Überlastete Senioren entwickeln häufiger Denk- und Gedächtnisprobleme.

Von Thomas Kammler; Foto: creativ collection

Ist von Stress und Überlastung die Rede, denken viele dabei zuerst an Manager, berufstätige Mütter oder Teenager im Schulstress. Was dabei oft unter den Tisch fällt: Immer mehr ältere Menschen leiden unter Stress. Einer groß angelegten US-Studie zufolge entwickeln gestresste Senioren häufiger Denk- und Gedächtnisprobleme, oftmals Vorboten von Demenzerkrankungen wie Alzheimer. 

Stressauslöser ändern sich,die Folgen bleiben gleich         

Wer die 50 oder 60 überschritten hat, bei dem ist oftmals mehr Kraft und auch mehr Zeit vonnöten, um das zu schaffen, was Jahre zuvor noch um einiges leichter von der Hand ging. Nervenkostüm und Herz sind nicht mehr so belastbar wie in früheren Zeiten. Auch die Situationen, die den Stress auslösen, haben sich verändert: die Krankheitshäufigkeit nimmt zu, Arzttermine reihen sich aneinander, viele haben Angehörige, die gepflegt werden müssen – oder Enkel, die beaufsich-tigt werden wollen, weil deren Mütter und Väter berufstätig sind.

Nicht wenige ältere Menschen bekommen chemisch-synthetische Beruhigungsmittel verschrieben – häufig Benzodiazepine. Laut einer Studie des New Yorker Albert Einstein College of Medicine sind etwa zwei Drittel aller Menschen, die Benzodiazepine verordnet bekommen, über 65 Jahre alt. Problem: Was als Beruhigungsmittel verschrieben wird, kann Unruhe, Ängstlichkeit, Verwirrung oder sogar Depressionen auslösen. Zudem haben Benzodiazepine ein hohes Suchtpotenzial: Bereits nach wenigen Wochen kann es zu einer starken Abhängigkeit kommen. Schätzungen zufolge sind allein in Deutschland bis zu 1,6 Millionen Menschen abhängig von Benzodiazepinen.

Die Natur weiß, wie Entspannung gelingen kann

Pflanzliche Arzneimittel, so genannte Phytopharmaka, zum Beispiel aus Passionsblume können geeignet sein, um aus der Spirale von Stress und innerer Unruhe herauszukommen. Sie besitzen kein bekanntes Abhängigkeitspotenzial und können daher eine echte Alternative sein, denn auch eine langfristige Einnahme ist möglich. Die Extrakte der Passionsblume sind mittlerweile hervorragend wissenschaftlich erforscht und die entspannende Kraft der Heilpflanze hat sich bereits seit Jahrhunderten bewährt.

 Thomas Kammler ist Content Manager bei Pascoe Naturmedizin.