Wenn keiner mehr an Wunder glaubt

Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
dann wird’s auch keins mehr geben.
Denn wer der Hoffnung sich beraubt,
dem fehlt das Licht zum Leben.
Wenn keiner mehr darauf vertraut,
dass Wunder noch geschehen,
wie soll der Mensch in seiner Haut
sein Leiden überstehen?
Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
musst du’s allein riskieren:
Im Baum des Lebens, grün belaubt,
sind täglich Wunder aufzuspüren.

Elli Michler

Weihnachten ist die richtige Zeit um an Wunder zu glauben!
Zum Ende eines ganz besonderen Jahres möchten wir uns für das gute Miteinander und die angenehme Zusammenarbeit bedanken!
Wir wünschen Ihnen friedvolle und gesegnete  Weihnachten und einen guten Start in ein gesundes Neues Jahr!
Das Team des DNB

 

Quelle: Der Naturarzt Nr. 12 1981

Bild: NA 1939

„In der Weihnachtsbäckerei
Gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei
In der Weihnachtsbäckerei
In der Weihnachtsbäckerei“

„Wo ist das Rezept geblieben
Von den Plätzchen, die wir lieben?
Wer hat das Rezept
Verschleppt?“

 

Heißt es in dem so bekannten Kinderlied von Rolf Zuckowski.
Das Plätzchenbacken gehört für Viele zu Weihnachten wie  der Osterhase zu Ostern.

Und gerade wenn die Tage kürzer (und kälter) werden, machen wir es uns Zuhause besonders gemütlich und erfreuen uns an Selbstgebackenem.

Hier haben wir einmal ein paar gesunde Plätzchen-Rezepte aus einem unserer älteren Naturarzt-Ausgaben aus dem Jahr 1981 für Sie zusammengesucht:

 

Karolinensterne

 

Zutaten für den Teig:

300g feingemahlenes Weizen- oder Dinkelmehl

100g geriebene Haselnüsse

1/2 Pck. Backpulver

150g Honig

150g Butter

Abrieb einer Bio- Orange

Vanillezucker

Außerdem:

4 Eier

200g Honig

Abrieb einer halben Bio- Orange

1 TL. Agar -Agar

 

Zubereitung

Aus den Zutaten wird ein weicher Mürbeteig hergestellt.

Diesen für eine Weile in den Kühlschrank stellen und Ruhen lassen.

Den gekühlten Teig portionsweise in den geriebenen Haselnüssen wälzen und ausrollen.

Sterne Ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

Nun die Eier trennen und das Eiweiß sehr steif schlagen (dauert bis zu 10 Min.).

Honig, Orangenabrieb, Vanillezucker und Eigelb zugeben und weiterschlagen bis die Masse fest wird.

Dann die Haselnüsse und Agar-Agar unter die Masse heben.

Von dieser hergestellten Masse setzt man auf jeden Teigstern ein kleines Häufchen und bäckt bei schwacher Hitze aus.

Durch die Zugabe des Agar-Agar in Verbindung mit dem Eigelb wird die Makronenmasse nicht klebrig!

 

Gewürztaler

Zutaten:

3 große Eier

500g Honig

250 ungeschälte geriebene Mandeln

50g Zitronat

250g Vollkornmehl (Weizen) fein gemahlen

1 ungespritzte Zitrone

1 TL Zimt

1 Msp. Nelken

1/2 Prise Muskatnußblüte gemahlen

 

Zubereitung:

Die Einer in eine Schüssel geben und Honig unter Rühren (min. 5 Min.!) zufügen.

Mandeln, das zerkleinerte Zitronat, die Gewürze und die Zitronenschale unterrühren.

200-250g Mehl unterheben.

Teig eine 1/2 Std. stehen lassen.

Danach den Teig ca. 1/2 cm breit auf einer bemehlten Fläche ausrollen und mit einem runden Ausstecher Kreise ausstechen.

Tipp: wer keine Ausstecher zur Hand hat, nimmt einfach ein schmales Glas zur Hilfe!

Die Ausstecher nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und bei 160 Grad 20-30 Min. backen.

Wer möchte, kann die Gewürztaler vor dem Backen noch mit etwas Milch bestreichen und/oder mit Mandeln bestreuen und verzieren.

 

Wir wünschen viel Spass beim Backen!

 

Text: Sabine Neff , Bundesgeschäftsführerin DNB

Fotos: ©DNB Bundesgeschäftsstelle

Als immens wichtige Investition in die Zukunft der Naturheilkunde sieht der Deutsche Naturheilbund sein Projekt des historischen Archivs rund um verborgene Schätze der Naturheilkunde, denn:

Nur wer seine Wurzeln kennt,
kann wachsen

Ob Fachartikel berühmter Pioniere der Naturheilkunde zu Krankheiten und Behandlungsmethoden, Zahlen und Fakten im Wandel der Zeiten oder beeindruckende Fotografien, Bilder: Zahlreiche Aufsätze aus dem 19. / 20. Jahrhundert und davor schlummern noch in alten Büchern und drohen in Vergessenheit zu geraten.
Das möchte der Deutsche Naturheilbund eV verhindern und hat deshalb in Zusammenarbeit mit der KRAMSKI-Stiftung in diesem Frühjahr ein Projekt gestartet. Ziel ist kein Geringeres, als die Bewahrung der Geschichte und Tradition der Naturheilkunde und diese mit Hilfe der modernen Technik nach Digitalisierung allen Interessierten zugänglich zu machen.
Dies erfordert natürlich einen immensen Einsatz, sowohl an Personalkapazität, technischen Voraussetzungen und fachlicher Begleitung.

Doch der Anfang ist getan:

Fachwissen und Fleiß in Form von
„Manpower“

Im April 2020 hat die eigens dafür eingestellte Medienfachangestellte Tatjana Ford mit der Sichtung der Bestände begonnen. Außer ihren Erfahrungen an einer Hochschulbibliothek und sehr guten Englisch-Kenntnissen bringt die junge Frau Fleiß und Begeisterung für die neue Aufgabe mit, ist also eine Idealbesetzung für uns. Für Fragen rund um Medizinhistorie – und insbesondere Vinzenz Prießnitz konnte der Medizinhistoriker/Journalist Dr. Jürgen Helfricht gewonnen werden. Helfricht schrieb 2006 als Dissertationsarbeit eine Abhandlung zu Vinzenz Prießnitz und der Rezeption seiner Hydrotherapie – diese Abhandlung stellt mit 380 Seiten in heutiger Zeit die umfangreichste publizierte Wissenssammlung zum Wirken des schlesischen Wasserheilers dar.

Für diese Arbeit verlieh der Deutsche Naturheilbund dem Journalisten 2014 die Prießnitz-Medaille. Seitdem erscheinen im „Naturarzt“ in loser Folge immer wieder Fachartikel zu ausgewählten Naturheilkunde- Pionieren, z.B. zu Bilz und Kneipp.
Helfricht ist also zweifelsfrei ein absoluter Kenner der Historie und auch für neue gemeinsame Projekte offen.

Im ehemaligen Wohnzimmer der Familie Robert Bosch erhielt Tatjana Ford Insider-Tipps zur Umsetzung des Archiv-Projekts

Austausch mit der Robert-Bosch-Stiftung:
Strukturen von den Besten lernen

Wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die Strukturierung des Archivs brachte ein Besuch beim „Institut für Geschichte der Medizin (IGM)“ der Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart. Als bislang einziges außeruniversitäres medizinhistorisches Institut liegt hier seit 40 Jahren der Forschungsschwerpunkt insbesondere auf der Sozialgeschichte der Medizin und der Geschichte der Homöopathie.

Institutsleiterin Dr. Marion Baschin und ihre Mitarbeiterinnen nahmen sich beim Besuch von DNB-Bundesgeschäftsführerin Sabine Neff und Archiv-Sachbearbeiterin Tatjana Ford viel Zeit und beantworteten ausführlich spezifische Fragen z.B. zur Bereitstellung der Medien mittels Online- Recherchekatalogen (WebOpac), zum Datenschutz, Urheberrecht und gaben Tipps für die fachgerechte Aufbewahrung und Lagerung der Objekte. Da die Schwerpunkte des IGM insbesondere auf der Sozialgeschichte der Medizin und der Geschichte der Homöopathie liegen und sich der Deutsche Naturheilbund wiederum überwiegend mit der traditionellen Naturheilkunde und Hydrotherapie beschäftigt, ist ein weiterer Austausch für beide Seiten interessant und man möchte in Kontakt bleiben.

Ohne Technik geht es nicht: Anschaffung
eines Universitäts-Buchscanners

Um den Archivbestand elektronisch/digital professionell zu erfassen, wurde ein hochauflösender Funktionsscanner erworben, wie ihn Universitäten für ihre Bibliotheken verwenden. Die moderne Technologie mit Flächensensor ermöglicht den schonenden und werterhaltenden Umgang mit den Archivarien und bietet gleichzeitig eine Fülle an technischen Möglichkeiten, z. B. eine 3-D-Analyse mit Wort- und Seitenerkennung.

Fachliche Einweisung durch Profi s in die Technik des Buchscanners gehört dazu.

Ausrichtung des Archivs

Im Bestand des Naturheilbundes befinden sich überwiegend Schriften und Dokumente ab dem 19. Jahrhundert, die nun digital
erfasst werden. Damit wird zunächst sichergestellt, dass die wertvollen Inhalte erhalten bleiben, auch wenn sich die Dokumente altersbedingt auflösen. Im nächsten Schritt soll das alte naturheilkundliche Wissen in einer Art online-Bibliothekskatalog allen Interessierten zur individuellen
Recherche zur Verfügung gestellt werden.

Im Laufe der Zeit sollen ein umfangreiches Archiv und eine Bibliothek zur Geschichte der Naturheilkunde entstehen. Deshalb
ist der Naturheilbund sehr interessiert an weiteren Schriften, Dokumenten und Objekten, sei es als Leihgabe oder als Dauergabe für das Archiv (s. Kasten).


Antiquariat gesucht für den Aufbau eines Naturheilkunde-Archivs

Sie besitzen historische Schriften, Dokumente oder Objekte aus dem Bereich der Naturheilkunde und
traditionellen mitteleuropäischen Medizin? Und Sie möchten diese für künftige Generationen erhalten?
Wir sorgen für eine fachgerechte Aufbewahrung und sichern die Inhalte als digitale Formate. Das Wissen bleibt so erhalten und wird für Interessierte zugänglich. Auch Leihgaben sind willkommen.
Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die DNB-Bundesgeschäftsstelle, Frau Tatjana Ford,
Tel. 07237/4848799 oder per mail an ford@naturheilbund.de

Vereinsförderung in schwierigen Zeiten

 

Einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 1.000€ als Vereinsförderung in schwierigen Zeiten überreichte der Filialleiter der VR-Bank Enz plus in Neulingen, Thorsten Uhrig an die Vorsitzende des Freundeskreis Naturheilkunde im Schloss e.V., Sabine Neff. „Für uns eine wertvolle Unterstützung, um Gesundheitsabende und Vorträge unter den derzeit geltenden Hygienevorschriften durchführen zu können“, freute sich die Vereinsvorsitzende. Der Naturheilverein hatte sich im Rahmen einer Fördermittel-Ausschreibung der VR-Bank Enz plus eG beworben. Die Bank würdigt und unterstützt damit Vereine, soziale und kirchliche Einrichtungen in der Region für ihren während der Pandemie erschwerten ehrenamtlichem Einsatz.

Mit der Unterstützung konnte der Freundeskreis im Oktober für den „Tag der Naturheilkunde“ den großen Schloss-Saal anmieten, der ausreichend Platz für Abstand bietet. Weitere Vorträge zur seelischen Gesundheit und Bewegungstraining auf dem Minitrampolin sind geplant und werden, wenn es die gesetzlichen Vorgaben zulassen, stattfinden.

Text: Sabine Neff,
Bild: Tatjana Ford

Text: Monika Kretz Bild: pixaby

Der ärztliche Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr in Heidelberg Dr. György Irmey referierte am Mittwoch, den 23. September für den Naturheilverein Mosbach in der Alten Mälzerei zum Thema: „Einer Krebserkrankung selbst bestimmt und ganzheitlich individuell begegnen“.

Zu Beginn seines Vortrages berichtete Dr. Irmey von einer 7-jährigen Ernährungsstudie mit 6 Krebspatienten, denen eine Überlebensprognose von einem halben Jahr bis höchstens zwei Jahren gegeben wurde.

Nach 7 Jahren seien noch vier von sechs dieser Menschen am Leben.

Diese Schilderung solle aufzeigen, wie individuell jeder einzelne Mensch ist und es infolgedessen auch keine einheitliche Behandlung und Prognosen geben könne.
Integration sei wichtig, so gäbe es Menschen, die viel konventionelle Therapien benötigen, solche, die viel biologische Therapien benötigen und Menschen, die beides benötigen.
Nach dem Motto: „Es gibt keine gute Therapie! Es gibt keine schlechte Therapie!
Es gibt aber (zu) viele Menschen, die mit unpassenden Therapien in ihrer Individualität nicht angesprochen werden“.

Eine Krebsdiagnose löse immer einen Schock aus, der oftaber als solchen nicht wahrgenommen werden würde.
Es träten Emotionen der Hilflosigkeit, Verwirrtheit und das Gefühl des Allein-gelassen- Werdens auf.
Wichtig sei in diesem Zusammenhang, sich genügend Zeit (die man durchaus habe!) betonte Dr. Irmey, zur Verarbeitung des erlebten zu nehmen.

Außerdem sagte er, seien diese Wochen auch wichtig, um die richtige Entscheidung bzgl. der Therapieart zu finden.
Je nach Krebserkrankung gäbe es diesbezüglich auch Ausnahmen, wie z. B. ein Tumor, der einen Darmverschluss auslösen könne und eine schnelle Entscheidung erfordere.

Gesundheit sei nur auf der Ebene des gesamten Organismus denkbar, auf der Ebene der Natur, weil alles mit Allem zusammenhänge. Dies sei nichts Mystisches oder Esoterisches, sondern einfach ganzheitlich.
Der Erkrankte müsse sich durch einen Dschungel von Therapien durchschlagen und sich mit etlichen „gutgemeinten Ratschlägen“ auseinandersetzen, bis er „Licht am Ende des Dschungels“ sehe.

Man solle sich öffnen, für den Möglichkeitssinn und sich bewusst machen, dass es nicht für Alles die gleiche Antwort gäbe.
Demut dem Leben gegenüber helfe dem Menschen zu erkennen, dass der Körper, trotz all dem was wir schon über ihn wissen, niemals voll zu entschlüsseln ist.
Krebs sei nicht ohne den Kontext Umwelt, Stress, Konstitution…. zu verstehen und zielgerichtete Therapien deshalb notwendig.

In seinem abwechslungsreichen Power-Point-Vortrag zitierte er immer wieder auch Aussagen von ehemaligen Krebspatienten, wie diese von Dr. Ebo Rau:

„Heilung geschieht immer nur im eigenen Inneren, Heilung geschieht, sie ist nicht im operationalen Sinne machbar durch Beseitigung von Symptomen. Heilung ist wissenschaftlich nicht fassbar, denn Heilung ist ein metaphysisches Geschehen, das zur „Ganzheit“ rückführt. Die Einbeziehung von Dimensionen, die den kausal-analytischen Bezugsrahmen überschreiten (religio) sind notwendig, um den Heilungsprozess geschehen zu lassen und zu erfahren“.

Dr. Ebo Rau erkrankte mit 47 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Heute ist er 75 Jahre alt und unterstützt bis zum heutigen Tag die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr und hilft Menschen dabei ihren persönlichen Weg zu finden.

Laut Dr. Irmey solle „die Eigenverantwortung niemals aufgegeben“ werden und weiter, es solle „hinterfragt und überprüft“ werden.
Dies sei wichtig für das Überleben.
Dazu gehöre auch, das Vertrauen in den Behandler.

In unserem Wunderwerk Körper laufen täglich 231 Milliarden Reparaturen laut Dr. Irmey ab.

„Das was wir wissen ist ein Tropfen, das was wir nicht wissen ist ein Ozean“. (Isaac Newton)

Die Biologische Krebsabwehr existiert seit 40 Jahren, sie ist die größte Institution für unabhängige Beratung zu komplementären Heilmethoden bei Krebserkrankungen.
Sie wirkt für ein erweitertes Denken in der Medizin und gibt Hoffnung und Zuversicht.

Die GfBK steht auf vier Säulen:

1.Physische Stabilisierung,
2. Körperliche Aktivierung,
3. Stoffwechselregulation
4. Stimulation des Immunsystems.

Die unabhängige Gesellschaft wird durch Mitglieder und Förderer finanziert, hat pro Jahr ca. 12.000 Anfragen, eine zentrale Beratungsstelle in Heidelberg und fünf weitere regionale Stellen.
Jeder kann die umfassende Beratung kostenfrei in Anspruch nehmen, wobei natürlich Spenden zur Finanzierung erwünscht sind.
Man kann sich über 60 Themenflyer zuschicken lassen bzw. auf der Homepage www.biokrebs.de herunterladen.
Für Mitglieder gibt es 4x jährlich die Mitgliederzeitschrift „Momentum“.

Gesprächsführung und Empathie kämen laut dem Referenten im Studium der Medizin viel zu kurz.
Der einzelne Mensch sei nicht standardisierbar.

„Die Medizin verbeißt sich immer noch in noch mehr Details- dabei sollte vielmehr ein Raum und eine Atmosphäre geschaffen werden, in dem Heilung möglich wird.“ (Zitat einer Patientin)

Und abschließend noch eindrückliche Worte Dr. Irmey´s an die Zuhörerschaft:

„Suchen Sie immer wieder den Kontakt zu Ihrer Inneren Stimmer oder Ihrem Inneren Arzt“.

Vortrag Blutegeltherapie am 23. September mit Heilpraktikerin Julia Voelmle

Im September hat der Naturheilverein Esslingen und Umgebung e.V. nach einer langen Pause wieder zu einem Vortrag eingeladen.

Die Heilpraktikerin Julia Voelmle hielt einen spannenden Vortrag über die Blutegeltherapie. zu der zahlreiche Interessenten den Weg in die Vortragsräume  der Festhalle in Denkendorf fanden.

Frau Voelmle nahm die Zuhörer zuerst mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Denn schon vor Jahrhunderten fand der Blutegel als natürlicher Therapiehelfer Anwendungen bei Mensch und Tier. Sie zählt zu einer der ältesten Heilmethoden der Medizingeschichte. Nachdem die Blutegel einige Jahre in Vergessenheit geraten sind, wird diese alternative Behandlungsmethode wieder häufiger eingesetzt. Sie gilt als milde Form des Aderlasses.

Der kleine Blutsauger kann sein Normalgewicht auf das 10fache steigern. Ein Patient verliert so etwa 30-40ml Blut pro Egel nach dem Saugen. Der Blutegel gehört zu den Ringelwürmern und lebt im Süßwasser. In seinem Speichel befindet sich ein ganzer Cocktail an medizinischen Wirkstoffen. Somit wird er erfolgreich bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt. Insbesondere bei Knie-Schulter- und Hüftgelenkarthrosen, Rheuma, Gicht, Sehnenscheidentzündungen, Tennisellenbogen, Venenentzündungen, auch bei Besenreißer und Krampfadern. Der große Vorteil dieser Therapie liegt darin, dass Schmerzen auf natürlichem Wege gelindert werden können.

Frau Voelmle klärte auch auf, dass bei bestimmten Erkrankungen wie z.B. Blutgerinnungsstörungen oder bei erheblicher Immunschwäche von einer Behandlung mit dem Blutegel abgesehen werden muss.

Für eine Blutegelbehandlung sollte man ausreichend Zeit einplanen. Denn nach der Behandlung kommt es zu einer starken Blutung, diese ist Teil der Therapie. Diese Blutung kann bis zu 24 Stunden andauern. Den Zuhörern zeigte Frau Voelmle auch die vielen Langzeiterfolge aus klinischen Studien. Wonach 90% der Patienten eine deutliche Schmerzlinderung erfahren, die bis zu 3 Monaten anhält, 26% der Patienten sogar eine Schmerzlinderung von mehr als 10 Monaten. Unerwünschte Nebenwirkungen sind selten, häufig lokaler Juckreiz oder gelegentlich verstärkte Hautrötung.

Es folgte eine ausführliche Fragerunde und ein kritischer Blick auf den mitgebrachten Blutegel.

Weitere Informationen zu den nächsten interessanten Veranstaltungen des Naturheilvereins Esslingen erhalten Sie unter: www.naturheilverein-esslingen.de

 

Text und Bild: Elke Wörfel 

 

 

 

Digitalisierung und Gesundheit – wie geht das?

Unter dieser brisanten Thematik fand bei der Naturheilgesellschaft Stuttgart am 25. 09. 2020 der jährliche Aktionstag statt.

Bei Einhaltung der Hygieneauflagen und Abstandsregeln konnten wir im großen Saal des Bürgerzentrums West immerhin 60 Teilnehmer begrüßen (sonst 200 Sitzplätze möglich). Der Schwerpunkt der beiden Vorträge lag bei der Digitalisierungsoffensive und deren gesundheitliche Auswirkungen aus medizinischer Sicht.

Peter Hensinger, 2. Vors. von ‚diagnose:funk e.V.‘, zeichnete in Schaubildern ein reales Zukunftsbild über die Folgen der Digitalisierung für die Demokratie durch die Verdrängung der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Fokussierung auf Wachstum und Konsum, den steigenden Energieverbrauch, die Schädigung von Klima und Umwelt und die Auswirkungen der Digitalisierung bei Kindern und Jugendlichen. Dem gegenüber werden permanent Mythen verbreitet: 5G schafft Transparenz und Demokratie, hilft Energie sparen, schafft Nachhaltigkeit und ohne Digitale Bildung ab der Kita werden Kinder nicht fit für das Leben!

Peter Hensinger erläuterte auch die neueste Studie über das Insektensterben durch den Einfluss Elektromagnetischer Felder (EMF) und zitierte den IT-Beauftragten des Bundesumweltministeriums Martin Wimmer: „Die Schlote der Digitalisierung rauchen genauso wie die in Gelsenkirchen früher“, die Klimabelastung durch die vernetzte Informationstechnik werde immer höher. Betroffenheit erzeugte insbesondere die fatale Auswirkung durch mediale Reizüberflutung auf die Entwicklung der Kinder durch Konzentrationsprobleme, gestörte Sprachentwicklung oder psychosomatische Probleme bis hin zu aggressivem Verhalten. Wer das alles für übertrieben hält, sollte sich vom Mitbegründer der IT-Welt, Bill Gates, überzeugen lassen, der in einem Interview mit ‚Mirror‘ sagte: „Wir haben keine Handys am Tisch, wenn wir essen, wir haben unseren Kindern keine Telefone gegeben bis sie 14 waren und sie sich beschwerten, dass andere Kinder sie schon früher bekommen hatten.“

Das zweite Generalthema des Abends gestaltete Dr. med. Jörg Schmid, Mitglied im Ärztearbeitskreis „Digitale Medien“ Stuttgart. Er beleuchtete, wie Digitalisierung die Beziehungen, Bindung, Emotionalität und das Verhalten verändert. Er veranschaulichte, wie Mobilfunk auf technisch erzeugter, gepulster Mikrowellenstrahlung in Frequenzbereiche eindringt, die bisher von der Natur den Zellvorgängen vorbehalten waren! Dies erzeugt athermische Wirkungen, die Krebs auslösen (Gehirntumore), Zeugungsunfähigkeit und Elektro-Hypersensibilität (EHS) fördern und den oxydativen Zellstress erzeugen. EHS-Symptome sind Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlafprobleme, Depression, Energiemangel, Erschöpfung und grippale Symptome.

Kritisch einzuschätzen ist auch die Digitalisierung des Gesundheitswesens, sie wird die ‚Sprechende Medizin‘ statt aufzuwerten weiter verdrängen und die Datensammlung über den Patienten weiter perfektionieren – zu wessen Nutzen bzw. Profit?

Eine engagierte Fragerunde bildete den Abschluss der Veranstaltung.

 

Umgeben waren die Besucher außerdem von mehreren Infotischen mit Angeboten zur Vertiefung der Thematik unseres Aktionstagmottos.

Text: Alois Sauer, 1. Vors. Naturheilgesellschaft Stuttgart eV Fotos: NHV Stuttgart 

Risikofaktoren und Hintergründe von Virenerkrankungen und deren ganzheitsmedizinische Therapie

Die uralte Weisheit „„Alles hängt mit allem zusammen – greift man an einer Stelle ein, kommt das ganze System in Dysbalance!“ gilt auch für Corona, erklärt der erfahrene Ganzheitsmediziner und Leiter des Wissenschaftlichen Beirats Gert Dorschner in seinem zweiten Video, welches über unsere Webseite www.naturheilbund.de angesehen werden kann.

Nachstehend eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen.

Virusinfektionen und somit auch Corona können uns gefährlich werden, wenn nachfolgende Risikofaktoren vorliegen, die die Funktionsweisen des Körpers stören oder bereits krankhafte Veränderungen ausgelöst haben:

  • Metabolisches Syndrom = Übergewicht (durch zu viel Zucker/isolierte Kohlenhydrate/ Weißmehlprodukte UND zu viel tierische Eiweiße), Diabetes (durch zu viel Zucker/isolierte Kohlenhydrate und Weißmehlprodukte), Hypertonie (durch Gefäßverkalkungen und chron. Stress), Hypercholesterinämie (durch zu viel tierische Eiweiße), Hyperurikämie (durch zu viel Fleisch/ Wurst, Alkohol) und Rauchen sowie Alkohol, Bewegungsmangel und chronischer Stress. Diese Belastungen fördern nämlich eine Gefäßverkalkung, sowie eine Entzündungsneigung in sämtlichen Organen, Endothelien und Schleimhäuten vor allem in Lunge und Darm.
  • Umweltbelastungen wie chronische Schwermetallvergiftung; hohe Luftverschmutzung und Strahlenbelastung
    Diese Belastungen blockieren lebenswichtige Entgiftungsenzyme verändern den PH wert und erhöhen die Anzahl freier Radikale (Zellgifte) u.v.m.
  • Medikamentennebenwirkungen: v.a. die Folgen von Cortison-Behandlungen(!) und Antibiosen, fiebersenkende Mittel, Impf-Nebenwirkungen und speziell bei Covid-19 zusätzlich ACE-Hemmer, Chloroquin u.a
    Diese Medikamente vernichten nämlich die Bakterien und fördern dadurch indirekt die Viren, vor allem aber schädigen sie die Darmflora und produzieren über die Dysbiose eine Immunschwäche im Darm.

Ganz besonders hervorzuheben ist der Arzneistoff Chloroquin: Dieser ist absolut kontraindiziert bei einem vorliegenden Mangel des Enzyms G6PD(H):
Rund 1%, bzw. 1,18 Mrd. Menschen, meist Männer afrikanischer, arabischer oder südamerikanischer Mittelmeerstaaten haben diesen bestimmten Enzymmangel. Wird diesen Menschen die Arznei Chloroquin verabreicht, führt dies dazu, dass die biochemischen Prozesse in den roten Blutkörperchen gestört werden und eine leichte bis lebensbedrohliche Hämolyse ausgelöst werden kann, was wiederum zu Mikroembolien führt, durch die überall Gefäße verstopft werden.

(Ebenso bei diesen Menschen kontraindiziert: Aspirin (Acetylsalicylsäure), Metamizol,  Sulfonamide, Vitamin K)

Vorsicht geboten ist mit ACE-Hemmern bei Covid-19, da die Viren an die ACE-Rezeptoren andocken.

Auch sollte kein Fieber gesenkt werden (Ibuprofen meiden): Denn

Viren und Bakterien verbrennen im Feuer des Fiebers, aber erst ab 38,5 Grad.

  • Seelischer Anteil (Urängste, Seelentraumata, Innere Konflikte) bei Covid 19
  • Azidose Übersäuerung Diese fördert die sog. „silent inflammation“ (Stille schleichende Entzündung) und damit die Entzündung aller Organe, der Endothelien und Schleimhäute vor allem von Lunge und Darm. Im Darm kann die Entzündung der Darmschleimhaut dann zum sog. „Leaky-gut syndrom“ (Löchriger Darm) führen. Hierbei gelangen durch die Darmwand Eiweißstoffe in die Blutbahn, was wiederum zu Autoimmunerkrankungen und neurologischen Erkrankungen führen kann.
  • Eine Dysbalance der richtigen Bakterien und Viren schwächt unser Immunsystem und erhöht die Anfälligkeit für Virenerkrankungen
  • Immer mehr im Gespräch: Die endotheliale Dysfunktion oder systemische Entzündung des Gefäßendothels/„Capillary Leak-Syndrom“ (löchrige Kapillaren) Hier tritt Bluteiweis und Flüssigkeit ins Gewebe aus. Bei vorerkrankten Patienten kann dies zu Embolien in Herz, Hirn, Lunge bis hin zu Multiorganversagen führen.
  • Begleitet von pulmonaren Shunts, einer Fehlsteuerung der Durchblutung in einzelnen Lungenabschnitten, was zu Sauerstoffmangel in den Zellen führen kann.

Wie kann eine Virusinfektion therapiert werden?

Hier ist zu 100% Naturheilkunde gefragt mit den klassischen immunstärkenden Maßnahmen:

Im zweiten Teil des Videos erfahren wir, wie eine Virusinfektion mit den immunstärkenden Maßnahmen der Naturheilkunde therapiert werden kann. Hier nennt der Ganzheitsmediziner Dorschner vor allem:

  • Psychotherapie, denn: „Die Seele steht über dem Körper!“, also angstfreies Denken!
  • Stressreduktion
  • Moderne Ernährungstherapie: Basenüberschüssige, vitalstoffreiche, pflanzenbetonte Ovo-lacto-vegetabile Vollwerternährung, ausführlich beschrieben in Gert Dorschner’s Buch. Moderne Ernährungstherapie (9,90€, erhältlich unter www.naturheilbund.de)
  • Bewegungstherapie, Sport im Freien, denn: Luft verdünnt die Viren und Sonne tötet sie
  • Gesunder Schlaf, beginnend vor Mitternacht auf einem strahlungsfreien Bett
    Schlaf ist kein Luxus, sondern eine Baustelle (Wachstum, Heilung, Seelenregeneration, Immunvorgänge, Lernen, alles passiert nachts im Schlaf)
  • Desinfektion und Verbesserung der Raumluft durch Anreicherung mit negativ geladenen Sauerstoffionen
  • Raumdesinfektion und Dekontaminierung mit stabilisiertem HOCL (Hypochlorsäure/ Hypochlorige Säure/ „Hozzel-Wasser“) lt. Dr. med. Dietrich Klinghardt
  • Orthomolekulare Medizin: Vitalstoffsubstitution mit Vitamin A, B, C (präventiv: mind. 2g Vit.C /d), D (4000IE/d), Mg, Zink, Chrom, L-Arginin/ L-Citrullin, Omega-III-Fettsäuren und Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe (Anthocyane, Bioflavonoide u.a.), sowie weitere bedarfsgerechte Vitalstoffe nach ärztlichem Befund. Nur bei genügend Therapieerfahrung: Chlordioxid (ClO2)/MMS Special-Tipp: Vit. C-Hochdosis-Infusionstherapie! (7,5g/d) durch erfahrene Naturheiltherapeuten!
  • Phytotherapie, Z. Bsp. Zwiebel, Meerrettich, Bärlauch, Kapuzinerkresse, Oregano, Propolis, Curcuma, Rosmarin, Löwenzahn Special-Tipp: Knoblauch oder spezielle immunstärkende, antientzündliche und antiviral wirkende heiße Heil-Tees: Artemisia annua, Artesunate (250mg/d), Andrographis („König der Bitterstoffe“), Zistrose (z.B.Cystus Pandalis®) Thymian, Süßholzwurzel, Melisse, Calendula (Ringelblume), Wollblumen, Mädesüßblüten (z.B. Mädesüssblüten Dr. Pandalis Bio-Tee®), Präparate mit Salbeiblättern, Spitzwegerich, Eibischwurzel, Isländisch Moss (z.B. Phytohustil®) -> Präparate aus Eukalyptusöl, Süßorangenöl, Myrten- und Zitronenöl (z.B. Myrtol®)  v.m.  Merke: Viele o.g. Pflanzen haben eine starke Virustoxizität!
  1. Hydrotherapie: prophylaktisch zur Immunstärkung z.B. nach jedem Duschvorgang am Ende kalt abduschen oder speziell gegen Viren: Hypertherme Bäder bis 41°C über 10 Minuten oder heiße, trockene Luft.

Merke: Die meisten Viren denaturieren bei >40°C ! oder Wärme im Nacken (->Stärkung des Parasympathikus über die Cranio-sakralen Reflexe) – Special-Tipp: Dauerbrause

  1. Ausleitverfahren/ Entgiftung: In vielen Fällen ist eine körpereigene Entgiftung die Grund Voraussetzung für die Entschlackung des Bindegewebes und damit für ein funktionierendes Immunsystem! (Z.B. mit Zimt, Koriander, Selen, Lymphomyosot o. Lymphdiaral oder Schröpfen/ Aschner-Methoden oder Chelat-Th. durch erfahrene Naturheiltherapeuten)
  2. Darmsanierung: z.B. Omniflor® (1-0-1), Symbiolact pur® (1Btl./Tag), Combi Flora® flüssig o. Kps. (2xtgl. vor/zu den Mahlzeiten)
  3. Enzymtherapie: z.B. mit Innovazym® (2×3 nüchtern mit viel Wasser 1 Std. vor Mahlzeiten) oder Wobenzym plus®
  4. Hyperbare Sauerstoff- und/oder Ozon-Therapie durch erfahrene Naturheiltherapeuten
  5. Homöopathische Ursachenbehandlung

Diese Maßnahmen verhindern wirksam, dass aus einer Virusinfektion eine Krankheit wird und verbessert gleichzeitig das Allgemeinbefinden, so Gert Dorschner, denn:

Die Natur kommt uns entgegen,
wenn wir im Einklang mit der Natur und den Naturgesetzen leben.

 

Gert Dorschner
– Ärztlicher Leiter der AfG HD; Vors. d. Wiss. Beirats des Dt. Naturheilbund (DNB) –

Facharzt für Allgemeinmedizin, Notfallmedizin, Naturheilverfahren, Akupunktur (A-Diplom),
Master of Klass. Homöopathie (Univ. Sevilla), Ernährungsmedizin (DAEM)

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