Naturheilverein hielt Rückschau

 

Die mittlerweile 15. Jahreshauptversammlung des NHV, Naturheilverein Spechbach und Umgebung e.V., war für die erste Vorsitzende Hanne Christ-Zimmermann wieder eine gute Gelegenheit, das zurückliegende Veranstaltungsjahr Revue  passieren zu lassen, aber auch darauf hinzuweisen,   dass der  NHV-Motor für die nächsten Aktivitäten schon auf Touren gekommen ist. Über 20 Veranstaltungen und Termine  füllten den Veranstaltungskalender des NHV im vergangenen Jahr 2017, in dem sich die  Gründung des Vereins und der Eintrag ins Registergericht Sinsheim 15 Mal gejährt hat. Es wurden naturheilkundliche Themen und Sichtweisen, die Leben und Gesundheit verbessern sollen,  in Vorträgen, Workshops,   Seminaren,  Kochkursen, Meditationen und Wanderungen angeboten. Das Vorstandsgremium besuchte Konferenzen und suchte den Austausch mit anderen Naturheilvereinen, gewann neue Referenten und Unterstützer. Der NHV Spechbach und Umgebung hat 315 Mitglieder und ist einer von 48 Vereinen in Deutschland, die unter dem Dachverband Deutscher Naturheilbund vereint sind und der auf insgesamt 11.000 Mitglieder kommt. Hanne Christ-Zimmermann als 1. Vorsitzende und die aktuell wiedergewählte  Anette Braun als zweite,  Wilma Körner als Kassiererin und  die ebenfalls wiedergewählte Sonja Auf dem Berge für die Schriftführung arbeiten weiterhin als schlagkräftiges und kreatives geschäftsführendes Vorstandsteam zusammen. Sie werden von Hannelore Kotschwar für die Mitgliederbetreuung, Monika Friedrich-Körber für die Veranstaltungswerbung sowie von den Kassenprüferinnen Stephanie Behnisch und Christa Hesse-Chu unterstützt. Wilma Körner musste bei der jüngsten Mitgliederversammlung Rechenschaft über die Kassenführung ablegen, die ordentlich geprüft wurde. Die gesamte Vorstandschaft konnte rundum entlastet werden und für die sehr gute Arbeit gelobt werden.

Dass im NHV die Ideen für die Programmgestaltung fließen, beweisen die   ersten Veranstaltungen im Jahr 2018, die bereits stattgefunden haben.  Das Thema des Naturheiltages am 16. September lautet  „Leben mit den Rhythmen der Natur“. Erste Referentinnen  sind bereits gebucht. Eine komplette Terminübersicht bietet das Programmheft, das einmal im Jahr im August neu herausgegeben wird und in 34 Gemeinden ausliegt, und immer aktuell unter www.NHV-Spechbach.de. einzusehen ist.

Marika Gutschick-Schilling, Rhein-Neckar-Zeitung

Bild: Hanne-Christ Zimmermann, 1. Vors. NHV Spechbach und Umgebung e.V.

Das war das Thema der April-Veranstaltung im NHV HD. So weit so gut, doch auch in einem Naturheilverein kann es mal zu einem krankheitsbedingten Ausfall kommen. Das wünscht sich keiner, aber dann ist es gut, wenn man ein tragfähiges Netzwerk hat! Uns war klar, dass die Meisten wirklich speziell für das angekündigte Thema kommen. Und es ist uns absolut kurzfristig gelungen, Frau Marianne Ronellenfitsch aus Wiesloch zu gewinnen und dieses umfassende Thema vorzustellen. Sie ist ausgebildet bei der DGAK (Deutsche Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie e. V.) und arbeitet als Begleitende Kinesiologin und Brain Gym® Instruktorin in eigener Praxis. Sie startete den Vortrag schon gleich mal mit einer praktischen Übung zur Einführung. Danach erklärte sie mit einer sehr anschaulichen Präsentation die Grundgedanken der Methode, die Entstehungsgeschichte, die daraus entstandenen Weiterentwicklungen und die Hauptanwendungsfelder der Kinesiologie. Es ist eine Methode zur Aktivierung der natürlichen Lebensenergie und unterstützt das körperlich-geistig-seelische Gleichgewicht. Störungen im Energiefluss des Menschen können beispielsweise zu Schmerzen, Körperfehlhaltungen, Lernstörungen, Lebensmittelunverträglichkeiten und auch zu psychischen Problemen führen. Das wichtigste Arbeitsmittel der angewandten Kinesiologie ist der Muskeltest, den auch alle gegenseitig ausprobieren konnten. Im letzten Teil des Vortrags gab Frau Ronellenfitsch dann jede Menge Tipps für den Alltag aus ihrer reichen Erfahrung und beantwortete noch jede Frage der vielen Interessierten. Insgesamt war es ein total spontaner und doch noch sehr gelungener Abend mit größter Zufriedenheit auf allen Seiten. Es war sehr interessant und jeder durfte neues und praktisches Wissen mit nach Hause nehmen.

Ursula Gieringer, 1. Vors. NHV Heidelberg und Umgebung e.V.

Die Idee, den Naturheilbund „in seinem Schloss“ zu besuchen, kam von uns, aber eher vage – die konkreten Veranstaltungspunkte hat Sabine Neff vom DNB entwickelt und teilweise vorbereitet. Und das DNB-Team scheute keine Mühen, so dass schon der Auftakt im Schloss Bauschlott die kleine Reisesgruppe des NHV Taunus mit Freude ankommen ließ: Bei einem kleinen Imbiss in den repräsentativen und geschmackvoll gestalteten Räumen stellten wir uns gegenseitig vor, dann hielt Sabine Neff einen Vortrag über Geschichte und Säulen der Naturheilkunde. Für die meisten Teilnehmer war das vollkommen neu: Wie alt die Naturheilbewegung ist, wie bedeutend die Naturheilvereine und er Dachverband einst waren, welche Ziele sie heute verbindet und welche Aktivitäten der DNB entfaltet. Außerdem gab es noch konkrete Ernährungs- und Bewegungstipps für einen gesunden Alltag – von der weitgehend zuckerfreien Kost bis zum Fitnesstraining auf dem Minitrampolin.
Anschließend wurden wir von Schlossherrin Yvonne Hagemeister durch den einzigarten Schlosspark geführt, gestaltet im Stil eines englischen Landschaftsgartens. Ein Spaziergang durch die Botanik mit viel Geschichte und Geschichten. Schon im Innenhof faszinierte uns der japanische Pflaumenbaum, am Eingang zum Park erwartete uns dann eine unglaubliche Platane mit 10 Meter Umfang, und so ging es weiter, vorbei an einer Blutbuche und einer Traubenkirsche, einem als Baum ausgewachsenen Pfaffenhütchen bis hin zu einem uralten Ginkgobaum, den man kaum als solchen erkannt hätte. Und immer wieder große Teppiche von Bärlauch, an denen wir uns für die Pesto-Produktion zu Hause versorgen durften. Eigentlich dachten wir, eineinhalb Stunden sei eine lange Zeit für eine Parkführung, aber sie verging schnell, zumal die Schlossherrin lebhafte Anekdoten aus der Geschichte von Schloss und Park, in dem sie ihre Jugend verbracht hatte, zum Besten gab.
Im Garten des Schlosscafes „Frohköstlich“ nahmen wir in herrlicher Frühlingsatmosphäre ein liebevoll zubereitetes, veganes Mittagessen al la carte zu uns. Unter dem Magnolienbaum hätten wir es noch länger ausgehalten, zumal man beim Blick nach oben gegen den klaren, blauen Himmel wirklich den Blüten beim Aufgehen zuschauen konnte. Aber wir hatten noch ein Highlight vor uns. DNB-Vizepräsidentin Ursula Gieringer, die mittlerweile aus Heidelberg herübergekommen war, um „den NHV Taunus zu begrüßen“, begleitete uns noch zum Bus – und dann ging es ins nahegelegene Koster Maulbronn.
Die besterhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen, mehr als 400 Jahre von den Zisterziensern geprägt, gehört bereits seit 25 Jahren zum Unesco-Weltkulturerbe. Wir ließen uns führen und unsere Allgemeinbildung erweitern. Wer weiß schon (zumindest nördlich des Mains), was eine Pfisterei ist (eine Bäckerei)? Oder woher der Spruch „Halt die Klappe!“ kommt? Wenn der Mönch im Chorgestühl angelehnt bzw. halb sitzend auf dem Klappsitz drohte einzunicken, wurde er von Mitbrüdern ermahnt …
Was für ein gigantisches Gebäude, wie klar durchdacht und organisiert, etwa in punkto Wasser und Abwasser, aber vor allem: was für ein Leben! Sieben Stunden Beten plus eine zusätzliche Messe täglich, und danach … Schweigen. Unbeheizte Räume, weitgehend vegetarisches Essen (Fisch war erlaubt) – wir konnten alles richtig nachempfinden, nicht zuletzt den extremen Temperaturunterschied von drinnen und draußen, und waren am Ende trotz der spannenden Führung wieder froh, in die Sonne zu kommen und vielleicht das erste Eis des Jahres zu essen.
Auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz, manche Teilnehmer haben sich neu kennen gelernt, andere staunten nicht schlecht, dass sie alte Bekannte aus ganz anderen Zusammenhängen wieder trafen und sich neu verknüpften.
So ein Tag, zumal wenn das Wetter mitspielt und man ein bisschen Glück auf der Straße hat, ist ein Geschenk. Danke allen, die dazu beigeragen haben – und explizit nochmals dem DNB. Anderen Naturheilvereinen kann man die Nachahmung einer solchen „Kultour“ wärmstens empfehlen!

Christoph Wagner
NHV Taunus