Naturheiltag des Naturheilvereins Spechbach und Umgebung eV am Sonntag, 16.9.2018

Das Dutzend ist voll. Der Naturheilverein Spechbach und Umgebung e.V. hat zum mittlerweile 12. Naturheiltag eingeladen. Unter dem Motto „Leben mit den Rhythmen der Natur“ haben die Vorsitzende des Vereins  Hanne Christ Zimmermann   und ihr Team ein Programm aus Vortrag, Lesung und Zeit zum Genießen und Austausch beim Flötenspiel mit Else Anthony aus Eppelheim, Kaffee und selbstgebackenem Kuchen und Fingerfood gestaltet. Jedes Jahr gibt es ein anderes Motto, welches gemeinsam mit den Vereinen  und dem  Dachverband Deutscher Naturheilbund eV mit Sitz in Bauschlott bei Pforzheim ausgesucht wird. 22 Naturheilvereine von Backnang bis Viernheim organisieren daraufhin individuell ihren Naturheiltag. Dass die Wahl der Referentinnen für den Naturheiltag Spechbach eine gute war, bestätigten die vielen Besucher, die den Weg in die Turn- und Festhalle gefunden haben. Dr. phil. Rosina Sonnenschmidt, Heilpraktikerin und Homöopathin, sprach über „Gesund bleiben durch den Tagesrhythmus“. Man ist es gewohnt, im Alltag zu funktionieren und vergisst dabei oft gerne den natürlichen Rhythmus des Körpers. So wie die Jahreszeiten, Mondphasen, Tag und Nacht wechseln, unterliegt auch unser Körper wechselnden Rhythmen. Unsere Organe sind an den Rhythmus der Natur gekoppelt, erläuterte Dr. Sonnenschmidt an der „Organuhr“, die ihren Ursprung in der asiatischen Medizin hat. In der „Organuhr“ werden Zeiten von Aktivität und Ruhe der spezifischen Organe wie Leber, Gallenblase, Herz, Blase, Darm und Magen nachvollzogen. Wenn der natürliche Rhythmus aus dem Gleichgewicht gerät, man zum Beispiel die Nacht zum Tage macht, Essen „to go“ praktiziert, mitunter das Gefühl für sich selbst verliert, sind gesundheitliche Schäden die Folge. Sogenannte Disharmonien gilt es zu erkennen und zu behandeln. Oftmals genügt ein Bewusstmachen von Abläufen im täglichen Leben, um sie zu korrigieren und sich dem Biorhythmus wenigstens wieder anzunähern. Auch privates Leben und Erleben spielt sich in Rhythmen ab. Menschen erleben Glück und Unglück, Auf- und Abstiege, Macht und Ohnmacht, wie Janice Jakait, Autorin und Abenteuerin. Sie hat eine ganz besondere Reise zu sich selbst hinter sich, festgehalten im Buch „Tosende Stille“, aus dem sie vorlas und die Zuhörer auf einen Ritt durch die Hölle mitnahm. In 90 Tagen ist Jakait insgesamt 6500 Kilometer über den Atlantik gerudert und hat dabei den höheren Sinn dieses Lebens begreifen gelernt. Sie hat Wellen und Wettern getrotzt, Angst und Panikattacken überstanden, sie hat aber auch wundervolle Momente erlebt, tiefe Demut und inneren Frieden beim Anblick von zum Beispiel Seeschwalben und Walen empfinden gelernt. Sie ist bei sich angekommen, hat die Kraft der Stille erlebt und Stärke gewonnen. Sie steht fest zu ihrer privaten, persönlichen Identität und weiß, dass wenn „frau“ etwas mit Leidenschaft tut, die Türen von ganz alleine aufgehen.

 

Textur Texte.Konzepte.PR

Marika Gutschik-Schilling, M.A. Rhein-Neckar-Zeitung