Ob Ohrenweh, Verdauungsbeschwerden oder erste Hilfe bei kleinen Verletzungen – die Leiden unserer Kinder lassen sich auf sanfte Weise lindern. Welche Mittel wie helfen und was zu beachten ist. 

Von Manuela Wagner-Jurk

Zur Behandlung des kranken Kindes suchen viele Eltern nach sanften Heilmethoden. Neben vielen bekannten Hausmittelchen und den heilenden Kräften der Natur wird auch häufig auf die Homöopathie zurückgegriffen. Mit einer kleinen homöopathischen Hausapotheke und etwas Grundwissen lassen sich viele Erkrankungen von Beginn an abschwächen, im Verlauf mildern oder verkürzen.

Die Homöopathie basiert auf den Gesetzen der Natur, ganz im Speziellen auf dem Ähnlichkeitsprinzip (Ähnliches heilt Ähnliches). Beschwerdebilder werden als Ausdruck davon gesehen, mit welchen Befindlichkeitsstörungen der Körper zu kämpfen hat. Die Homöopathie betrachtet den ganzen Menschen – Krankheiten werden an der Wurzel gepackt. Nur allzu oft werden durch Medikamente die Symptome der Krankheit unterdrückt, etwa indem bei erhöhter Temperatur sofort fiebersenkender Saft verabreicht wird. Aber dadurch werden weder die Selbstheilungskräfte gefördert noch das Immunsystem aufgebaut.

Bei Kindern sind Krankheitsanzeichen im Allgemeinen deutlich zu erkennen und eine Reaktion erfolgt meist schneller als bei Erwachsenen. Die Schwierigkeit bei der Behandlung von Kindern oder Säuglingen ist, dass sie noch nicht sprechen oder die Beschwerden nicht genau lokalisieren können. In diesen Fällen hilft dann nur ein sehr genaues Beobachten des Kindes.

Grenzen der Selbstbehandlung:

  • Unfälle und Stürze mit Bewusstlosigkeit
  • stark blutende Wunden
  • Atemnot
  • Babys unter einem Jahr
  • heftige Schmerzen,
    ohne erkennbaren Grund
  • Fieber, über 40 Grad, oder länger als 3 Tage
  • Fieberkrämpfe
  • Durchfall und Erbrechen, langanhaltend und ohne Flüssigkeitsaufnahme
  • sich sehr schnell verschlechternder Allgemeinzustand
  • das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren
  • Unsicherheit

 Auffälligkeiten beachten

Die Bedeutung liegt auf den besonderen Anzeichen. Ein Kind mit Fieber hat sicher immer eine heiße Stirn. Aber kam das Fieber schnell und heftig, oder war das Kind erst ruhig und müde? Schwitzen, Durst, Frösteln sind zum Beispiel Besonderheiten.
Unten auf der Seite finden Sie eine Auswahl an Akutmitteln. Als Potenzen empfehlen sich C30, nur das Mittel Aconitum in C200. Die Aufbewahrung sollte trocken und lichtgeschützt erfolgen. Zu beachten ist, dass eine Erstverschlimmerung auftreten kann.

So dosieren Sie richtig:

Beim Auftreten von Beschwerden gibt
man je 5 Globuli im Abstand von ca.
10 bis 30- Minuten bis Besserung eintritt. Bei Verschlimmerung können im Abstand von 5 bis 10 Minuten die Globulis geben werden.Bei leichten Beschwerden kann die Behandlung auch 3 mal täglich erfolgen. Das Mittel am besten direkt unter die Zunge legen, nicht mit Händen oder Metalllöffel berühren. Auch in Wasser gelöst ist die Gabe möglich.

Manuela Wagner-Jurk ist staatlich geprüfte Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Neulingen Bauschlott und u.a. spezialisiert auf Kinderhomöopathie. www.gesundheilpraxis-im-schloss.com
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Die Übersicht: Was hilft bei welchen Symptomen? finden Sie hier