Thomas Feist, Arzt und Therapeut aus Hannover, hielt einen spannenden Vortrag zum Thema „Wasser- Element des Lebendigen“ beim Naturheilverein Weserbergland in Hameln. Wasser ist für uns in Deutschland ein selbstverständliches Gut – und steht scheinbar unendlich zur Verfügung. Trotzdem ahnen wir, dass Wasser gar nicht so unendlich, sauber und bezahlbar ist. So führte das Thema „Wasser“ zahlreiche Zuhörer in den Vortragsraum im Hefehof. Thomas Feist nahm die Zuhörer mit zu den schönen und geheimnisvollen Seiten des Wassers. Zu Händels Wassermusik und wunderschönen  Fotos ließ er ahnen, dass Menschen auch heute noch auf fast magische Weise mit dem Element Wasser verbunden sind.  Zwar ist die Beschaffung von Wasser für die modernen Menschen nicht mehr mit Mühe und Arbeit verbunden, und Wasser wird nicht mehr verehrt, sondern ist ein selbstverständliches Gebrauchsgut geworden. Heute haben die Menschen eher einen wissenschaftlichen Zugang zu Wasser.  Thomas Feist zeigte auf, dass Wasser auch aus biophysikalischer Sicht in vielerlei Hinsicht überrascht: Es entsteht aus der Verbindung zweier Gase, siedet erst bei 100 Grad Celsius, dehnt sich beim Einfrieren aus u.v.a.

Spannend erläuterte Feist, warum Wasser ein Gedächtnis hat: Wassermoleküle verbinden sich zu Clustern, die über Wasserstoffbrücken verbunden sind. Diese Brücken können sich jederzeit bilden, aber auch auflösen, und so entsteht im Wasser ein sehr labiles, dreidimensionales Netzwerk: das Gedächtnis des Wassers. Wasser wird aber wohl auch von seiner Umgebung geprägt, wie Feist an Forschungsbeispielen des Japaners Masaru Emoto und des Tirolers Johann Grander darlegte.

Im zweiten Teil seines Vortrags ging Thomas Feist auf Wasser als Heilmittel ein, das auf die energetisch-informativen Regulationsvorgänge des Körpers wirkt. Ausgehend vom Modell der anthroposophischen Medizin, das den Menschen als Einheit aus Geist, Seele, Vitalkörper (Äther) und Körper sieht, beschrieb er den Ansatzpunkt als Heilmittel auf der Äther-Ebene. Bei  zahlreichen Symptomen, die auf einer Schwäche der Ätherkräfte beruhen (Gedächtnisschwäche, Konzentrationsschwäche, geringe Vitalität, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Gelenkbeschwerden, Verdauungsprobleme, Immunschwäche) berichtete Feist von guten Behandlungserfolgen durch das Trinken von Wasser in hoher Qualität und ausreichender Menge. Am Schluss des Vortrags gab Thomas Feist den Zuhörern praktische Tipps zum Thema „Wie, was, wann und wieviel trinken?“ Als optimale Trinkmenge nannte er  30 ml/Tag/kg Körpergewicht, am besten gereinigtes und vitalisiertes Wasser, oder, wenn dies nicht zur Verfügung steht, Leitungswasser. Kräutertees, Säfte und  Mineralwasser sieht Feist eher als Ausnahmen an. Getrunken werden sollte  eine halbe Stunden vor den Mahlzeiten, dann erst wieder eine Stunde nach den Mahlzeiten. Beim Essen selbst sollte man eher wenig trinken, um die Verdauungssäfte nicht zu verdünnen. Getränke sollten zimmerwarm oder im Winter auch heiß sein und langsam getrunken werden. Der Vortrag von Thomas Feist überraschte mit einem unkonventionellen Ansatz und bot den Zuhörern einen ganzheitlichen Zugang zum Thema Wasser, gekoppelt mit praktischen und hilfreichen Informationen zum gesunden täglichen Umgang mit dem Element. So konnten alle viel Stoff zum Nachdenken und viele praktische Tipps  zum Umsetzen zu Hause mitnehmen.

Astrid Sebastian

Naturheilverein Weserbergland e.V.