Zum Glück konnte der Ausflug trotz der Corona-Beschränkungen stattfinden!

Denn: Heilkräuter sind in der heutigen Zeit wichtiger den je!

So machten wir uns als Gruppe von 10 TeilnehmerInnen Ende Juni in privaten PKW’s auf den Weg von Ulm zum Kräuterhof „Artemisia“ in Stiefenhofen im Allgäu (Nähe Oberstaufen).

Während einer 2 stündigen Führung über den Hof, die Gewächshäuser und Felder, erzählte uns Bärbel Bentele, eine Mitarbeiterin, die seit der Entstehung des Hofes dort arbeitet, von den Ideologien des Gründers Tilmann Schlosser, und den Veränderungen der letzten 30 Jahre.

Was wir dort erlebten:

Von den „Baby-Pflanzen“, über den Verlauf der Reifezeit bis hin zur Ernte und Weiterverarbeitung, ja sogar bis zum Verkauf,  alles immer noch absolute Handarbeit.

In Bezug auf Boden, Luft, Licht, Pflanze, und Mensch wird mit Achtsamkeit geschaut und auf dem Gelände, zwischen den Äckern, laden Altäre unterschiedlicher Religionen zu Stille und Dankbarkeit ein.

Durch Frau Bentele erfuhren wir auch viel Wissenswertes aus dem Brauchtum, zur Verwendung der einzelnen Kräuter und deren Verbindung zum heutigen Sprachgebrauch.

„Was Corona und Beifuß (Artemisia) verbindet, müssen wir noch herausfinden“ meinte Frau Bentle.

Und weiter, es müsse wohl eine Verbindung zur Heilkraft geben, denn sie habe -von einer Firma- den Auftrag bekommen, eine grössere Menge Beifuß anzubauen.

In einer kleinen Gaststube stärkten wir uns anschließend mit einfachen Gerichten, selbstgemachten Limonaden, Kaffee und Kuchen der Saison und konnten aus dem dortigen Verkaufsladen Tees, Pflanzen und Gemüse als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Abschließend besuchten wir eine Käserei im Nachbarort Hopfen.

Den Besuch auf dem Kräuterhof und den daraus gemachten Erfahrungen können wir Jedem und Jeder Interessierten wärmstens empfehlen.

Gisela Fritz – NHV Ulm