfenden Kochtopf befindet.

Während die westliche Medizin den Schmerz nach dem sog. „Stufenschema der WHO (Weltgesundheitsorganisation)“ bekämpft, das chemisch definierte Arzneimittel verwendet, geht die Naturheilkunde bei der Therapie umfassender, individueller und mehr auf die Ursache zielend vor. Was ist nämlich, wenn dieses „lehrmedizinische Stufenschema der WHO“ zwar wirkt, aber der Schmerz dem Menschen „etwas Wichtiges sagen soll“. Z.B. „lieber Mensch, Deine Lebens- und insbesondere Ernährungsweise ist nicht artgerecht“? Dann ist der Schmerz zwar weg oder nicht mehr ganz so stark, aber die zugrundeliegende Ursache ist nicht behoben.

Naturheilkundliche Behandlung des orthopädischen Schmerzes

Der orthopädische Schmerz wird in Gelenken, Sehnen, Muskeln und besonders im Rücken wahrgenommen. Unterschiedliche Pathologien liegen dem oft als „Rheuma“ bezeichneten Schmerz zugrunde. Die Arthrose als degenerative Gelenkerkrankung wird der entzündlichen Arthritis, die oft durch Autoimmunerkrankungen bedingt ist, gegenübergestellt. Auch die Gicht-Arthritis und bestimmte Formen chronischer Rückenleiden gehören zu den Rheuma-Krankheiten.
In der Naturheilkunde spielt Beratung mit dem Ziel, frische und lebendige Pflanzennahrung zu verwenden, eine große Rolle. Gluten- und zuckerhaltige Produkte, tierisches Fett und tierisches Eiweiß sollten gemieden oder in der Nahrung deutlich reduziert sein. Die Lebensweise soll ausgeglichen sein. Extrem wichtig ist die Bewegungstherapie, sobald der akute Schmerz nachgelassen hat, weil sie die Regeneration der verletzten Region fördert. Hier gilt der Grundsatz: Langsam anfangen, vorsichtig steigern und täglich anwenden. Hydrotherapie mit kaltem Wasser hilft bei akuten entzündlichen Schmerzen, mit warmem Wasser oder Fango etc. bei chronischen Schmerzen.

Aus der Pflanzenheilkunde können Extrakte aus der Teufelskrallenwurzel, dem Brennnesselkraut und aus der Weidenrinde, und eine Extraktkombination aus Eschenrinde, Zitterpappelrinde und echtem Goldrutenkraut eingenommen werden. Für die Anwendung auf der Haut stehen Arzneimittel, die Extrakte z. B. aus Arnikablüten, Beinwellwurzel oder spanischem Pfeffer enthalten, zur Verfügung. Als Nahrungsergänzungsmittel werden Omega-3-Fettsäuren und mikroverkapseltes Curcumin   als entzündungshemmend beschrieben.
Auch ausleitende Verfahren, die auf Hippokrates zurückgehen, können bei Rheumaschmerzen eingesetzt werden, z.B. blutiges oder trockenes Schröpfen oder das Cantharidenpflaster, das über entzündeten Gelenken angebracht wird, wodurch Entzündungsstoffe aus dem Gewebe ausgeleitet werden.
Auch können bei akutem entzündlichem Rheumaschmerz, aber insbesondere bei Arthrosen Blutegel angesetzt werden. Bei verklebenden Kniegelenksarthrosen kann ein 20-30ml Ozon-Sauerstoff-Gasgemisch in das Kniegelenk gespritzt werden.

Akupunktur wird von vielen Schmerztherapeuten erfolgreich eingesetzt. Bei der Neuraltherapie nach Huneke werden Lokalanästhetika unter die Haut, intramuskulär und in Gelenke injiziert. Bei der akuten Lumbalgie, dem „Hexenschuss“, bewährt sich die Neuraltherapie sehr gut. Die Wirkung dieser Neuraltherapie wird noch verstärkt, wenn jeder Injektion 0,5 ml der Schwefelverbindung Dimethylsulfoxid (DMSO) zugesetzt wird. Die Flüssigkeit kann auch äußerlich durch Aufpinselung über schmerzenden Gelenken oder Aufsprühen auf den Rücken verabreicht werden. Schwefel ist neben Vitamin C und Zink einer der drei Mikronährstoffe, die für die Bindegewebsbildung unverzichtbar sind.

Eine seit einigen Jahren immer häufiger auftretende Schmerzkrankheit ist die Fluoroquinolone Associated Disability (FQAD), die mit schmerzhafter Fibromyalgie (FMS) in Verbindung mit einem chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) einhergeht. Dies ist eine durch die moderne Medizin hervorgerufene Erscheinung. Betroffen sind Menschen, die mit Fluoroquinolon-Antibiotika (Generikanamen enden auf „…floxacin“) behandelt werden. Die Betroffenen werden dauerhaft arbeitsunfähig und zur Teilhabe am normalen Leben unfähig. FQAD-Patienten werden oft mit den Diagnosen „Somatisierungsstörung, Anpassungsstörung und Depression“ abgespeist und entsprechend mittels Schmerztherapie nach WHO-Stufenschema, Antidepressiva und Psychotherapie fehlbehandelt. Eine Behandlung dieser Arzneimittelkrankheit muss noch entwickelt werden.

  1. Weiss/V. Fintelmann „Lehrbuch Phytotherapie“ Hippokrates-Verlag
    B. Aschner „Technik der Konstitutionstherapie“ Haug-Verlag
    A. Pollmann „Ärztliche Akupunktur“ aku-buch.com (kann man auch weglassen)
    P. Dosch „Lehrbuch der Neuraltherapie nach Huneke“ Haug-Verlag
    H. Fischer „DMSO-Handbuch“ Daniel-Peter-Verlag
    https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RV_STP/a-f/fluorchinolone-bewegungsapparat.html

Weitere, ausführlichere Informationen zum Thema finden Sie hier: https://www.naturheilbund.de/wp-content/uploads/2019/05/LV-Schmerz-Artikel-Manfred-van-Treek-Mai-2019.pdf

 

Autor:

Manfred van Treek
Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Palliativmedizin, Akupunktur, Suchtmedizin
Naturheilverein Viernheim, Weinheim und Umgebung
Mitglied Präsidium und Wissenschaftlicher Beirat Deutscher Naturheilbund
Seegartenstraße 26 – 68519 Viernheim

Offener Brief an die 92.Gesundheitsministerkonferenz der Länder am 5. und 6. Juni 2019 in Leipzig

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Klepsch,

sehr geehrte Gesundheitsministerinnen und Minister der Länder,

seit vielen Jahren wächst in der Bevölkerung die Nachfrage nach naturheilkundlichen Therapien und Medikamenten. Der Deutsche Naturheilbund (DNB) vertritt 11.000 Menschen und 48 Naturheilvereine. Er steht hier in einer 130-jährigen Tradition und will dieses Kulturerbe für die Zukunft erhalten und weiterentwickeln. Zur Unterstützung der Traditionellen Medizin in ihren Mitgliedsstaaten hat die WHO bekanntlich die „Strategie für Traditionelle Medizin 2014-2023“ formuliert, auf die wir uns hiermit berufen.**

Wir wünschen uns daher sowohl eine anerkennende Wertschätzung der Naturheilkunde als Traditionelle Europäische Medizin in der deutschen Gesetzgebung, als auch die Bereitstellung von Forschungsmitteln für diesen Bereich. Hierfür ist es unseres Erachtens zwingend, den hoch-individuellen Ansatz und die speziellen Prinzipien der Traditionellen Europäischen Medizin anzuerkennen.

Die alleinige Beurteilung der Verfahren durch das IQWIG und den G-BA kann dem nicht gerecht werden. Die offen propagierte Unabhängigkeit dieser Institute müssen wir in Frage stellen, da weder Vertreter von naturheilkundlichen Organisationen wie dem DNB, noch Vertreter naturheilkundlicher Berufe einschließlich der ganz wenigen naturheilkundlichen Stiftungsprofessuren an deutschen Universitäten oder politische Vertreter in diesen Gremien vertreten sind.

  • Genauso wichtig ist uns eine Patientenvertretung im G-BA mit einem Mitbestimmungs-und Stimmrecht.
  • Weiterhin bitten wir Sie, die infolge einer langjährigen Förderung der Traditionellen Medizin in vielen Industriestaaten gute Studienlage, die auch in den neueren deutschen medizinischen Leitlinien bis hin zu den nationalen Versorgungsleitlinien berücksichtigt wird endlich zur Kenntnis zu nehmen und dabei auch den multimodalen Ansatz zu berücksichtigen. Letzteres ist mit dem gegenwärtigen Standard einer Evidenz-basierten Medizin, die bekanntlich auf der Grundlage einer Therapie mit chemisch definierten Pharmaka entwickelt wurde, nur schwer möglich. Hierzu müssen weitere Entwicklungsschritte eingeleitet werden.
  • Des Weiteren verweisen wir auf die siebzehn Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation von 2015. Hier bezeichnet insbesondere das Ziel No3 das Thema Gesundheit und Wohlbefinden. Der DNB und seine Naturheilvereine stehen von Beginn an für Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen, Information und Schulung der Bevölkerung und einer Hilfe zur Selbsthilfe.
  • Die freie Therapie- und Therapeutenwahl soll auch zukünftig bestehen bleiben. Es ist unwissenschaftlich, empirisch basierte Therapieformen als unsicher und unwirksam zu bezeichnen, nur weil bisher keine Mittel zu ihrer Erforschung zur Verfügung stehen.
  • Die bestehende Gesetzeslage für Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen muss nicht nur erhalten, sondern nach einem fachkompetenten Reflexionsprozess verbessert werden.
  • Im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung sollen neben dem Infektionsschutz auch die sechs Säulen der Naturheilkunde (Wasser, Arzneipflanzen, Ernährung, Bewegung, Balance des Lebens und der Umwelt) berücksichtigt werden. Wir verweisen hierzu auf die gerade erschienene Leitlinie der WHO „Risk Reduction of Cognitive Decline and Dementia“, die multimodale Maßnahmen z.B. gegen Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und soziale Isolation, sowie Raucherentwöhnung und Alkoholkonsumreduktion (“Balance des Lebens“) empfiehlt. All diese Maßnahmen werden von Seiten der Naturheilkunde traditionsgemäß propagiert.

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Klepsch, der DNB steht Ihnen als traditionell kompetenter Ansprechpartner in Sachen Naturheilkunde/ Traditioneller Europäischer Medizin gerne zur Verfügung! Wir wünschen uns von Ihnen und den versammelten Gesundheitsministern der Länder ein klares: „JA zur Naturheilkunde“!

Mit freundlichen Grüßen im Namen des Vorstandes

Nora Laubstein

Präsidentin Deutscher Naturheilbund e.V.

 

** https://www.who.int/medicines/publications/traditional/trm_strategy14_23/en/

Der Vortrag Blutdruck natürlich senken – geht das? bescherte dem Mutlanger Freundeskreis Naturheilkunde ein volles Haus. Die Fachreferentin Bärbel Tschech erklärte wie Bluthochdruck entsteht und warum er gefährlich werden kann. Damit es nicht so weit kommt, müssen wir selbst aktiv werden! Mit gesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Vermeidung von Dauerstress schützen wir unser Herz-Kreislaufsystem wirksam. Darüber hinaus gibt es Arzneimittel auf Pflanzenbasis, die unsere Herz-Gefäß-Gesundheit unterstützen. Wenn kein Weg an chemischen Blutdruck-Senkern vorbeiführt, können naturheilkundliche Mittel zumindest deren Verträglichkeit verbessern. Anhand von ganz unterschiedlichen Fallbeispielen konnten die Zuhörer nachvollziehen, dass Bluthochdruck immer etwas mit den persönlichen Lebensumständen zu tun hat und welche Therapie jeweils angebracht wäre.

Harald Welzel
1.Vors. Freundeskreis Naturheilkunde Mutlangen

Trotz „Aprilwetter im Mai“ hatte der NHV Hesel  sehr interessierte Besucher, die das Sensen und Dengeln bei Michael Seewald in einem Schnupperkurs erlernen konnten.

Der Pomologe Michael Theis bot 2 Führungen auf der Streuobstwiese der Vorsitzenden des Vereins, Siglinde König, an, zum Kennenlernen der alten Obstsorten.

Die „de Immen Ostfriesland“ stellten die wesensgemäße Bienenhaltung und verschiedene Beutensysteme, u. a. auch den Weißenseeer Hängekorb vor.

Der BUND Aurich und Greenpeace Leer informierte  über Insektensterben, Pestizide und nachhaltige Landwirtschaft und weitere Umweltthemen.  Der Naturheilverein Hesel stelle mit viel Infomaterial und Broschüren den Verein vor und klärte über Bienen und Blühwiesensaatgut auf.

Natürlich konnten im Garten der Vereinsvorsitzenden Siglinde König das Gewächshaus, die Hochbeete und Kräuterspirale besichtigt werden.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. In diesem Jahr wurden allerdings die wärmeren Speisen bevorzugt.

So lautete das Fazit der Vorsitzenden Siglinde König, verbunden mit dem Dank an alle Helferinnen und Helfer: Wieder eine schöne Veranstaltung unter dem Motto: Natur pur, vor unserer Haustür erleben!

BU: Sense anstatt Rasenmäher – Wie das geht zeigte Michael Seewald interessierten Besuchern.

Siglinde König
1. Vors. NHV Hesel e.V.

Der Schlaganfall aus ganzheitsmedizinischer Sicht von Manfred van Treek

Jährlich erleiden ca. 150.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall (ca. 80 % durch Hirninfarkte,  ca. 15 % sind Hirnblutungen aus einem geplatzten Aneurysma). Von den Überlebenden beider Schlaganfallformen haben 65 % bleibende neurologische Ausfälle und bedürfen fremder Hilfe. Neurologische Folgen können Halbseitenlähmungen, Ausfälle der Hautsensibilität oder Störungen beim Sehen, Hören, Schmecken oder Riechen sein.

An Risikofaktoren sind bekannt: Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diätfehler, Übergewicht, Diabetes mellitus, erhöhte Blutspiegel von Homocystein und Lipoprotein (a) und andere Fettstoffwechselstörungen, bestimmte Medikamente, höheres Lebensalter und Lebensstil wie sitzende Lebensweise, Bewegungsmangel, Tabakrauchen und erhöhter Alkoholkonsum.

Arteriosklerose lässt Bluthochdruck entstehen und führt durch Aufrauhungen der inneren Gefäßwände zu Blutgerinnseln. Ein unrhythmisch schlagendes Herz (absolute Arrhythmie bei Vorhofflimmern) fördert das Auftreten von kardialen Embolien, die in die Hirnbasisarterien fortgeschwemmt werden und diese verstopfen. Bewegungsmangel führt zu niedrigem HDL. Ein erhöhtes LDL-Cholesterin wird oft zu Unrecht als Risikofaktor gesehen, denn auch LDL hat wichtige Funktionen im Stoffwechsel. Erst wenn es durch vermehrte freie Radikale zu „oxLDL“ oxidiert wird, wird Arteriosklerose gefördert („Rosten auf biologischer Ebene“).
Gehäuft auftretende und zunächst nur „transitorische ischämische Attacken“ (TIA) stellen Risikofaktoren dar. Eine TIA kann nach wiederholtem Auftreten nicht mehr nur „vorübergehend transitorisch“ bleiben, sondern in einem bleibenden Hirninfarkt resultieren.

Je höher das Schlaganfall-Risiko eines Menschen und je mehr er selber diese Situation erkannt hat, desto mehr sollte er in eigener Verantwortung handeln, sich informieren, ungesunde Ernährungs- und Verhaltensweisen ablegen und stattdessen Gutes für sich und seine Blutgefäße tun.

Ein Blutgerinnsel ist nicht unbedingt die Ursache des Schlaganfalls. Das Blutgerinnsel kann auch die Folge des Schlaganfalls sein. Die Naturheilkunde geht von Entzündungsvorgängen an den Gefäßinnenwänden und Übersäuerung von Gehirngewebe aus. Die Übersäuerung führt zum Kollaps der feinsten Kapillaren eines Hirnbereiches, wodurch es zum Blutstau in der zuführenden Arterie kommt. Darin bildet sich dann das Gerinnsel.

In der Standard-Medizin versucht man, die Ursachen zu bekämpfen. Hoher Blutdruck und hoher Blutzucker werden medikamentös gesenkt. In der Naturheilkunde schaut man danach, was bei den modernen und gestressten Menschen zu Gefäßverhärtung und Bluthochdruck führt: Stress, innere Unruhe, Aufregung, Angst und Sorgen, die „die Gefäße erstarren lassen“. Umweltgifte aus der industriellen Landwirtschaft sowie Gifte, die von der Medizin selbst gestreut werden, wie z.B. die umstrittenen Fluoroquinolon-Antibiotika oder die Anti-Baby-Pille haben „biochemischen Stress“ mit vermehrtem Anfall von freien Radikalen zur Folge. Diese aggressiven Sauerstoffmoleküle induzieren Entzündungsvorgänge, die sich besonders schädigend an der Innenschichtauskleidung der Arterien auswirken.

In den genannten Bereichen setzt die Naturmedizin an. Stressvermeidung, sauberes Wasser, lebendige Nahrung  sind wichtige Präventionssäulen, ebenso wie die Vermeidung der Stoffwechselübersäuerung. Wenn der Mensch „sauer“ wird kann eine TIA die Folge sein. Lebenswichtiges Gehirn-Gewebe ist bedroht. Übersäuerung führt zur Verengung der kleinsten Kapillaren und damit sekundär zu einer Durchblutungsverminderung.
Die Behandlung erfolgt mit akut und rasch gegebenem Basenpulver, Basenkonzentrat mit überschüssigen OH-Minus-Ionen (pH von 13), mit Bicarbonat-Infusionen, besser noch mit Aslan-Infusionen (Bicarbonat kombiniert mit Procain) und mit hochdosiertem Magnesiumcitrat, von dem das Citrat alkalisierenden Charakter hat. Diese Mittel einzeln oder besser in Kombination gegeben führen meistens zu einem schnellen Überwinden der TIA-Situation. Sollte die Mitursache einer TIA und damit immer auch eines drohenden Schlaganfalls eine maligne Bluthochdruckkrise sein,  kann der herbeigerufene Arzt oder Heilpraktiker, neben der Baseninfusion einen Aderlass von 250-350 ml machen, um die akute Bluthochdruckkrise zu überwinden. Auf diese Weise ist schon oft ein Schlaganfall, der sich immer aus einer TIA entwickeln kann, verhindert worden.

Eigenverantwortlich kann jeder dafür sorgen, die Blutgefäße durch eine vorwiegend vegane Kost jung und elastisch zu halten. Das Gemüse sollte möglichst bunt sein, dann hat es umso mehr „sekundäre Pflanzenstoffe“, welche freie Radikale neutralisieren. Auch Vitamine und Omega-3-Fettsäuren machen dies. Kurkuma in Kombination mit Leinöl kann antientzündlich wirken.

Zum Schluss weise ich noch auf die große Bedeutung des Schwefels in Vorbeugung und Therapie hin. Im „DMSO-Handbuch“ von Hartmut Fischer wird der Einsatz von organischem Schwefel erläutert. In Kombination mit Zink und Vitamin C haben die Menschen die drei Mikronährstoffe, die biochemisch bei der Bindegewebs-Biosynthese beteiligt sind.
Viele Menschen haben ein „Leaky Gut Syndrom“, einen „undichten Darm“. Wie viele Krankheiten und Leidenszustände sind dadurch bedingt, dass die Darmbarriere „undicht“, die Darmschleimhaut chronisch entzündet ist, und unerwünschte, allergisierende und Autoimmunreaktionen fördernde Makromoleküle vom Darm ins Blut dringen? Dr. Probst empfiehlt zur Behandlung des Leaky Gut den „elementaren Schwefel“. Einige Wochen bis Monate täglich mit 2-3 Teelöffeln eingenommen kann dieser reine, elementare Schwefel eine deutliche Verbesserung entzündlicher Darmzustände bewirken. Dies hat positive Folgen für den gesamten Stoffwechsel und Körper.

Text: Manfred van Treek
Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Palliativmedizin, Akupunktur, Suchtmedizin
Vorsitzender Naturheilverein Viernheim, Weinheim und Umgebung
Mitglied Präsidium und Wissenschaftlicher Beirat Deutscher Naturheilbund

Mit dem Oldtimer ins Schloss Bauschlott

Gute Laune und Ausflugsstimmung brachten die 22 Teilnehmerinnen des NHV Backnang mit ins Schloss Bauschlott, wo sie an einem regnerischen Mai-Tag in den Räumen der Bundesgeschäftsstelle von Geschäftsführerin Sabine Neff erwartet wurden. In geselliger Runde bei Kaffee, Tee oder Suppe gab es einen kleinen, anschaulichen Vortrag von Sabine Neff, in dem die Besucher zurück bis an die Wurzeln des Deutschen Naturheilbundes, zur Geschichte von Vinzenz Prießnitz, nach Tschechien geführt wurden. Dass dieser bereits mit Wasser heilte, als der bekannte Sebastian Kneipp erst geboren wurde, war bis dahin kaum bekannt. Auch heute noch ist die Geburts- und Wirkstätte Prießnitz‘ ein berühmter Kurort in Tschechien und Ziel der jährlichen Gesundheitsreisen des Deutschen Naturheilbundes. Neugierig geworden durch diese Informationen sicherte sich eine Ausflüglerin gleich den letzten freien Reiseplatz der DNB-Gesundheitsreise im Juni 2019.
Anschließend führte Schlossherrin Yvonne Hagemeister die Reisegruppe durch den denkmalgeschützten Schlosspark, der sich im Privatbesitz der Familie befindet und sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich ist. Auch hier ist noch die Handschrift des badischen Hofbaumeisters Friedrich Weinbrenner zu sehen, der im Auftrag vom damaligen Besitzer, dem Markgraf Karl Friedrich von Baden, Anfang des 19. Jahrhunderts die Schlossbauten erneuerte und am höchsten Punkt des Parkes einen Aussichts-
turm als „Belvedere“ errichten ließ.
Bevor die Reisegruppe sich zur Weiterfahrt im historischen Oldtimer-Bus auf den Weg ins Kaffeemühlen-Museum nach Wiernsheim machte, gab es noch einen „Abstecher“ in das historische Schloss-Café, welches seit kurzem einer Galerie und einem Verlagshaus angegliedert wurde.
Einen ausgedehnten Spaziergang im Schloss-Park ließen sich die Reiseteilnehmer/innen trotz der regnerischen Witterung nicht nehmen .

Bild: Die Ausflügler mit Schlossherrin Yvonne Hagemeister vor dem Hauptgebäude des Schlosses.

Text + Bild: Sabine Neff
DNB-Verbandsgeschäftsführung