Das war ein eindrucksvoller Vortrag von Susanne Schwärzler, Heilpraktikerin und Autorin in der Festhalle Denkendorf beim Naturheilverein Esslingen.

Hast Du gewusst, dass dein Beckenboden nicht nur beim Halten, Stützen und Spüren eine Rolle spielt? Sondern auch eng mit Atmung, Stimme und sogar deiner Haltung verbunden ist?

Diese Fragen und noch viele weitere Infos erläuterte an diesem Abend Susanne Schwärzler. Der Beckenboden besteht aus drei Muskelschichten, die wie eine  flexible Hängematte zwischen Schambein, Steißbein und Sitzbeinknochen liegen. Er trägt die inneren Organe, stabilisiert den Rumpf und balanciert uns durchs Leben. Obwohl Frauen einen höheren Bindegewebsanteil haben, wirkt der Beckenboden bei allen Geschlechtern als ganzheitliches Kraftzentrum. Frauen haben ein breiteres, elastischeres Becken mit mehr Bindegewebe, Männer dagegen mehr Muskelanteil. Ohne die mittlere Schicht könnten wir im wahrsten Sinne des Wortes nicht aufrecht stehen!

Mund, Zwerchfell und Beckenboden sind eine funktionelle Einheit, sie „atmen“ im Rhythmus zusammen. Deshalb sind sanftes Schaukeln,  bewusste Atmung und Achtsamkeit wunderbare Wege, um die Beckenregion zu spüren und zu entspannen. Der Beckenboden ist unser Schöpfungszentrum. Hier wirken männliche und weibliche Energie zusammen. Er empfängt, trägt und schenkt Leben, Gefühl und Kreativität. Ein gesunder Beckenboden lässt uns in Verbindung mit unserer schöpferischen Kraft treten – körperlich wie seelisch. Ein stabiler Beckenboden wirkt sich oft positiv auf Haltung, Stimme und innere Balance aus. Bewusste Bewegung aktiviert die „Kraft von innen“. So entsteht Ausstrahlung, Leichtigkeit und Vitalität. Durch dieses fein abgestimmte Nervensystem im Beckenboden  fließt Energie über Wirbelsäule und Gehirn. Ein natürlicher, dynamischer Kreislauf von Leben und Bewusstsein.

Spüre deinen Beckenboden bewusst, nicht nur beim Training, sondern im Alltag. Jede aufrechte Haltung, jedes tiefe Atmen und jeder Moment der Ruhe stärkt dich von innen heraus. Aus der Mitte entsteht Kraft, Freude und schöpferische Lebendigkeit, so das Fazit der Referentin.
Annette Dittrich, NHV Esslingen e.V.

Eigentlich sollte dieser Workshop in kleinem Rahmen im Seminarraum einer Heilpraktikerin in Wannweil stattfinden. Nachdem die Anmeldungen einige Tage vorher geradezu explodiert sind, habe ich mich um einen größeren Raum im Rathaus bemüht. So konnten wir an diesem Abend über 40 Teilnehmende im Ratssaal begrüßen, das ist für unseren Verein wirklich beachtlich! Die Referentin Heiderose Bronner führte fröhlich und lebendig in das Thema ein und als es an Üben ging, war richtig Stimmung im Saal. Zu zweit probierten die Anwesenden die Übungen und tauschten sich darüber aus, viele spürten sofort die wohltuende Wirkung. Mein Favorit ist die „Tibetische Acht“, dabei werden Arme und Beine wechselseitig überkreuzt und zum Schluss die Hände an den Fingerspitzen zusammengeführt – das war die berühmte Handhaltung von Frau Merkel. Dieses Mundra harmonisiert und zentriert, Frau Merkel wusste, was sie tat 😊. Der Abend endete mit vielen Fragen an die Referentin und dem Wunsch nach einer Fortsetzung. Das werden wir in unser Programm für 2027 aufnehmen. Für uns hat sich gezeigt, dass die Fokussierung auf Workshops richtig ist, denn solch einen Abend gibt es nicht digital.

Christine Hack, Naturheilkunde Wannweil & Neckar-Alb e.V.

Am 30. Mai war es soweit: Wir trafen uns an der Bushaltestelle Rohracker und machten uns auf den Weg zu unserer geplanten kleinen Wanderung. Das Wetter hätte nicht schöner sein können. Weniger heiß als die Tage zuvor aber sommerlich warm. So waren wir froh,  nach wenigen Minuten Fußweg in den Schatten des Waldes zu gelangen.

Nach einer knappen halben Stunde gelangten wir zu den malerisch gelegenen Rohracker Seen, die ersten gelben Teichrosen warteten auf uns. Auf einer schönen Waldwiese bestiegen wir voller Vorfreude auf ein kühlendes Fußbad das Kneipp-Becken. Wie herrlich das erfrischend kühle Wasser sich anfühlte. Karine Lutzwiller führte uns mit einem kurzweiligen Vortrag  in die Erkenntnisse von Pfarrer Kneipp ein. Sie ließ Demonstrationen folgen, wie einfache Wassergüsse auch zu Hause angewendet werden können. Fuß- und Zehengymnastik und einige Barfuß- Schritte über die Wiese brachten die kalten Füße schnell wieder auf Betriebstemperatur. Im Anschluss stellte Frau Lutzwiller uns noch einige Quiz- Fragen zum Thema Wasser und zur Gesundheit. Ein anregender und gesundheitsfördernder Aufenthalt am Kneipp-Becken. So gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg, der uns durch eine beeindruckende kleine Schlucht bergauf durch den Sillenbucher Wald führte. Im Sillenbucher Waldheim ließen wir unseren Ausflug wohlverdient ausklingen.

Carolin Hacker, Heilpraktikerin